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AGNEB Arbeitsgruppe des Bundes für die nukleare Entsorgung. Im Februar 1978 setzte der Bundesrat die Arbeitsgruppe des Bundes für die nukleare Entsorgung (AGNEB) ein. Die AGNEB hat den Auftrag, die Arbeiten zur nuklearen Entsorgung in der Schweiz zu verfolgen, zuhanden des Bundesrates Stellungnahmen zu Fragen der nuklearen Entsorgung zu erarbeiten, die Bewilligungsverfahren auf Bundesebene zu begleiten und Fragen der internationalen Entsorgung zu behandeln.
AWP Atomwarnposten: über die ganze Schweiz verteilt befinden sich 108 Atomwarnposten (AWP) bei Kantonspolizei, Grenzwacht und Feuerwehr. Die AWP werden im Notfall von der NAZ aktiviert und messen die Ortsdosisleistung in ihrer unmittelbaren Umgebung.
AXPO Der Axpo Konzern besteht aus der Axpo Holding AG, den Nordostschweizerischen Kraftwerken NOK, der Axpo AG (Handel und Verkauf), Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg AG (EGL), den Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW), sowie der Axpo Informatik AG.
Altreaktoren
Atomunfälle
bfe

bfe.admin.ch

Bundesamt für Energie: Vorbereitung der Gesetzgebung und Vollzug der Energiepolitik, insbesondere in den Bereichen Rationelle Energienutzung, Erneuerbare Energien, Energietechniken und -systeme, Atomanlagen und -materialien sowie Strahlenschutz (Bewilligungsverfahren, Aufsicht), Rohrleitungen (Konzessionen, Plangenehmigung), Elektrizität; Energiestatistik und -perspektiven; Aktionsprogramm «EnergieSchweiz»; Verträge mit dem Ausland und internationale Zusammenarbeit.
BKW Bernische Kraftwerke BKW FMB Energie AG: Kantonal Bernisches Energieunternehmen
CO2 Den Treibhauseffekt entdeckte die Atomwirtschaft schon frühzeitig als Mittel, um die Kernenergie salonfähig zu machen. Vor dem Hintergrund der globalen Klima-veränderung verlangt die Atomwirtschaft die Neubewertung der Kernenergie. Dabei hat sie vordergründig die Argumente auf ihrer Seite, denn Atomkraftwerke blasen bekanntlich nur wenig Treibhausgase in die Atmosphäre. So sieht sich die Lobby als „Geheimwaffe“ gegen den globalen Hitzestau. Daß sie in dieser Rolle eine glatte Fehlbesetzung ist zeigt der genauere Blick auf die Klima- und Energieszenarien der Branche. Wenn die Emissionszahlen die ökologische Wahrheit sagen sollen, muß auch der Energieeinsatz der sogenannten Prozeßkette berücksichtigt werden. Bei der Atomenergie ist sie besonders aufwendig: sie beginnt mit der Förderung von Uranerz, führt über die Uranaufbereitung zur extrem energie-intensiven Urananreicherung und schließlich zur Brennelementefertigung. überall wird Energie verbraucht und damit CO2 emittiert. Wissenschaftler haben einen Wert von insgesamt 54g CO2 pro kWh Atomstrom errechnet. Es ist absurd, eine Quelle der Umweltzerstörung durch eine andere ersetzen zu wollen.

Beitrag auf SF1 zum Verhältniss Atomkraft CO2

Präsentation Nuklear Power and CO2

DWR / PWR

Druckwasserreaktor

Pressurized Water Reactor / Druck Wasser Reaktor (Beznau I+II, Gösgen)
EGL Die EGL (Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg AG) ist ein europäisches Energiehandelsunternehmen mit eigenen Assets. Sie gehört zur Axpo Gruppe. EGL ist an Italienischen Gaskombikraftwerken beteiligt.
ENSI (früher HSK) Das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI ist die „Aufsichtsbehörde“ des Bundes für die nukleare Sicherheit und Sicherung der schweizerischen Kernanlagen. Es hat am 1. Januar 2009 seine Tätigkeit als Nachfolgeorganisation der Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen HSK aufgenommen. Aufgaben und Personal blieben gleich, doch während die HSK zum Bundesamt für Energie gehörte, sollte das ENSI eine „unabhängige“ öffentlich-rechtliche Anstalt – vergleichbar mit der SUVA oder dem Institut für geistiges Eigentum sein. Sitz des ENSI ist Würenlingen und ab 2010 Brugg im Kanton Aargau. ! Neue Adresse ab 25. Januar 2010: Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI, Industriestrasse 19, CH-5200 Brugg
ENSI- Rat

