Leibstadt „Nie mehr ans Netz!“

Einzelne Brennelemente im AKW Leibstadt weisen Oxydationsschäden auf, weshalb das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI dem AKW nach der Revision im August 2016 keine Bewilligung erteilt hat, den Reaktor wieder einzuschalten. Die Oxydation der Brennelemente ist auf den mangelnden Kühleffekt des Reaktorwassers an den Brennelementen mit lokaler Überhitzung und in der Folge einer punktuellen Oxydation der Brennelemente zurückzuführen. Bei lokaler Überhitzung der Brennelemente bildet sich auf diesen ein Film aus Dampfblasen, welcher die Brennstäbe vom Kühlwasser isoliert. Dadurch erhitzen bzw. überhitzen sich die Brennstäbe, denn wegen des Films von Dampfblasen kommt zu wenig umfliessendes Kühlwasser in direkten Kontakt mit den, Hüllrohren der nuklearen Brennstoffelemente. Dieses Phänomen wird als «local Dryout» bezeichnet.


Das als «lokal Dryout» beschriebene Problem kann aus mehreren Gründen auftreten:

  • Zu hohe Leistung auf den Brennstäben: Bei der Berechnung der Kernladung (also wie viele Brennstäbe wie dotiert werden und wo in den Reaktor eingelegt werden) können Rechenfehler grosse Auswirkungen haben. So eben lokale Überhitzung.
  • Strömungsprobleme: Gerade bei  Neukonfigurationen des Brennstoffs (z.b. wenn ein neuer Brennelementyp eingesetzt wird, oder der Lieferant wechselt) kann es zu Veränderungen des Strömungsprofils innerhalb der Kernladung kommen. Werden die Brennelemente nicht richtig angeströmt kann dies lokal zu geringer Wärmeabfuhr führen. Also zu lokaler Überhitzung.
  • Wasserchemie: Das Reaktorwasser in einem AKW ist hochreines nahezu Ionenfreies Wasser, geringste Verunreinigungen können dazu führen dass Oxidationen oder Metallverschiebungen stattfinden können.
  • Leistungsoszillation: Die Regelung eines Atomreaktors ist heikel da die Leistung innerhalb sekundenbruchteilen überproportional ansteigen kann. Gerade die Dampfblasen spielen dabei eine wichtige Rolle, eine lokale Anhäufung dieser kann die Regelung des Reaktors stark beeinflussen. Die Regelung kann dann in ein Schwingen versetzt werden, wobei es bei Überschwingen auch zu lokalen Überhitzungen kommen kann. In den 90er Jahren wurde der Leistungsoszillation im AKW Leibstadt mittels der Anpassung der thermomechanischen Betriebsgrenzwerte (TMOL-Kurve) begegnet. Dampfblasen entstehen in einem Siedewasserreaktor auch im Normalbetrieb, wichtig ist die Kontrolle dieser.
  • Fertigungsprobleme: Letztendlich sind auch Fertigungsprobleme möglich. So könnten die Hüllrohre welche den Kernbrennstoff beinhalten stellenweise zu dünne Metallschichten aufweisen, Legierungen falsch sein, die Produktionsweise von den Anforderungen abweichen usw. Die Lieferung 2011-15 kam von Westinghaus Schweden.

Kühlsystem

Das Kühlsystem ist hauptsächlich der Kondensator welcher nach der Dampfturbine das Reaktorwasser kühlt, dieser Kondensator wiederum wird je nach dem über einen Kühlturm, oder über eine Flusskühlung Rück-gekühlt (Im Fall Leibstadt Kühlturm). Dieser Kreislauf ist eben der Kühlkreislauf. FunktionSiedewasserreaktor *.pptx


Brennelementschäden, nix neues!

Bereits in den 90er Jahren kam es im AKW Leibstadt zu Brennelementkorrosion. Im Abschlussbericht 1997/2001 ist folgendes zu Lesen: «Obwohl die grundlegenden Mechanismen für das Entstehen der ELK auch gegenwärtig noch nicht ausreichend bekannt sind,….».

