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Wildi Tobias, Der Traum vom eigenen Reaktor
Die schweizerische Atomtechnologieentwicklung 1945–1969
Chronos Verlag 2003, ISBN: 3-0340-0594-6
«Ein Werk wie das Versuchsatomkraftwerk Lucens explodiert nicht, denn es kann gar nicht explodieren.» (Alt-Bundesrat Hans Streuli 1962) Thema des Buches ist eines der umfangreichsten Industrieprojekte in der Geschichte der Schweiz: Die Entwicklung eines eigenen Reaktortyps. Während eines Jahrzehnts bemühten sich zahlreiche Industriefirmen, Bundesstellen, wissenschaftliche Institute und Elektrizitätsgesellschaften, den Anschluss der Schweiz ans Atomzeitalter zu sichern. Im waadtländischen Lucens begann der Bau eines unterirdischen Versuchsatomkraftwerkes mit einem im Inland entwickelten Schwerwasserreaktor. Als der Reaktor am 21. Januar 1969 in Betrieb genommen wurde, geschah das, was Alt-Bundesrat Streuli 1962 noch für unmöglich gehalten hatte: Ein Brennelement des Reaktors explodierte und verseuchte die gesamte Reaktorkaverne. Sie musste in der Folge in jahrelanger Arbeit dekontaminiert werden. Das Buch untersucht das Beziehungsnetz zwischen den zahlreichen Akteuren, das während des Innovationsprozesses entstand. Es stellt die Frage, inwieweit der institutionelle Rahmen innovationshemmend und somit massgeblich für den Misserfolg verantwortlich war.
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Kupper Patrick, Atomenergie und gespaltene Gesellschaft
Die Geschichte des gescheiterten Projektes Kernkraftwerk Kaiseraugst
Chronos Verlag 2003, ISBN: 3-0340-0595-4
In der schweizerischen Gemeinde Kaiseraugst plante ein von der Motor-Columbus angeführtes, internationales Konsortium von 1965 bis 1989 den Bau eines Kernkraftwerkes. Schon die Planungsdauer macht deutlich, dass «Kaiseraugst» die üblichen Dimensionen eines technischen Projektes bei weitem sprengte. Neben seiner Karriere als elektrotechnisches Infrastrukturprojekt durchlief «Kaiseraugst» eine zweite Karriere als Projektionsfläche und Verhand.lungsraum für unterschiedlichste Vorstellungen gesellschaftlicher Entwicklung. Die beiden Karrieren entwickelten sich seltsam unterschiedlich. Auf der einen Seite machte das Projekt Jahrzehnte ungestümer Fortschritte in der Atomkraftwerkstechnologie mit. Auf der anderen Seite erlebte es den dramatischen Akzeptanzverlust dieser Technologie in der Gesellschaft. Nachdem die Atomkraftwerkspläne Mitte der 1960er Jahre allseits begrüsst worden waren, entwickelte sich das Vorhaben im folgenden Jahrzehnt zu einem politischen Streitgegenstand ersten Ranges. Anstatt Atomkerne begann das Projekt die schweizerische Gesellschaft zu spalten. Neben Bundesakten wertet die Studie erstmals die Bestände der verhinderten Bauherrin, der Kernkraftwerk Kaiseraugst AG, aus. Sie stellt die unterschiedlichen Akteure, ihre Allianzen und Interessen detailliert dar, analysiert die Mechanismen des wirtschaftlichen und des politischen Systems und diskutiert die Grundlagen gesellschaftlicher Machtausübung. Der Autor fragt nicht nur, warum das KKW Kaiseraugst nicht realisiert wurde. Er interessiert sich auch, wie es kommen konnte, dass in Kaiseraugst Grundwerte der schweizerischen Gesellschaft wie Demokratie, Rechtsstaat und Föderalismus, Wirtschaftsordnung, technischer Fortschritt und Umweltschutz zur Debatte gestellt wurden.
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Susan Boos, Beherrschtes Entsetzen
Das Leben in der Ukraine zehn Jahre nach Tschernobyl
Rotpunktverlag 1996, ISBN: 3-85869-162-3
In dieser grossen Reportage berichten Bäuerinnen, Minister, Ärztinnen, Feuerwehrmänner, Arbeiterinnen, verzweifelte Eltern und besorgte WissenschaftlerInnen über den Schock, den Alltag und den Kampf um ihre Zukunft. Susan Boos erzählt die Geschichte dieser Menschen. Es ist die Geschichte einer Katastrophe, die im Westen noch lange nicht erkannt und in der Ukraine noch lange nicht bewältigt ist.