Auszug aus dem ENSI-Gesetz

Art. 6 ENSI-Rat
1. Der ENSI-Rat ist das strategische und das interne Aufsichtsorgan des ENSI.
2. Der ENSI-Rat besteht aus fünf bis sieben fachkundigen Mitgliedern. Diese werden für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt. Jedes Mitglied kann zweimal wieder gewählt werden.
3. Der Bundesrat wählt die Mitglieder des ENSI-Rates und bestimmt die Präsidentin oder den Präsidenten und die Vizepräsidentin oder den Vizepräsidenten. Die Mitglieder des ENSI-Rates dürfen weder eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben noch
ein eidgenÖssisches oder kantonales Amt bekleiden, welche geeignet sind, ihre Unabhängigkeit zu beeinträchtigen.
4. Der Bundesrat legt die Entschädigungen der Mitglieder des ENSI-Rates fest. Für das Honorar der Mitglieder des ENSI-Rates und die weiteren mit diesen Personen vereinbarten Vertragsbedingungen gilt Artikel 6a Absätze 1–5 des Bundespersonalgesetzes
vom 24. März 20003 sinngemäss.
5. Der Bundesrat kann die Mitglieder des ENSI-Rates aus wichtigen Gründen abberufen.

6. Der ENSI-Rat hat folgende Aufgaben:
a. Er legt die strategischen Ziele für jeweils vier Jahre fest.
b. Er beantragt dem Bundesrat die vom Bund zu erbringenden Abgeltungen.
c. Er erlässt das Organisationsreglement.
d. Er erlässt unter Vorbehalt der Genehmigung durch den Bundesrat das Personalreglement.
e. Er erlässt unter Vorbehalt der Genehmigung durch den Bundesrat die
Gebührenordnung.
f. Er erlässt die dem ENSI vom Bundesrat delegierten Ausführungsbestimmungen.
g. Er wählt die Direktorin oder den Direktor und die weiteren Mitglieder der
Geschäftsleitung.
h. Er überwacht die Geschäftsführung und die Aufsichtstätigkeit.
i. Er ist für eine ausreichende Qualitätssicherung und ein adäquates betriebliches
Risikomanagement verantwortlich.
j. Er setzt eine interne Revision ein und sorgt für die interne Kontrolle.
k. Er genehmigt den Voranschlag und die Jahresrechnung.
l. Er erstellt den Tätigkeitsbericht mit Angaben zur Aufsicht, zum Stand der
Qualitätssicherung und zum Zustand der Kernanlagen sowie den Geschäftsbericht
(Jahresbericht, Bilanz mit Anhang, Erfolgsrechnung, Prüfungsbericht
der Revisionsstelle) und unterbreitet sie dem Bundesrat zur Genehmigung.
7. Der ENSI-Rat kann die Kompetenz zum Abschluss einzelner Geschäfte an die
Geschäftsleitung übertragen.

2011.05.03 BZ Atomaufsicht: Chef tritt in den Ausstand
2011.04.30. 20 Min Chef der AKW-Prüfer hatte Mandat der BKW
EVU Abkürzung für Energie Versorgungs Unternehmen z.B. BKW
Fessenheim (F)

