FokusAntiAtom
Das lange Leiden der Lakota

Vortragsabend mit Elder Charmaine White Face im Hotel Bern 15. September 2015 19:30 Uhr in Bern
Elder Charmaine Whiteface
Sprecherin der traditionellen Regierung der Oglala Tituwan Oceti Sakowin Great Sioux Nation, USA.

Das indigene Volk der Lakota leidet unter den gesundheitlichen Folgen radioaktiver Strahlung aus 3272 Altlasten des Uranbergbaus auf ihrem Stammesterritorium. Schutzlos ist die Gesundheit von zehn Millionen Menschen durch die hochgradige Verseuchung von Grundwasser, Flüssen und Seen betroffen. Neuerdings soll eine benachbarte Uranmine wieder in Betrieb gehen. Charmaine White Face kämpft für die Anerkennung ihrer Stammesrechte gegenüber den USA, gegen den Uranabbau, und fordert im Namen der Lakota die umfassende Renaturierung der Minen und die Bezahlung von Entschädigungen. Sie weilt zur Ständeratsdebatte über den Atomausstieg in Bern, denn es ist ihr ein zentrales Anliegen, dass die Schweiz schnell und ganz aus der Atomenergie aussteigt: Uranabbau − der erste Schritt der nuklearen Produktionskette − hat nicht nur lokale, sondern globale Folgen.

Der reich bebilderte Vortrag ist auf Englisch, mit Übersetzung auf Deutsch.

Ein Anlass organisiert durch:
Incomindios Fokus-Anti-Atom atomausstieg.ch Mühleberg-Ver-fahren

2014.10.20 Brief an UVEK
Einladung

 
Mühleberg: Gehört zu den ältesten AKW der Welt

Im April 2015 wurden gemäss der IAEA (PRIS) in Japan 5 Reaktoren definitv vom Netz genommen. Damit ist Mühleberg unter den ältesten AKW der Welt weiter nach hinten/vorne gerutscht. Die Erst-Inbetriebnahme des AKW erfolgte 1971 nach einem Brand im AKW ging es dann erst 1972 ans Netz. Demnach rangiert das AKW Mühleberg als zwölft- (1971) oder zwanzigst (1972) ältestes AKW der 238 Weltweit installierten konventionell genutzten Atom-Reaktoren. Insgesamt sind 3 der fünf Schweizer AKW unter den ältesten Reaktoren der Welt.

2014.10.20 Brief an UVEK
Älteste AKW der Welt

 
Mühleberg: ENSI betrügt sich selbst?

Heute 27. Januar 2015 präsentiert das ENSI die Stellungnahme zum eingereichten Mühleberg Nachrüstkonzept der BKW. Das Erdbeben wird neu zur grössten Mühleberg Bedrohung! Es bleibt nur noch das Accident Management.

Der Anteil des Erdbebens als Auslöser für alle Kernschäden ist auf 83% hochgeschnellt: Das Verhältnis Erdbeben-CDF zu Gesamt-CDF beträgt 7,17 x 10-6  pro Jahr zu 8,61 x 10-6  pro Jahr!

Medieneinladung
ENSI


2014.10.20 Brief an UVEK
1. Reaktion
2014.10.20 Brief an UVEK
Medienmitteilung

 
Kernmantel Mühleberg: Blinde Konzepte und Ahnungslosigkeit

In der Jahresrevision 2014 des Atomkraftwerks Mühleberg sind im Kernmantel in ihrer Art unerklärliche, für die offizielle Atomfachwelt „atypische“ Risse ins Grundmaterial der Bleche entdeckt worden. Die BKW Energie AG und das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI geben vor, solche Risse seien erst jüngst in den USA entdeckt worden, aber die bruchmechanischen Analysen würden keine akuten Probleme zeigen. Untersuchungen von Fokus Anti-Atom zeigen, dass das Phänomen seit 2008 in den USA und in Japan mehrfach aufgetreten ist – und dass man Strahlenwirkungen befürchtet. Analysen lassen bis Ende 2015 auf sich warten. Die Schweiz läuft einmal mehr hintennach und wartet ab. Ein Mailwechsel von Fokus Anti-Atom mit BKW und ENSI belegt dies.