 

1994 OSART Mission; „However, KKL has experienced a number of fuel Failures since the fifth cycle.“

1996 HSK Gutachten zur Leistungserhöhung: 4-1 „Die Vorkommnisse mit dem grössten Einfluss auf die Strahlenbelastung des Personals und auf die Verfügbarkeit der Anlage waren im KKL Brennstabschäden (Kap. 4.2) mit einer daraus resultierenden höheren Reaktorkühlmittelaktivität.“

1996 HSK Gutachten zur Leistungserhöhung: Auszug zu den Brennelementproblemen 4-35 bis 4-28

 

Fokus Anti-Atom machte bereist 2014 auf die Brennelementprobleme im AKW Leibstadt aufmerksam!

 

 


Leistungserhöhung mit Auflagen zu Brennstoffschaden!

Wann das AKW wegen Brennelementeschäden vom Netz muss wurde in einer Auflage zur Leistungserhöhung im Oktober 1998 von der HSK (heute ENSI) festgelegt. Im Sicherheitsgutachten 2009 steht:

„Die Freigabe der ersten Leistungserhöhung (LS1) bis 3327 MWth erfolgte durch die HSK im Oktober 1998. Der hinsichtlich Brennelementschäden störungsarme Betrieb wurde explizit als Voraussetzung für die Freigabe in die Auflage aufgenommen, da in den Jahren 1988 bis 1995 vermehrt Brennstabschäden im KKL auftraten, die mit einer grösseren Freisetzung von Brennstoff in das Reaktorwasser verbunden waren (s. Ausführungen in Kapitel 5.6 dieser Stellungnahme). Der Begriff „störungsarmer Betrieb hinsichtlich Brennelementschäden“ wurde von der HSK im Juli
19979 als Ausbleiben schwerer Brennelementschäden mit Freisetzung wesentlicher Mengen von Brennstoff ins Kühlmittel definiert. Schwere Schäden, die eine Leistungserhöhung nicht erlauben, liegen vor,
− wenn prognostiziert wird, dass bis Zyklusende mehr als 150 g Urandioxid in das Reaktorwasser freigesetzt werden; oder
− wenn die über drei Wochen gemittelte Jod-131-Konzentration im Reaktorwasser mehr als 50 % der in der Technischen Spezifikation des KKL festgelegten Grenze beträgt und eine steigende Tendenz aufweist; oder
− wenn, unabhängig von den Freisetzungen, Schäden an mehr als vier Brennelementen auftreten, wobei die Schadensursache noch nicht bekannt ist oder nicht behoben werden kann.
Im Jahr 1997 wurde erstmals erhöhte lokale Korrosion an einzelnen Brennelementhüllrohren im Bereich der Abstandshalter festgestellt. Auf Basis der vom KKL durchgeführten Messungen zur Ermittlung der Wanddicken der betroffenen Brennelementhüllrohre kam die HSK zu dem Schluss, dass das Fortschreiten der lokalen Korrosion durch die Änderung der wasserchemischen Parameter seit September 1997 wesentlich verringert wurde. Nach Ansicht der HSK war damit die in der Auflage genannte Voraussetzung eines hinsichtlich Brennelementschäden störungsarmen Betriebes erfüllt. Im
Betriebszyklus 1997/1998 trat dann auch lediglich ein fremdkörperbedingter Brennelementschaden auf, der zu keiner grösseren Freisetzung von Brennstoff in das Reaktorwasser führte.“

1999 wieder Brennstoffschaden!

Die Freigabe der zweiten Leistungserhöhung (LS2) bis 3420 MWth erfolgte durch die HSK im September
1999. Im Betriebszyklus 1999/2000 traten Schäden an neun Brennelementen mit Freisetzung von Brennstoff in das Reaktorwasser auf (es wurden ca. 80 g Urandioxid in das Reaktorwasser freigesetzt). Die Mehrzahl der Schäden wurde durch Fremdkörperreibung verursacht (später wurde vom KKL nachgewiesen, dass sämtliche Schäden durch Fremdkörperreibung verursacht worden waren).