AKW

Energiebezug BKW: 10%
Installierte Leistung: 1’800 MW
Mittl. Jahresproduktion: 10,9 TWhAnzahl Reaktoren: 2 Druckreaktoren à 900 MWInbetriebnahme: 1977
WebFessenheimDas Kernkraftwerk Fessenheim liegt ca. 30km östlich von Mulhouse, am Ufer des Elsass-Kanals. Die BKW bezieht Strom aus Fessenheim über die Kernbeteiligungsgesellschaft KBG (CNP), an welcher die BKW, NOK und EOS zu gleichen Anteilen beteiligt sind.
Forschung Gemäss der Eidgenössischen Energieforschungskommission (CORE) müssen im Gebiet der Kernenergieforschung die Schwerpunkte bei der „Sicherheitsforschung“ und der Entsorgung radioaktiver Abfälle liegen. Bei der Kernfusion erwartet sie hoch stehende Forschungsbeiträge im Rahmen von internationalen Projekten.
IAEA International Atomic Energy Agency: Die IAEA ist eine UN-Organisation, die 1957 gegründet wurde und deren Sitz in Wien ist. Die IAEA hat derzeit 127 Mitglieder, d.h. nicht alle UNO Staaten sind bei der IAEA. Die IAEA soll als Kontrollinstrument dienen, darf allerdings keine Sanktionen verhängen, sondern nur die Öffentlichkeit informieren. Sie „sollte“ die friedliche Nutzung spaltbaren Materials fördern.
Kernenergiegesetz Das Schweizerische Kernenergiegesetz hiess zuvor Atomgesetz. Wurde 2003 neu Überarbeitett und in Kraft gesetzt.
Kinderkrebs In Bearbeitung die CH Studie Canupis AKW und Kinderkrebs, mitfinanziert vo der BKW. Kritik der IPPNW an Studie
KNS (früher KSA) Komission für die Sicherheit der Atomanlagen: Die KSA berät Bundesrat und Departement UVEK in Fragen der nuklearen Sicherheit von Atomanlagen.
KSR Eidgenössische Kommission für Strahlenschutz und überwachung der Radioaktivität
LUSAN Das Luftsammlernetz LUSAN wird aus folgenden Teilnetzen gebildet: – 12 Laboratorien von Bund und Kantonen sind mit mobilen Iod- und Aerosolsammlern ausgerüstet, den sogenannten mobilen Luftsammlern (Moblusa). Der Einsatz der Moblusa erfolgt im Ereignisfall gemäss Aufgebot der NAZ.
MADUK Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Atomanlagen (HSK) betreibt das Messnetz für die automatische Dosisleistungsüberwachung in der Umgebung der Atomkraftwerke (MADUK). An insgesamt 57 Stellen im Umkreis von jeweils 5 km um die Atomkraftwerke wird die Ortsdosisleistung gemessen. Auch dieses Netz verfügt über eine Alarmeinrichtung. Die MADUK-Daten werden von der HSK ausgewertet und dienen der kleinräumigen überwachung der externen Strahlung rund um die Atomkraftwerke
NADAM Die NAZ ist verantwortlich für das Netz für automatische Dosisalarmierung und -messung (NADAM). Das NADAM-Netz umfasst 58 über die ganze Schweiz verteilte Stationen, die sich bei den Wetterstationen von MeteoSchweiz befinden. Die NADAM-Sonden messen die Ortsdosisleistung, die zusammen mit den lokalen Niederschlagsmengen im 10-Minuten Intervall an MeteoSchweiz in Zürich übermittelt wird. Das NADAM-Netz verfügt über eine Alarmeinrichtung.
NAGRA Die NAGRA ist von allen Verursachern (vor allem den AKW Betreibern) radioaktiver Abfälle beauftragt den entstandenen und zukünftig anfallenden Atommüll zu entsorgen.
NAZ Der Bereich A in der NAZ bearbeitet alle Fragestellungen im Zusammenhang mit Radioaktivität. Im Vordergrund stehen dabei Ereignisse mit vermuteter oder erhöhter Radioaktivität. Sie reicht von radiologischen Betriebs- und Transportunfällen, über Störfälle in in- und ausländischen Atomkraftwerken bis zu militärischen Atomwaffenexplosionen bzw. -unfällen. In jüngerer Zeit muss sich die NAZ auch vermehrt mit diversen Bedrohungsformen des Nuklearterrorismus auseinandersetzen.
NOK Nord Ostschweizerische Kraftwerke: Die Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK) sind eine Tochtergesellschaft der Axpo Holding AG.
Nuklearforum Schweiz

www.Atomenergie.ch

früher SVA

Das Nuklearforum Schweiz früher Schweizerische Vereinigung für Atomenergie SVA setzt sich ein für die breite Anwendung nuklearer Techniken in Medizin, Industrie und Forschung.
RADAIR Von der Sektion Überwachung der Radioaktivität (SUeR) im Bundesamt für Gesundheit (BAG) wird das RADAIR-Netz betrieben, welches der grossräumigen Überwachung der Radioaktivität in der Luft dient. An 11 Standorten sind kontinuierlich arbeitende Aerosolmessgeräte im Einsatz. Alle Stationen verfügen über Alpha- und Betamesseinrichtungen und berechnen den Anteil künstlicher Beta-Aktivität der Aerosole in der Luft. Die Messwerte werden automatisch an die Zentrale in Fribourg übermittelt und da ausgewertet; Alarmmeldungen gehen ebenfalls an die NAZ.
Radioaktive Abfälle Das Kernenergiegesetz schreibt vor, dass radioaktive Abfälle grundsätzlich im Inland und zwar in einem geologischen Tiefenlager entsorgt werden müssen.
SWR / BWR

