17. 7. 2011
Der Sonntag: "Ex-Chef der Atomkommission fordert Oberaufsicht für Ensi "

Fokus Anti-Atom legt sein neuestes Hintergrundpapier zum Unfall von Fukushima auf und zeigt: das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) unterschlägt die technischen Sicherheitsprobleme und versäumt seine gesetzliche Pflicht, die Sicherheit der Schweizer AKW nach den neuen Erkenntnissen aus Fukushima Daiichi zu prüfen.

Die Reaktion des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspekorats Ensi auf Fukushima sei unprofessionell, sagt Walter Wildi. Die Behörde sei zu einer unabhängigen Aufsicht nicht fähig. Ein neuer Bericht von Fokus Anti-Atom wirft zudem Fragen zum Vorgehen der Behörde auf. (von Yves Demuth). Lesen Sie mehr.

Weitere Informationen:

Hintergrundbericht: ENSI unterschlägt technische Sicherheitsprobleme in Fukushima

Illustration mit Legende, hochauflösend


15. 7. 2011
swissinfo.ch: "Ensi-Unabhängigkeit erneut in Frage gestellt"

Die Aufsichtsbehörde des Bundes leiste PR-Dienste für die Mühleberg-Betreiberin BKW, kritisiert die Organisation Fokus Anti-Atom (von Renat Kuenzi). Lesen Sie mehr.


11. 7. 2011
Medienmitteilung: "ENSI, PR-Abteilung der BKW?"

Am Samstag, 09. Juli 2011, entdeckte Fokus Anti-Atom den Artikel „Risse im Kernmantel Mühleberg unter Kontrolle“ auf der Eintrittsseite der ENSI- Homepage.
Der Artikel wurde am Freitagabend mit PR-Material der BKW auf die ENSI-Homepage montiert. Wir stellen fest, dass es nicht Aufgabe des ENSI sein darf, den Standpunkt der BKW oder anderer AKW-Betreiber zu verteidigen oder gar eine aus Sicht ihrer Beaufsichtigten unangenehme Medienberichterstattung zu verurteilen. Vielmehr wäre es angebracht gewesen, sich zu den nicht nachvollziehbaren Nachrüstungen der Notkühlwasserfassung des KKM und dem notwendigen Bewilligungs- oder Freigabeverfahren für die von der BKW angesagten Nachrüstungen zu äussern.

Beilagen:

Brief Fokus Anti-Atom an ENSI

www.ensi.ch, Risse unter Kontrolle


10. 7. 2011
SonntagsZeitung: "Abwiegeln und ignorieren: AKW-Aufsicht zeichnet sich durch Nichtstun aus."

Die SonntagsZeitung berichtet nach Hinweisen von Fokus Anti-Atom über die haarsträubende Tatsache, dass beim AKW Mühleberg sämtliche Notkühlpumpen für Reaktor und Dampfabbaukammer (Torus) in einem einzigen Raum, zuunterst im Reaktorgebäude stehen. Im selben Raum steht auch der Torus, ein riesiger Blechring gefüllt mit 2'200 Kubikmetern Wasser, um darin Dampf abzubauen (kondensieren). Gibt es in diesem Einflussbereich eine grössere Leckage oder einen Brand, fallen sämtliche(!) aktiven Kühlsysteme aus. Bei Fukushima wurde ebendieser Torus beim Unfall leckgeschlagen, der Raum ist seit Monaten mit extrem radioaktiv verseuchtem Wasser geflutet.

Lesen Sie den Artikel von Catherine Boss.


8. 7. 2011
Beobachter.ch: "Der Riss geht ganz durch"

Der Riss geht Durch

Am Kernmantel des AKWs Mühleberg wurde erstmals ein wanddurchdringender Riss entdeckt. Das Nuklearsicherheitsinspektorat wiegelt ab. Lesen Sie mehr


4. 7. 2011
tagesanzeiger.ch/Newsnetz: "Kein Aufatmen in Mühleberg"

Fokus Anti-Atom erklärt, weshalb das Atomkraftwerk Mühleberg auch nach den Sicherheitsanpassungen nicht sicher sein wird (von Jan Derrer). Video und Text.


3. 7. 2011
SonntagsZeitung: "AKW Mühleberg: Schwere Fehler der Aufsicht"

Die SonntagsZeitung (Catherine Boss und Pascal Tischhauser) deckt nach Hinweisen von Fokus Anti-Atom schwere Fehler bei der AKW-Aufsichtsbehörde ENSI auf. Lesen Sie mehr.

Fokus Anti-Atom verweist auf seinen Bericht "Erdbeben und Überflutung, Ausfall der Notstromversorgung" und Beilagen vom 17. März 2011.