2001 wieder Brennstoffschaden!

Die Freigabe der vierten und letzten Leistungserhöhung (LS4) bis 3600 MWth erfolgte durch die HSK im Dezember 200112. Im Betriebszyklus 2000/2001 trat ein geringer Brennelementschaden ohne Freisetzung von Brennstoff in das Reaktorwasser auf.


Neben Brennelementen versagten auch Steuerstäbe!

Auszug aus dem Sicherheitsbericht 2009 des AKW Leibstadt: „Neben den ursprünglichen Steuerstäben des Typs Duralife-100 und dem Nachfolgetyp Duralife-230 wurden ab Zyklus 17 (2000/2001) langlebige Steuerstäbe des Typs Marathon und ab Zyklus 20 (2003/2004) solche des Typs CR99 eingesetzt. Der Einsatz dieser neuen Typen auf Kontrollpositionen (Reaktivitätssteuerung während des Betriebs) war damit verbunden, dass es seit Frühjahr 1997 wiederholt zu Steuerstabschäden mit Auswaschung des Absorbermaterials Bor kam. Zur Auswaschung haben Steuerstäbe vom Typ Duralife-230, welche die vom Hersteller angegebene Einsatzgrenze bei Weitem noch nicht erreicht hatten, wesentlich beigetragen. Während der JHR 2003 wurden schliesslich alle Steuerstäbe des Typs Duralife-230 ersetzt.“


Medien

Aargauerzeitung 03.02.2017

Südkurier 03.02.2017

Stuttgarter Nachrichten 03.02.2017

NZZ 02.02.2017

srf 01.02.2017

Badische Zeitung 14.02.2017

Tagesanzeiger 01.02.2017

srf 19.12.2016

Aargauerzeitung 23.11.2016

Tagesanzeiger 16.06.2016

 


Betreiber Behörden:

KKL 19.12.2016

ENSI (1) 19.12.2016   ENSI (2) 19.12.2016

HSK 1997

 

Mühleberg: ENSI betrügt sich selbst?

Heute 27. Januar 2015 präsentiert das ENSI die Stellungnahme zum eingereichten Mühleberg Nachrüstkonzept der BKW. Das Erdbeben wird neu zur grössten Mühleberg Bedrohung! Es bleibt nur noch das Accident Management.

Der Anteil des Erdbebens als Auslöser für alle Kernschäden ist auf 83% hochgeschnellt: Das Verhältnis Erdbeb27en-CDF zu Gesamt-CDF beträgt 7,17 x 10-6  pro Jahr zu 8,61 x 10-6  pro Jahr!

FAA-MM

 

FAA-Kurzstellungnahme-zu-ENSI

 

ENSI-ForderungenAlt NichtErdbebenfest

35 Organisationen machen Druck auf Nachrüstungen in Mühleberg

35 Anti-Atom-, Umwelt-, Menschenrechtsorganisationen und Parteien verlangen sofortige Massnahmen gegen die nunmehr über drei Jahre dauernde Verschleppung von Nachrüstkonzepten im AKW Mühleberg. Sie fordern zu diesem Zweck vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK in einem Brief vom 20. Oktober 2014, die Verordnung zur Ausserbetriebnahme von Kernkraftwerken ABNV auf schnellstem Weg im Sinne einer superprovisorischen Verfügung zu präzisieren. Das AKW Mühleberg verletzt mehrfach die offiziellen Risikogrenzwerte und soll deshalb nach Inkraftsetzung der Verfügung sofort ausser Betrieb genommen werden und nur dann wieder in Betrieb gehen können, wenn belegt ist, dass im AKW ausreichende Nachrüstungen durchgeführt worden sind.

Abschalten statt Aussitzen!

Eine Artikel-Serie im Journal-B

 

Medienmitteilung

 

Brief an UVEK

 

Aufruf der 32 Organisationen

 

Info10_Fokus_Anti-Atom

OSART FollowUp- Mission im AKW Mühleberg

AKW-Mühleberg: die BKW ist noch lange nicht reingewaschen!