Siedewasserreaktor

Boiling Water Reactor / Siede Wasser Reaktor (Mühleberg, Leibstadt)
Stillegungsfonds

Entsorgungsfonds

Die AKW-Betreiber sind „verantwortlich“ für die Entsorgung der abgebrannten Brennelemente sowie der radioaktiven Abfälle aus dem Betrieb und der späteren Stilllegung und dem Rückbau der Kernkraftwerke.

Interpellation im Grossen Rat des Kt. Bern zum Stillegungsfonds

Unabhängigkeit? Die Schweizerischen AKW weden durch die „ENSI“ überwacht. ENSI ist nicht unabhängig.

  • Das ENSI rekrutiert ihr Personal aus der Atomwirtschaft
  • ENSI Funktionäre waren früher Mitglieder der „Schweizerischen Vereinigung für die Atomenergie“ und der Angestelltenverbände der Atomwirtschaft
  • Mitglieder der ENSI waren bei den letzten Atomenergieabstimmungen Partei, siehe Auftritt des Leiters der HSK Hr. Schmocker an der ARENA vom 2. Mai 2003 im Schweizerfernsehen, wo er als Initiativengegner mitmachte
  • Die ENSI ist Betreiberfreundlich, sie erlässt keine Stillegungsrichtlinien und unterstützt gar unterschreitungen der gültigen Richlinien.
  • Das ENSI erstellt selbst Richtlinien nach denen es kontrolliert. Es herrscht keine Gewaltentrennung,

Der Bundesrat wird durch die „KNS“ beraten. In dieser Kommision sind Kritiker in der Minderheit.
Im Mühlebergverfahren von 1997 und 2005-2009 erteilte der Bundesrat dem AKW Mühleberg ohne Neuauflage eines Sicherheitsberichts eine Betriebsverlängerung.
Der Bundesrat war selbst Partei bei vergangenen Abstimmungen, er warb in Inseraten mit der Atomlobby gegen die Atominitiativen.
1993 und 2009 reichte die „Aktion Mühleberg stilllegen“ ein Gesuch um Akteneinsicht ein, der Bundesrat verweigerte diese. Kritische Stimmen kriegen keine Einsicht, auch wenn deren einziges Ziel der Schutz vor Atomkatastrophen ist und den Behörden immer wieder Denkanstösse zur Verbesserung der Sicherheit der Schweizerischen AKW lieferten.
Demokratie?