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Susan Boos, Strahlende Schweiz
Handbuch zur Atomwirtschaft
Rotpunktverlag 1999, ISBN: 3-85869-167-4
Das AKW Beznau ist so alt, dass es sich nicht nachrüsten lässt. Mühleberg hat Risse im Kernmantel und darf trotzdem am Netz bleiben. Und Leibstadt gilt als Investitionsruine und produziert viel zu teuren Strom. Dennoch hat die Atomlobby praktisch freie Hand und versucht die Öffentlichkeit glauben zu machen, dass nur Atomstrom die Welt vor der Klimakatastrophe retten könne. Das Buch »Strahlende Schweiz« von Susan Boos legt dar, weshalb dies nicht stimmt, zeichnet aber auch die Anfänge der Schweizer Atomgeschichte nach, schildert die aktuellen Risiken der AKW Beznau, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt und gibt einen Ausblick ins nächste Jahrtausend. «...wer gezielt vorgeht, geht gestärkt und mit fundiertem Faktenwissen in die tagesaktuelle Debatte», TA vom 9.6.99
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Grün gewinnt
Die letzte Ölkrise und danach
orell Füssli ISBN 3-280-05054-5
Wir nähern uns einer historischen Wende. Die Zeit des billigen Erdöls geht zu Ende. Ob der letzte Tropfen in 30 oder in 60 Jahren fliesst, ist ziemlich nebensächlich. Schon im laufenden Jahrzehnt - vor 2010 - wird die weltweite Ölförderung sinken. Dieses Ereignis wird unsere Energieversorgung auf den Kopf stellen. Der Wettlauf um die letzten Reserven hat längst begonnen.
Aus dem Inhalt:- Atomenergie; Kalkulierte Menschenopfer
- Erdöl; der Schlussverkauf hat begonnen
- Energieproduktivität: Brücke zur Nachhaltigkeit
- Die Sonne kommt
- Billiger und friedlicher als Erdöl; Windenergie
- So funktioniert der Schweizer Atomausstieg
- Was die Politik leisten muss
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Gorlebener Turmbesetzerinnen, Leben im Atomstaat
Im atomaren Ausstiegspoker ist unser Widerstand der Joker
Eigenverlag 1996, ISBN: 3-928117-06-8
TurmbesetzerInnen GbR, c/o Rondel, D-29439 Lüchow Die Kapitel: Radioaktive Irrwege, Atommüllrepublik Deutschland, Plutonium WAAn,Atomfilz, Justitia Atomaris, Leben im Widerstand, Sonnige Zukunft
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Broschüre Juni 2000, ~50 Seiten
Frage an die Atomaufsicht: Wie g e f ä h r l i c h müssen AKW sein, damit sie endlich stillgelegt werden?
- Vorwort
- Thesen
- Was ist denn Sicherheit?
- Es besteht Verdunkelungsgefahr
- Betriebssicherheit
- Vorsorgemassnahmen
- Umgang mit Gefahrentechnologie
- überblick über technische Regeln
- Was ist Risiko?
- Strahlenschutz
- Technische Auslegung
- Normen
- "Störfälle"
- Kerntechnische Regeln
- Probabilistische Sicherheitsanalysen
- Stand von Wissenschaft und Technik
- AKW Mühleberg
- Von Anfang an ein Pannen-Werk
- Die grosse Gefahr
- Verletzung elementarer Regeln
- GAU: das ist in Mühleberg der Super-GAU
- Erdbeben: Völlig ungenügender Schutz
- Schutz gegen Brand, überflutung etc. ungenügend
- Fehlender Schutz gegen Flugzeugabsturz
- Internationale Kritik an der HSK
Inhalt der Studie |
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Studie (Beurteilung) des Oeko-Institut Darmstadt (D)
Teil A, ~50 Seiten, Bern März 1991
Beurteilung der zur Erlangung einer endgültigen Betriebsbewilligung für das AKW Mühleberg öffentlich aufgelegten Unterlagen
im Auftrag des Vereins Mühleberg unter der Lupe |
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Gutachten des instituts Cultur Prospectiv, Zürich
Teil 2,~50 Seiten, Bern 1990
Grosskatastrophe im Kleinstaat: Zur Früherkennung sozialer, politischer und kultureller Auswirkungen eines AKW-Unfalls im Fall der Schweiz
Unabhängiges Gutachten im Auftrag des Vereins Mühleberg unter der Lupe |
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Gutachten des Oeko-Institut Darmstadt (D)
Teil 1,~200 Seiten Bern, 1990
Ausgewählte Sicherheitsprobleme und Auswirkungen von schweren Unfällen des AKW Mühleberg/Schweiz
Unabhängiges Gutachten im Auftrag des Vereins Mühleberg unter der Lupe |
| Studien und Themenpapiere der CH-Anti-AKW Bewegung |
In die Zukunft ohne Atomenergie ~50 Seiten
Ausstieg innert 10 Jahren, Gewinn für Umwelt und Arbeitsplätze, Coalition Anti Nucleaire, Dez.1995 |
WAA, ~50 Seiten
Die Wiederaufbereitung von abgebrannten Brennelementen aus Schweizerischen Atomkraftwerken |
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