Vom 16.-20. Juni haben Aufsichtsspezialisten der Internationalen Atomenergieagentur IAEA im AKW Mühleberg überprüft, ob die am 25.10.2012 gerügten Mängel1 von Organisation und Prozessabläufen von der BKW verbessert worden sind. In grösseren Abständen führt die IAEA so genannte OSART-Missionen durch, bei der betriebliche und organisatorische Zustand des Kraftwerks durchleuchtet werden. Obwohl die IAEA eine Atomfördergemeinschaft ist2 , hat sie in den Berichten gravierende Mängel zu Mühleberg aufgedeckt. Die erste Mission fand im November 2000 statt. Schon damals wurde ein Missstand in Kabelsicherung und –kennzeichnung festgestellt. 2012 wurde dies wieder angeprangert. Schon 2000 wurde ein zu tiefes industrielles Sicherheitsniveau bemängelt. 2012 ebenso. Insgesamt wurde 2012 das Management für seine Passivität kritisiert.

Medienmitteilung Fokus Anti-Atom: 2014_06_20-FokusAntiAtom-KKM-OSART

Bericht auf ENSI HP: http://static.ensi.ch/1312877995/osartkkm_followup.pdf

Spiel mit Risiko geht weiter

Zum Anlass der ENSI-Vernehmlassung zum AKW Mühleberg

Was das ENSI heute unter dem Deckmantel “hohe Sicherheit“ verkauft, sind im Prinzip grosse Abstriche gegenüber dem Konzept DIWANAS,  für welches Anfangs 2012 schon das Freigabeverfahren begonnen hatte. Die BKW ringt dem ENSI minimale Nachrüst-Massnahmen ab. Das Ganze grenzt an Arbeitsbeschaffung für das ENSI. – Ein brisantes Dokument eines Westinghouse-Mitarbeiters legt zudem nahe: Die BKW hätte die umfassende Nachrüstung DIWANAS, welche vor 3 Wochen aufgegeben wurde, nicht nur finanziell, sondern auch technisch und atomrechtlich nicht mehr tätigen können.

Das AKW Mühleberg ist nicht annähernd auf den Stand der Technik zu bringen und muss deshalb sofort ausse rBetrieb gehen.

Medienmitteilung Fokus Anti-Atom:  2013_11_21_FokusAntiAtom

Erdbeben: Alt-AKW sofort stilllegen

Mit Besorgnis hat „FokusAntiAtom“ die Erdbebenstudie für die AKW-Standorte (PEGASOS) und die Folgerungen der überwachungsbehörden (Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen HSK) zur Kenntnis genommen. Seit Jahren weist FokusAntiAtom auf die Gefährdung der AKW durch Erdbeben – vor allem für Mühleberg und Beznau – hin und fordert deshalb die Stilllegung der drei Altreaktoren. Eine Klage der Organisation vor dem Bundesrat wegen Erdbebengefährdung im AKW Mühleberg ist immer noch hängig.

Das schwere Erdbeben (Sicherheitserdbeben SSE) hat als Unfallauslöser bei Mühleberg und Beznau verheerende Folgen. Dies belegen sämtliche Gutachten von Betreiber- und Behördenseite, welche bisher gemacht worden sind. Der Erdbebenunfall ist so genannt risikodominant. Das bedeutet, dass etliche Sicherheitssysteme ausfallen würden und deshalb die Freisetzung von radioaktiver Strahlung extrem hoch wäre.

Im AKW Mühleberg sind unter anderen folgende Sicherheitssysteme nicht gegen SSE ausgelegt: Vergiftungssystem für die Notabschaltung, Kernsprühsystem, Toruskühlsystem STCS (Reservoir für die Nachkühlung bei Unfällen), Brennelementbecken-Kühlsystem, Notabluftsystem, 2 von 4 Notstromdieselanlagen (HSK:Gutachten zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung PSü des AKW Mühleberg, 2002).