http://www.atomenergie.ch
Schweizerische Vereinigung für Atomenergie

http://www.hsk.ch
Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen HSK

AMüs: Infobulletin 50, 1998

URA früher SUER Die Sektion Umweltradioaktivität (URA) überwacht kontinuierlich die Ausbreitung natürlicher und künstlicher Radioaktivität in Atmosphäre und Umwelt, insbesondere in der Umgebung von Kernanalgen, Industriebetrieben, Forschungsinstituten und Spitälern, die radioaktive Stoffe verwenden. Für die Bestimmung des Strahlenrisikos der Bevölkerung werden Strahlendosen aus natürlichen und künstlichen Strahlenquellen ermittelt. Die Ergebnisse werden regelmässig veröffentlicht.
Uranabbau Uran wird wie jedes andere Metall auch als Erz abgebaut. Der Urangehalt in diesem Erz beträgt aber in der Regel nicht mehr als 0,5%. Trotzdem geht der Bergarbeiter hier ein sehr hohes Risiko ein. Denn hierbei besteht die Gefahr das sich der Staub, der beim Abbau nun einmal entsteht, in der Lunge des Bergarbeiters festsetzt. Ganz davon abgesehen wird hier bei auch ein Gas (Radon) freigesetzt, das für den Bergarbeiter eine große Gefahr darstellt. Dazu kommt noch der relativ hohe Anteil an unbrauchbaren aber trotz alledem strahlenden Abfall, der nun auf sog. Schutthalden bzw. Schlammdeponien unter freiem Himmel lagert und während der Regenperioden in das Grundwasser gespült wird. Hierdurch entsteht eine zusätzliche Belastung der Umwelt und somit auch für den in ihr lebenden Menschen sowohl durch Strahlung von Außen (Luft und Boden) als auch von Innen (Nahrungsaufnahme und Wasser). Dazu kommt noch, daß auch andere Stoffe bzw. Gase wie z. B. Blei, Quecksilber und Arsen, beim Abbau freigesetzt werden. Diese gelangen nun natürlich ebenso ungehindert in die Nahrungskette. Deshalb hat man sich in den meisten Industrieländern dazu entschlossen, das zur Nutzung der Atomenergie nun einmal nötige Uran, lieber im Ausland abbauen zu lassen. Der grösste Teil des in Europa benötigten Urans wird aus Australien, Kanada, Namibia, Südafrika und den U.S.A. exportiert. In der ehemaligen DDR (Wismut-Erbe / Sachsen & Thüringen)wurde noch bis zur Wiedervereinigung Uran abgebaut. Um diese Gebiete zu sanieren hat man eigens die Strahlenschutzverordnung außer Kraft gesetzt und eine höhere Strahlenbelastung zugelassen. Während der Abbaujahre zwischen 1949 und 1990 starben in der Region 7000 Menschen an Lungenkrebs. Dies ist vermutlich auch der Grund warum mittlerweile in Australien 63 % der Einwohner gegen den Uranabbau sind. Übrigens wird dort auch heute noch für die sog. „Westnationen“ Uran abgebaut. Bezeichnenderweise tut man dies in dem Gebiet in das man die Ureinwohner von Australien angesiedelt hat. Im nächsten Schritt wird dieses Uran nun mit Hilfe eines Lösungsmittels von dem Restgestein getrennt und anschließend gemahlen. Das nun entstandene Uranoxid nennt man „Yellowcake“.

http://arcticcircle.uconn.edu/SEEJ/Mining/
Ureinwohner in Kanada wehren sich gegen Uranabbau

http://www.anawa.org.au
Australier wehren sich gegen den Uranabbau

http://www.atomenergie.ch/wissen/dt/4-2.htm
Uranabbau. Erklärt von der AtomLobby

http://de.wikipedia.org/wiki/Uranabbau

Manuel Pino, Acoma Pueblo, New Mexico Manuel Pino

Charmaine White Face, Oglala Lakota Defenders of the Black Hill’s Riley PassMine CaveHills

Australian Greens

Ein Film über den Uranabbau

Virginia USA

Urananreicherung Unter dem Begriff Anreicherung fasst man physikalische und chemische Methoden zusammen, die den Anteil eines bestimmten Isotopes in einem Isotopengemisch erhöhen. Die Anreicherung findet vor allem im Bereich der Energiegewinnung durch Kernspaltung und Kernfusion Anwendung, also für Atomreaktoren und Atomwaffen.

Die relativen Massenunterschiede zwischen den Isotopen der schweren Elemente sind sehr klein, so dass praktisch ausschließlich physikalische Methoden zum Einsatz kommen. Das wichtigste und wahrscheinlich einzige schwere Element, für das Isotopentrennung im technischen Maßstab durchgeführt wird, ist das Uran. Natururan besteht zu etwa 99,3% aus 238U und zu 0,7% aus 235U. Für die Spaltung in Kernreaktoren und Kernwaffen wird 235U benötigt. Kernreaktoren werden meistens mit Uran beschickt, das eine Anreicherung von 3 bis 5% 235U hat. In Schwerwasser- und Graphit-moderierten Reaktoren kann auch Natururan zum Einsatz kommen. Für Kernwaffen ist eine sehr hohe Anreicherung erforderlich (typischerweise mindestens 90%). Die von einer Trenneinrichtung produzierte Arbeit wird in kg Urantrennarbeit (kg UTA) ausgedrückt. In der englischen Fachliteratur wird statt kg UTA die Einheit SWU (Separation Work Unit) verwendet.Eine große Anlage besitzt eine Jahreskapazität in der Größenordnung einiger Millionen kg UTA.
Als Abfallprodukt der Urananreicherung entsteht abgereichertes Uran („Tails“) mit einem 235U-Gehalt von ca 0.3%, das u.a. in Uranmunition verwendet wird.