Fokus Anti-Atom Mitglied Markus Kühni hat dem ENSI bereits am 14. März (drei Tage nach Fukushima) eine Vorversion des Monate vor Fukushima recherchierten Berichts zur Stellungnahme vorgelegt. Ohne jemals eine Antwort bekommen zu haben (Belege siehe Beilagen).


29. 6. 2011
Medienmitteilung von Fokus Anti-Atom zur vorsorglichen Ausserbetriebnahme des AKW Mühleberg.

Die BKW hat heute die vorsorgliche Ausserbetriebnahme des AKW Mühleberg bekannt gegeben. Anlass sei die Nachrüstung von Kühlwasserfassungen für das Notstandssystem (SUSAN).

Fokus Anti-Atom nimmt mit Genugtuung die Bestätigung der von ihr seit Monaten dokumentierten Zweifel an der Sicherheit der SUSAN-Kühlwasserfassung zur Kenntnis.

Fokus Anti-Atom begrüsst im Prinzip jegliche Verminderung der Risiken von Atomkraftwerken. Sie protestiert aber entschieden gegen das Vorgehen, welches die Atombehörde ENSI (Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorat) und die BKW wählen. Beim ENSI sind keine Informationen über diese Nachrüstung verfügbar, weder wie diese technisch aussieht, noch ob das ENSI diese bereits geprüft, geschweige denn bewilligt hätte. Fokus Anti-Atom befürchtet, dass BKW und ENSI nach den Katastrophen in Fukushima unter dem Deckel mit einem Flickwerk beginnen, welches insgesamt eher negative Wirkungen auf die nukleare Sicherheit haben könnte.

Anhand der spärlichen preisgegeben Informationen zur geplanten Nachrüstung lassen sich leider keine detaillierten Einschätzungen abgeben. Tatsache bleibt jedoch, dass als Quelle für das Kühlwasser weiterhin ausschliesslich auf die Aare gesetzt wird. Die Aare, welche bei einem Hochwasser- bzw. Dammbruchereignis sehr viele Sedimente, Geschiebe und Schwemmgut transportiert, wie Fokus Anti-Atom dargestellt hat. Eine störungsfreie Kühlwasserfassung bzw. eine genügende Qualität des Kühlwassers wird auch bei einer zweiten, nur wenige Dutzend Meter entfernten Fassung kaum zu gewährleisten sein. Ausserdem stellt sich die Frage der Stromversorgung dieser zusätzlichen Wasserfassung. Diese ist hinsichtlich Mehrfachauslegung, Bunkerung etc. mindestens nach den Massstäben der bisherigen Notstandsanlagen auszuführen.

Auch abgesehen von der Kühlwasserfassung bestehen vielfältige ernsthafte Zweifel an der Sicherheit des AKW Mühleberg. Fokus-Anti-Atom verweist auf sein gestern publiziertes Hintergrundpapier "Sicherheitsattest für Schweizer AKWs basiert auf Fehlaussagen des ENSI zu Fukushima".

Fokus Anti-Atom fordert folgende Minimal-Aktionen:

  • Durchgehende Transparenz bei der Nachrüstung der Kühlwasserfassung

  • Vollständige Ausmessung der Kernmantelnähte und der Zugankernachrüstung

  • Offenlegung des Instandhaltungskonzepts des Kernmantels 

  • Erdbebenertüchtigung des Notstromdiesels im Maschinenhaus, welcher etliche Notkühlsysteme speist

  • Verstärkung des Maschinenhauses, bei welchem im Erdbebenfall die Strahlenschutzverordnung nicht eingehalten ist

  • Offenlegung oder Einsichtsrecht zum Sicherheitsberichts 2010 der BKW an das ENSI

Weitere Informationen:

Hintergrundpapier "Gefährdung durch Hochwasser und Dammbruch beim AKW Mühleberg"

Hintergrundpapier "Sicherheitsattest für Schweizer AKWs basiert auf Fehlaussagen des ENSI zu Fukushima"

Illustration der geplanten Nachbesserung, so wie Fokus Anti-Atom sie aus den spärlichen Informationen rekonstruieren kann. Viele Fragen bleiben offen. (Klicken um eine grössere Darstellung zu erhalten. Bild darf mit Quellenvermerk "Fokus Anti-Atom" verwendet werden)


27. 6. 2011
Medienmitteilung: "Sicherheitsattest für Schweizer AKWs basiert auf Fehlaussagen des ENSI zu Fukushima"

Medienmitteilung, Fokus Anti-Atom vom 27. Juni 2011

Hintergrundpapier "Fehleinschätzungen des ENSI"

New York Times "Hidden Dangers" vom 17. Mai 2011

http://www.muhleberg-illimite-non.ch/

Mühleberg-Ver-fahren

Verfahren gegen die unbefristete Betriebsbewilligung für das AKW Mühleberg.

Whistleblower Enter here

Nuklear-Leak