Mühleberg gehört zu den ältesten AKW der Welt

Im April 2015 wurden gemäss der IAEA (PRIS) in Japan 5 Reaktoren definitv vom Netz genommen. Damit ist Mühleberg unter den ältesten AKW der Welt weiter nach hinten/vorne gerutscht. Die Erst-Inbetriebnahme des AKW erfolgte 1971 nach einem Brand im AKW ging es dann erst 1972 ans Netz. Demnach rangiert das AKW Mühleberg als zwölft- (1971) oder zwanzigst (1972) ältestes AKW der 238 Weltweit installierten konventionell genutzten Atom-Reaktoren. Insgesamt sind 3 der fünf Schweizer AKW unter den ältesten Reaktoren der Welt.  

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35 Organisationen machen Druck auf Nachrüstungen in Mühleberg

35 Anti-Atom-, Umwelt-, Menschenrechtsorganisationen und Parteien verlangen sofortige Massnahmen gegen die nunmehr über drei Jahre dauernde Verschleppung von Nachrüstkonzepten im AKW Mühleberg. Sie fordern zu diesem Zweck vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK in einem Brief vom 20. Oktober 2014, die Verordnung zur Ausserbetriebnahme von Kernkraftwerken ABNV auf schnellstem Weg im Sinne einer superprovisorischen Verfügung zu präzisieren. Das AKW Mühleberg verletzt mehrfach die offiziellen Risikogrenzwerte und soll deshalb nach Inkraftsetzung der Verfügung sofort ausser Betrieb genommen werden und nur dann wieder in Betrieb gehen können, wenn belegt ist, dass im AKW ausreichende Nachrüstungen durchgeführt worden sind.

Abschalten statt Aussitzen!

Eine Artikel-Serie im Journal-B

 

Medienmitteilung

 

Brief an UVEK

 

Aufruf der 32 Organisationen

 

Info10_Fokus_Anti-Atom

Spiel mit Risiko geht weiter

Zum Anlass der ENSI-Vernehmlassung zum AKW Mühleberg

Was das ENSI heute unter dem Deckmantel “hohe Sicherheit“ verkauft, sind im Prinzip grosse Abstriche gegenüber dem Konzept DIWANAS,  für welches Anfangs 2012 schon das Freigabeverfahren begonnen hatte. Die BKW ringt dem ENSI minimale Nachrüst-Massnahmen ab. Das Ganze grenzt an Arbeitsbeschaffung für das ENSI. – Ein brisantes Dokument eines Westinghouse-Mitarbeiters legt zudem nahe: Die BKW hätte die umfassende Nachrüstung DIWANAS, welche vor 3 Wochen aufgegeben wurde, nicht nur finanziell, sondern auch technisch und atomrechtlich nicht mehr tätigen können.

Das AKW Mühleberg ist nicht annähernd auf den Stand der Technik zu bringen und muss deshalb sofort ausse rBetrieb gehen.

Medienmitteilung Fokus Anti-Atom:  2013_11_21_FokusAntiAtom

77 Tage sind nicht genug

77-tage

Andreas Berger lässt die 77 Tage des AKW-Ade-Camps vor dem BKW-Hauptsitz aufleben. Sein Film «77 Tage sind nicht genug» zeigt den Protest, der in der temporären Stilllegung des AKW Mühleberg gipfelte. Christoph Aebischer, BZ, 01.12.2011

«Hallo Paps, darf ich im Camp übernachten? Ich bin an vorderster Front, aber es passiert schon nichts.» Die 16-jährige Schülerin Stefanie Schärer aus Bern hängt lässig am Polizeiabsperrgitter bei der japanischen Botschaft, telefoniert mit ihrem Vater und schaut dabei keck in die Kamera von Andreas Berger. Gestellt ist die Szene nicht. Die AKW-Gegner wollten dem japanischen Botschafter im Mai ein Zeichen ihrer Betroffenheit zum Reaktorunglück in Fukushima überreichen. «Dort fiel mir Steffi auf», sagt der Berner Filmemacher heute. Deshalb wurde Stefanie zu einer der drei Hauptfiguren seines Films über das AKW-Ade-Camp auf dem Viktoriaplatz, das Bern und vor allem die BKW 77 Tage lang in Atem hielt. Berger bemüht sich nicht um einen neutralen Blick. Vielmehr begleitet er eine Bewegung, die sich nach der Kernschmelze in Fukushima ziemlich spontan entwickelte. Der Film zeichnet unter anderem nach, wie Stefanie politisch aktiv wird. Am 24.Mai 2011 streikten mit ihr viele Schülerinnen und Schüler. 2000 zogen Slogans proklamierend durch die Stadt. Mühleberg muss vom Netz, forderten sie.