Anreicherung durch Gaszentrifugen
Das Gaszentrifugenverfahren ist im internationalen Bereich heute das gängigste Verfahren zur Urananreicherung und hat die Gasdiffusion hinsichtlich der Bedeutung inzwischen überholt. Die wichtigsten Gründe dafür sind der erheblich geringere Energieverbrauch (rund 50 kWh pro kg Trennarbeit) und die größere Flexibilität hinsichtlich der Kapazitätsplanung.
Beim Zentrifugenverfahren wird gasförmiges Uranhexafluorid (UF6) in das Innere eines schnell rotierenden Zylinders geleitet. Der Rotor läuft auf einer Stahlnadel in einem abgedichteten Gehäuse im Vakuum. Unter dem Einfluss der hohen Geschwindigkeit und der dadurch bedingten massenabhängigen Zentrifugalkräfte sammeln sich die schwereren 238UF6-Moleküle im äußeren Bereich des zylindrischen Rotors und die leichteren 235UF6-Moleküle weiter innen. Dadurch kommt es zu einer Entmischung der Isotope.
Dieser Effekt wird noch verstärkt dadurch, dass man (z. B. durch Anlegen einer Temperaturdifferenz zwischen Boden und Deckel) im Innern der Zentrifuge eine axiale Umlaufströmung anregt. Der größte Konzentrationsunterschied besteht dann nicht mehr zwischen Achse und Rotorwand, sondern zwischen den Enden der Zentrifuge. Dort werden folglich auch die angereicherte Fraktion („Product“) und die abgereicherte Fraktion („Tails“) entnommen. Ein Vorteil der Zentrifugentechnik liegt darin, dass die entnommenen Fraktionen bei hohem Druck anfallen und somit für die externe Weiterförderung keine energieintensiven Pumpen oder Kompressoren erforderlich sind.
Die Trennleistung kann im Prinzip gesteigert werden durch Vergrößerung der Rohrlänge und insbesondere der Umlaufgeschwindigkeit. Aufgrund dieser Gegebenheiten besitzen die Zentrifugen eine längliche, walzenartige Form. Mit Aluminiumlegierungen werden 400 m/s, mit hochfesten Stählen 500 m/s und mit faserverstärkten Werkstoffen über 700 m/s erreicht. Die Trennleistung wird praktisch begrenzt durch die Materialeigenschaften des schnell umlaufenden Rotors sowie durch technisch bedingte Einschränkungen der Rotorlänge (Auftreten von unerwünschten Eigenschwingungen).

Diffusionsmethoden
Bei der Gasdiffusionsmethode lässt man gasförmiges UF6 durch eine poröse Membran diffundieren. Die treibende Kraft hierbei ist der Druckunterschied auf beiden Seiten der Membran. Moleküle, die 235U enthalten, sind leichter als die 238U-enthaltenden und diffundieren schneller. Bei einem Uranisotopengemisch enthält daher der Gasstrom, der durch die Poren in der Wand hindurch diffundiert („Product“), einen geringfügig höheren Anteil des Isotops U-235 als der ursprüngliche Strom („Feed“). Eine einzelne Trennstufe hat einen geringen Trennfaktor (Konzentrationsverhältnis des U-235 in Product und Tails) von maximal 1,004, aber einen hohen Materialdurchsatz. Zur Erreichung einer für Leichtwasserreaktoren genügend hohen Anreicherung sind rund 1200 hintereinander geschaltete Stufen erforderlich, die zusammen eine so genannte „Kaskade“ bilden. Der Energieverbrauch ist hoch und beträgt etwa 2300 – 2500 kWh pro kg Urantrennarbeit (UTA). Die Anreicherung, die in einem einzelnen Schritt erreicht werden kann, ist sehr gering, so dass dieser Vorgang einige tausend mal wiederholt werden muss.
Anstelle des Druckunterschiedes kann auch ein Temperaturgefälle zur Isotopentrennung mittels Diffusion ausgenutzt werden. Bei der thermischen Diffusionsmethode wird ein Gas oder eine Flüssigkeit in einem engen Raumbereich zwischen zwei vertikalen Platten von einer dieser Platten erhitzt und von der anderen gekühlt. Moleküle, die das leichtere Isotop enthalten, diffundieren bevorzugt zur kälteren Platte, die anderen zur wärmeren Platte. Darüber hinaus bildet sich an der wärmeren Platte eine leichte aufwärtsgerichtete Konvektion, so dass sich im oberen Bereich der Zelle die Moleküle mit den schwereren Isotopen konzentrieren und die anderen im unteren Bereich.