2014.10.20 Brief an UVEK
Medienmitteilung

2014.10.20 Brief an UVEK
Untersuchung Kernmantel

Mailwechsel ENSI BKW .doc

 
Reaktorregelungs- und Brennstoffprobleme im AKW Leibstadt
Fokus Anti-Atom kontrolliert regelmässig die veröffentlichten Daten zum Betrieb von Atomreaktoren in der Schweiz. Dabei ist uns aufgefallen dass das AKW Leibstadt im Juli mit mehreren Problemen zu kämpfen hatte.
2014.10.20 Brief an UVEK
Medienmitteilung

 
35 Organisationen machen Druck auf
Nachrüstungen in Mühleberg
35 Anti-Atom-, Umwelt-, Menschenrechtsorganisationen und Parteien verlangen sofortige Massnahmen gegen die nunmehr über drei Jahre dauernde Verschleppung von Nachrüstkonzepten im AKW Mühleberg. Sie fordern zu diesem Zweck vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK in einem Brief vom 20. Oktober 2014, die Verordnung zur Ausserbetriebnahme von Kernkraftwerken ABNV auf schnellstem Weg im Sinne einer superprovisorischen Verfügung zu präzisieren. Das AKW Mühleberg verletzt mehrfach die offiziellen Risikogrenzwerte und soll deshalb nach Inkraftsetzung der Verfügung sofort ausser Betrieb genommen werden und nur dann wieder in Betrieb gehen können, wenn belegt ist, dass im AKW ausreichende Nachrüstungen durchgeführt worden sind.
http://www.abschaltenstattaussitzen.ch/Medien/News/

2014.10.20 Brief an UVEK
Brief an UVEK

2014.10.21 Medienmitteilung
Medienmitteilung

MÜHLEBERG AUF DER TAGESORDNUNG STEHT DIE VORLÄUFIGE AUSSERBETRIEBNAHME, NICHT EIN SPIEL AUF ZEIT

Fokus Anti-Atom wehrt sich entschieden gegen das Vorgehen der BKW, welche mit einer minimalen Nachrüstung auf Zeit spielt:

Das AKW Mühleberg hat keine Reserven. Schon gar nicht sind die Nachrüstungen von der Laufzeit bis 2019 abhängig, die kommuniziert werden (und nirgends verbindlich festgelegt sind). Es geht nicht um Alterungsprozesse, bei denen man gewisse Margen ausreizen kann, sondern um eine grundsätzlich falsche Bauweise des AKW Mühleberg. Deshalb ist es falsch, zu glauben, es brauche für 5 Jahre weniger Nachrüstungen als für 10 Jahre und mehr.
  • Das AKW Mühleberg ist das einzige AKW der Welt, welches sämtliche Notkühlpumpen im Keller ("Ebene -11m") direkt unter dem ringförmigen Wasserreservoir (Torus, 27 m Durchmesser!) für die Notkühlung aufgestellt hat.
  • Alle AKW des Mühleberg-Typs verfügen über separierte, brand- und überflutungsgeschützte Räume, in welche die Pumpen untergebracht sind. Eine schlechtere Position kann man sich nicht vor-stellen. Nur Ökonomische Gründe haben eine andere Platzierung verhindert.
  • Nicht nur ein Leck im Torus, auch etliche weitere Szenarien von Lecks und Rohrbrü-chen, sogar ein Leck im Brennelementbecken auf der obersten Etage des AKW Müh-leberg kÖnnen zu einer überflutung führen.
  • Dass Wassermassen direkt von der obersten in die unterste Etage einer Atomanlage gelangen und diese letzte überfluten kÖnnen, legt ein weiteres Zeugnis vom katastro-phalen Zustand von Mühleberg ab.
  • Die Pumpen sind nicht auf dem Stand der Technik, sie sind nicht gegen Spritzwasser von Sprinkleranlagen etc. geschützt .
  • Das Pumpsystem, welches die überflutung auf der Ebene -11m verhindern soll, ist viermal zu klein dimensioniert, und die Halterungen taugen nicht gegen Erdbeben. Auch hier hat man jahr(zehnte)elang gespart.

Die ursprünglich vorgesehenen, weit über 100 Millionen Franken teure Nachrüstungen hätten die Baustruktur an die Grenzen belastet und neue, komplizierte Bohrungen erfordert; das mag auch ein Grund sein, weshalb dieses Projekt aufgegeben wurde.

Dass das ENSI diese Zustände geduldet und in den Verfahrensschriften vor dem Bundesgericht sogar mit Nachdruck auf unsere Kritik hin verteidigt hat, spricht Bände. Erst als 2011 bei Berechnungen zu hohe Wahrscheinlichkeitszahlen für eine Kernschmelze mit früher massiver Verseuchung der Umwelt herauskamen, wurde das ENSI aufgeschreckt.

Die jetzt angekündigten Nachrüstungen mit dem prognostizierten Laufzeitende zeigen, dass der BKW die Sicherheit egal ist: Die Betreiber tanzen dem Überwacher auf der Nase herum.

Die BKW hat die gesetzlichen Anforderungen für die Einhaltung der Strahlenschutzverordnung nie bewiesen. Das AKW muss aus rechtlichen Gründen sofort vom Netz gehen, bis die Nachrüstungen erfolgt sind. Ausschlaggebend dafür ist die Ausserbetrienahmeverordnung.