Tränen bei der Räumung

Doch auch die AKW-Gegner der ersten Stunde erhalten im Film über das Zeltlager vor dem BKW-Hauptsitz in der Person des 61-jährigen Ruedi Jungen aus Frutigen eine Stimme. Der dritte Protagonist ist Tom Locher, der sich seit Jahren in der Reitschule engagiert. «Ich fragte bereits im Mai an einer Vollversammlung des Camps, ob es okay ist, wenn ich einen Film drehe», erzählt Berger, der Autor von «Zaffaraya 3.0». Diesen Freitag findet nun die Uraufführung seines neuen Films im Kulturzentrum Reitschule statt. Zwischen Aufnahmen des Campalltags, mit Auftritten von Künstlern wie Pedro Lenz oder Steff la Cheffe, zu den Donnerstagdemos und den Protestmärschen nach Mühleberg, streut Berger Interviews ein, in denen beispielsweise auch anwesende Polizisten sehr offen über ihre Rolle reden. Allmählich mauserte sich das Camp zu einer politischen Herausforderung, die mit der polizeilichen Räumung am 22.Juni endete. Stefanie weint Tränen der Enttäuschung.

Skeptische BKW

«Die BKW hatte vorerst Mühe mit dem Filmprojekt und wollte nicht mitmachen», sagt Berger. Letztlich willigte die Betreiberin des AKW Mühleberg dann Ende September in ein Treffen zwischen Stefanie Schärer und BKW-Sprecher Antonio Sommavilla ein. Desillusioniert muss die Schülerin feststellen, dass das AKW Mühleberg wohl nur aus taktischen Gründen zeitgleich mit der Räumung des Camps vom Netz ging. Denn seit der Sanierung liefert der «Schrottreaktor», wie die Gegner ihn im Film bezeichnen, wieder Strom. «Für mich ist diese Niederlage ein Ansporn», sagt Stefanie kämpferisch in Bergers Kamera. Berger gibt seinem Streifen folgerichtig den Namen «77 Tage sind nicht genug». Als Zeitdokument, das zwar Stellung bezieht, aber die andere Seite und ihre Argumente nicht ausblendet, legt der 78-minütige Film Zeugnis ab einer auch weit weg von Japan aufwühlenden Katastrophe. Formal fehlt ihm der letzte Schliff. Doch Berger setzte sich unter Zeitdruck: «Mir war von Anfang an klar, dass der Film noch in diesem Jahr herauskommen muss und nicht erst in fünf Jahren.»


 

Sommer 2011 – Sommer 2012, 66 Minuten
Der Film ist als Bonustrack auf der DVD «77 Tage sind nicht genug»

Zweite Halb(werts)zeit im Glaubenskrieg um Mühleberg
Ein Film mit Stephanie Schärer, Ruedi Jungen, Tom Locher, Christa Ammann, Manuela Bächtold, Cecile Keller, Jürg Joss u.a.
Produktion, Regie, Kamera, Ton und Schnitt: Andreas Berger

Erdbeben: Alt-AKW sofort stilllegen

Mit Besorgnis hat „FokusAntiAtom“ die Erdbebenstudie für die AKW-Standorte (PEGASOS) und die Folgerungen der überwachungsbehörden (Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen HSK) zur Kenntnis genommen. Seit Jahren weist FokusAntiAtom auf die Gefährdung der AKW durch Erdbeben – vor allem für Mühleberg und Beznau – hin und fordert deshalb die Stilllegung der drei Altreaktoren. Eine Klage der Organisation vor dem Bundesrat wegen Erdbebengefährdung im AKW Mühleberg ist immer noch hängig.

Das schwere Erdbeben (Sicherheitserdbeben SSE) hat als Unfallauslöser bei Mühleberg und Beznau verheerende Folgen. Dies belegen sämtliche Gutachten von Betreiber- und Behördenseite, welche bisher gemacht worden sind. Der Erdbebenunfall ist so genannt risikodominant. Das bedeutet, dass etliche Sicherheitssysteme ausfallen würden und deshalb die Freisetzung von radioaktiver Strahlung extrem hoch wäre.