Im September 2000 hat die „Aktion Mühleberg stilllegen AMüs“ (Vorgängerorganisation von FokusAntiAtom) nachgewiesen, dass das Srahlenschutzgesetz im Maschinenhaus des AKW Mühleberg nicht eingehalten wird: Schon nach alten Erdbebenbemessungen waren die entsprechenden Unfälle von den schweizerischen Atom-Behörden unterschätzt und verharmlost worden. Das Öko-Institut Darmstadt bestätigte im selben Jahr in einer Studie, welche von der Organisation in Auftrag gegeben worden war, diese Gefährdung. In der Folge reichte AMüs am 8. September 2000 gemeinsam mit anderen Organisationen und Betroffenen aus der Umgebung beim Bundesrat eine Klage ein, dass das AKW sofort stillgelegt werden müsse, zumindest bis das Maschinenhaus nachgerüstet sei. Die Organisationen wurden auf die Behördenstudien vertröstet, die Klage ist immer noch hängig.

Angesichts der neuen Erkenntnisse durch die Studie PEGASOS und die bisherige Nachlässigkeit der Behörden ist eine sofortige Stilllegung der schweizerischen Altreaktoren dringend.

Bern, 28. Juni 2007 Medienmitteilung FokusAntiAtom

Mit Besorgnis hat „FokusAntiAtom“ die Erdbebenstudie für die AKW-Standorte (PEGASOS) und die Folgerungen der überwachungsbehörden (Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen HSK) zur Kenntnis genommen. Seit Jahren weist FokusAntiAtom auf die Gefährdung der AKW durch Erdbeben – vor allem für Mühleberg und Beznau – hin und fordert deshalb die Stilllegung der drei Altreaktoren. Eine Klage der Organisation vor dem Bundesrat wegen Erdbebengefährdung im AKW Mühleberg ist immer noch hängig.

Das schwere Erdbeben (Sicherheitserdbeben SSE) hat als Unfallauslöser bei Mühleberg und Beznau verheerende Folgen. Dies belegen sämtliche Gutachten von Betreiber- und Behördenseite, welche bisher gemacht worden sind. Der Erdbebenunfall ist so genannt risikodominant. Das bedeutet, dass etliche Sicherheitssysteme ausfallen würden und deshalb die Freisetzung von radioaktiver Strahlung extrem hoch wäre.

Im AKW Mühleberg sind unter anderen folgende Sicherheitssysteme nicht gegen SSE ausgelegt: Vergiftungssystem für die Notabschaltung, Kernsprühsystem, Toruskühlsystem STCS (Reservoir für die Nachkühlung bei Unfällen), Brennelementbecken-Kühlsystem, Notabluftsystem, 2 von 4 Notstromdieselanlagen (HSK:Gutachten zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung PSü des AKW Mühleberg, 2002).

Im September 2000 hat die „Aktion Mühleberg stilllegen AMüs“ (Vorgängerorganisation von FokusAntiAtom) nachgewiesen, dass das Srahlenschutzgesetz im Maschinenhaus des AKW Mühleberg nicht eingehalten wird: Schon nach alten Erdbebenbemessungen waren die entsprechenden Unfälle von den schweizerischen Atom-Behörden unterschätzt und verharmlost worden. Das Öko-Institut Darmstadt bestätigte im selben Jahr in einer Studie, welche von der Organisation in Auftrag gegeben worden war, diese Gefährdung. In der Folge reichte AMüs am 8. September 2000 gemeinsam mit anderen Organisationen und Betroffenen aus der Umgebung beim Bundesrat eine Klage ein, dass das AKW sofort stillgelegt werden müsse, zumindest bis das Maschinenhaus nachgerüstet sei. Die Organisationen wurden auf die Behördenstudien vertröstet, die Klage ist immer noch hängig.

Angesichts der neuen Erkenntnisse durch die Studie PEGASOS und die bisherige Nachlässigkeit der Behörden ist eine sofortige Stilllegung der schweizerischen Altreaktoren dringend.