Elektromagnetische Anreicherung
Wie in einem Massenspektrometer werden bei der elektromagnetischen Anreicherung Uranatome zunächst ionisiert, dann in einem elektrischen Feld beschleunigt und anschließend in einem magnetischen Feld nach der Massenzahl getrennt. Dieser Aufbau zur Isotopentrennung wird auch Calutron genannt.

Laser-Anreicherung
Die Laseranreicherung beruht auf der Isotopieverschiebung der Absorptionsspektren von Atomen und Molekülen. Sind die spektroskopischen Bedingungen geeignet, d. h., überlappen die Absorptionslinien der Isotope oder isotopen Verbindungen hinreichend wenig und steht außerdem ein Laser geeigneter Wellenlänge und Schmalbandigkeit zur Verfügung, so ist eine isotopenselektive Anregung möglich. Für die Trennung wird dann ausgenutzt, dass sich die angeregte Spezies von der nicht angeregten in ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften wesentlich unterscheidet. Laserverfahren zeichnen sich durch eine hohe Selektivität aus.
Grundsätzlich lassen sich zwei Konzepte unterscheiden: die Photoionisation von Urandampf (atomares Verfahren; AVLIS) und die Photodissoziation von UF6 (molekulares Verfahren; MLIS). Theoretisch erlaubt das Laserverfahren eine Isotopentrennung in einem einzigen Schritt. Praktisch hängt die Zahl der erforderlichen Stufen davon ab, inwieweit sich die idealen Verhältnisse realisieren lassen.
Beim atomaren Verfahren werden die Atome eines Isotopengemisches selektiv ionisiert. Nach der Ionisation eines Isotops (235U) kann es leicht von den nicht ionisierten Atomen des anderen Isotops (238U) durch Beschleunigung in einem elektrischen Feld getrennt werden.
Beim molekularen Verfahren wird das 235U enthaltende Molekül zunächst durch einen ersten Laser angeregt und dann durch einen zweiten Laser zur Abspaltung eines Fluor-Atoms gebracht. Das entstehende feste 235UF5 kann leicht aus dem Gas gefiltert werden.
Nach anfänglicher Euphorie über die Vorteile dieser Verfahren gegenüber herkömmlichen, etablierten Anreicherungsverfahren ist man inzwischen wieder skeptischer geworden hinsichtlich der industriellen Realisierbarkeit zu akzeptablen Kosten. Einige der umfassenden Forschungs- und Entwicklungsprogramme wurden bereits wieder eingestellt.

Bedeutung der Anreicherung für den Bau von Kernwaffen
Anreicherung ist keine Voraussetzung für den Bau von Atomwaffen, denn auch in einem mit Natururan betriebenen Graphit-moderierten Reaktor bildet sich waffenfähiges Plutonium durch Neutroneneinfang von 238U. Der Bau einer Anreicherungsanlage lässt sich wahrscheinlich jedoch besser verheimlichen als der Bau eines Kernreaktors, der für eine 235U-Kernwaffe nicht erforderlich ist.

Der Film „Climat of Hope“ zeigt die Probleme des Uranabbaus auf.

UVEK Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Vorsteherin Bundesrätin Doris Leuthard
VSE

Strom.ch

poweron.ch

Der Verband Schweizerischer Elektriziätsunternehmen VSE ist der Branchendachverband der schweizerischen Elektrizitätsunternehmen. Der VSE vertritt die Strombranche in den Kernbereichen Politik, Kommunikation und Dienstleistungen. Sein Ziel ist es, die Kräfte seiner Mitgliedsunternehmen so zu bündeln, dass der Branche wirtschaftlich wie auch politisch mehr Gewicht und Einfluss zukommt. Er setzt sich für gute Rahmenbedingungen für die Elektrizitätswirtschaft.
Strahlenschutzverordnung Anfang 2016 läuft die Vernehmlassung zur neuen Strahlenschutzverordnung  (1994). Die Freigrenzen in der Strahlenschutzverordnung werden an diejenigen der europäischen Richtlinien angepasst. Die Freigrenzen definieren die Aktivität, unterhalb welcher ein radioaktiver Stoff als unbedenklich gilt. Durch die Harmonisierung dieser Werte mit der EU werden beim grenzüberschreitenden Warenverkehr Probleme vermieden.

http://www.bag.admin.ch/dokumentation/medieninformationen/01217/index.html?lang=de&msg-id=59102