Im AKW Mühleberg sind unter anderen folgende Sicherheitssysteme nicht gegen SSE ausgelegt: Vergiftungssystem für die Notabschaltung, Kernsprühsystem, Toruskühlsystem STCS (Reservoir für die Nachkühlung bei Unfällen), Brennelementbecken-Kühlsystem, Notabluftsystem, 2 von 4 Notstromdieselanlagen (HSK:Gutachten zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung PSü des AKW Mühleberg, 2002).

Im September 2000 hat die „Aktion Mühleberg stilllegen AMüs“ (Vorgängerorganisation von FokusAntiAtom) nachgewiesen, dass das Srahlenschutzgesetz im Maschinenhaus des AKW Mühleberg nicht eingehalten wird: Schon nach alten Erdbebenbemessungen waren die entsprechenden Unfälle von den schweizerischen Atom-Behörden unterschätzt und verharmlost worden. Das Öko-Institut Darmstadt bestätigte im selben Jahr in einer Studie, welche von der Organisation in Auftrag gegeben worden war, diese Gefährdung. In der Folge reichte AMüs am 8. September 2000 gemeinsam mit anderen Organisationen und Betroffenen aus der Umgebung beim Bundesrat eine Klage ein, dass das AKW sofort stillgelegt werden müsse, zumindest bis das Maschinenhaus nachgerüstet sei. Die Organisationen wurden auf die Behördenstudien vertröstet, die Klage ist immer noch hängig.

Angesichts der neuen Erkenntnisse durch die Studie PEGASOS und die bisherige Nachlässigkeit der Behörden ist eine sofortige Stilllegung der schweizerischen Altreaktoren dringend.

Bern, 28. Juni 2007 Medienmitteilung FokusAntiAtom

Mit Besorgnis hat „FokusAntiAtom“ die Erdbebenstudie für die AKW-Standorte (PEGASOS) und die Folgerungen der überwachungsbehörden (Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen HSK) zur Kenntnis genommen. Seit Jahren weist FokusAntiAtom auf die Gefährdung der AKW durch Erdbeben – vor allem für Mühleberg und Beznau – hin und fordert deshalb die Stilllegung der drei Altreaktoren. Eine Klage der Organisation vor dem Bundesrat wegen Erdbebengefährdung im AKW Mühleberg ist immer noch hängig.

Das schwere Erdbeben (Sicherheitserdbeben SSE) hat als Unfallauslöser bei Mühleberg und Beznau verheerende Folgen. Dies belegen sämtliche Gutachten von Betreiber- und Behördenseite, welche bisher gemacht worden sind. Der Erdbebenunfall ist so genannt risikodominant. Das bedeutet, dass etliche Sicherheitssysteme ausfallen würden und deshalb die Freisetzung von radioaktiver Strahlung extrem hoch wäre.

Im AKW Mühleberg sind unter anderen folgende Sicherheitssysteme nicht gegen SSE ausgelegt: Vergiftungssystem für die Notabschaltung, Kernsprühsystem, Toruskühlsystem STCS (Reservoir für die Nachkühlung bei Unfällen), Brennelementbecken-Kühlsystem, Notabluftsystem, 2 von 4 Notstromdieselanlagen (HSK:Gutachten zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung PSü des AKW Mühleberg, 2002).

Im September 2000 hat die „Aktion Mühleberg stilllegen AMüs“ (Vorgängerorganisation von FokusAntiAtom) nachgewiesen, dass das Srahlenschutzgesetz im Maschinenhaus des AKW Mühleberg nicht eingehalten wird: Schon nach alten Erdbebenbemessungen waren die entsprechenden Unfälle von den schweizerischen Atom-Behörden unterschätzt und verharmlost worden. Das Öko-Institut Darmstadt bestätigte im selben Jahr in einer Studie, welche von der Organisation in Auftrag gegeben worden war, diese Gefährdung. In der Folge reichte AMüs am 8. September 2000 gemeinsam mit anderen Organisationen und Betroffenen aus der Umgebung beim Bundesrat eine Klage ein, dass das AKW sofort stillgelegt werden müsse, zumindest bis das Maschinenhaus nachgerüstet sei. Die Organisationen wurden auf die Behördenstudien vertröstet, die Klage ist immer noch hängig.

Angesichts der neuen Erkenntnisse durch die Studie PEGASOS und die bisherige Nachlässigkeit der Behörden ist eine sofortige Stilllegung der schweizerischen Altreaktoren dringend.