{"id":260,"date":"2015-10-31T21:40:41","date_gmt":"2015-10-31T20:40:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fokusantiatom.ch\/?page_id=260"},"modified":"2026-03-15T21:47:26","modified_gmt":"2026-03-15T20:47:26","slug":"goesgen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/?page_id=260","title":{"rendered":"G\u00f6sgen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/G\u00f6sgen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"http:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/G\u00f6sgen-300x225.jpg\" alt=\"AKW G\u00f6sgen Bild: JJ 24.10.2010 \" class=\"wp-image-660\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/G\u00f6sgen-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/G\u00f6sgen-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/G\u00f6sgen.jpg 1459w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">AKW G\u00f6sgen<br>Bild: JJ 24.10.2010<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\nDas <a href=\"https:\/\/www.kkg.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Atomkraftwerk G\u00f6sgen<\/a>&nbsp;KKG der <a href=\"http:\/\/www.alpiq.ch\/unser-angebot\/unsere-anlagen\/thermische-kraftwerke\/kernkraftwerke\/nuclear-power-plants.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alpique (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin)<\/a>&nbsp;liegt auf halbem Weg zwischen den St\u00e4dten Olten und Aarau in der N\u00e4he im&nbsp;n\u00f6rdlichen Mittelland. Das AKW der&nbsp;1000-Megawattklasse (1Gigawatt Klasse) 3-Loop Anlage nahm im November 1979 den kommerziellen Betrieb auf.\n\n\n\n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Das AKW G\u00f6sgen&nbsp;besch\u00e4ftigt rund&nbsp;500 Mitarbeiter. Am AKW&nbsp;G\u00f6sgen-D\u00e4niken AG, welche die Anlage betreibt, sind f\u00fcnf Partner beteiligt: die Alpiq AG (40%), die Axpo Power AG (25%), die Stadt Z\u00fcrich (15%), die Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW, 12,5%) und die Energie Wasser Bern (ewb, 7,5%). Die Gesch\u00e4ftsleitung liegt in den H\u00e4nden der Alpiq.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Technische Daten des AKW&nbsp;G\u00f6sgen&nbsp;(Kernkraftwerk G\u00f6sgen KKG)<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Lieferant<\/td><td><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kraftwerk_Union\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>KWU<\/strong><\/a><\/td><td>Eigent\u00fcmer<\/td><td><strong>Kernkraftwerk G\u00f6sgen-D\u00e4niken AG<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Reaktortyp<\/td><td>Druckwasser <strong>DWR<\/strong>\/<strong>PWR<\/strong><\/td><td>Leistung el Netto<\/td><td><strong>&nbsp;1010 MW<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Contaimnent<\/td><td><strong>&#8211;<\/strong><\/td><td>Leistung el Brutto<\/td><td><strong>1060 MW<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Leistung therm<\/td><td><strong>3002 MW<\/strong><\/td><td>K\u00fchlmittelumw\u00e4lzung<\/td><td><strong>3 Loops<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Baubeginn<\/td><td>1973. Dez. 01<\/td><td>Erstmals Kritisch<\/td><td><strong>1979. Jan. 20<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Erstmals am Netz<\/td><td><strong>1979. Feb. 02<\/strong><\/td><td>Kommerzieller Start<\/td><td><strong>1979. Nov- 01<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Ausserbetriebnahme<\/td><td><strong>?<\/strong><\/td><td>\u00a0<\/td><td><strong>\u00a0<\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Beteiligungen (2026.03.15)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alpiq AG (40%),<br>Axpo Power AG (25%),<br>Stadt Z\u00fcrich (15%),<br>Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW, 12,5%) und<br>Energie Wasser Bern (ewb, 7,5%).<br>Die Gesch\u00e4ftsleitung liegt in den H\u00e4nden der Alpiq.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>1<\/td><td><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kernkraftwerk_G%C3%B6sgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">G\u00f6sgen auf Wikipedia<\/a><\/td><\/tr><tr><td>2<\/td><td><a href=\"https:\/\/www.kkg.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">KKG aktuell<\/a><\/td><\/tr><tr><td>3<\/td><td><a href=\"https:\/\/pris.iaea.org\/PRIS\/CountryStatistics\/ReactorDetails.aspx?current=58\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das AKW auf der Homepage der IAEA<\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"[Momentaufnahmen] Episode 6 - Die Atomdebatte\" width=\"840\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/XMDArWkj58E?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a02026 Feb: <a>G\u00f6sgen, Risiko seit Inbetriebnahme<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>In der Stellungnahme der HSK (Hauptabteilung f\u00fcr die Sicherheit der Kernanlagen) zur Periodischen Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung (PS\u00dc) des AKW G\u00f6sgen im Jahr 1999 stellte diese folgendes fest: &#8222;Im Unterschied zu anderen Anlagen des gleichen Lieferanten werden im KKG keine ged\u00e4mpften R\u00fcckschlagklappen verwendet. KKG muss den sicherheitstechnischen Nachweis erbringen, dass ged\u00e4mpfte Speisewasser-R\u00fcckschlagklappen nicht erforderlich sind und diesen bis Ende 1999 der HSK vorlegen.&#8220;<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Erst 1999, 20 Jahre nachdem das AKW 1979 in Betrieb genommen wurde, erkannte die HSK (das heutige ENSI<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a>) diesen Mangel. Danach machte sich der Betreiber des AKW G\u00f6sgen daran, die Nachweise zu erbringen. In der Stellungnahme 2012 zur PS\u00dc 2008 rapportierte das ENSI den Mangel als behoben: &#8220; Aufgrund der Ergebnisse der Bewertungen hat das KKG anschliessend festgelegt, dass die am h\u00f6chsten beanspruchten Stossbremsen einschliesslich Verankerungen im Speisewassersystem zu ert\u00fcchtigen sind. Nach Freigabe durch die HSK wurden acht DN 450-Rohrhalterungen in der Hauptrevision 2003 ert\u00fcchtigt, worauf die HSK die Pendenz am 26. August 2003 formell f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rte.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Von 1999 bis 2003 war das AKW G\u00f6sgen nochmals vier Jahre in Betrieb, obwohl klar war, dass Rohrhalterungen ert\u00fcchtigt oder ged\u00e4mpfte R\u00fcckschlagklappen eingebaut werden m\u00fcssten. Ansonsten k\u00f6nnten Druckschl\u00e4ge, verursacht durch das Schliessen von R\u00fcckschlagklappen, zu einem Schaden am Speisewassersystem f\u00fchren, und somit w\u00e4re die K\u00fchlung des Reaktors nicht gew\u00e4hrleistet.<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Am 24. Mai 2025 wurde das AKW G\u00f6sgen f\u00fcr die j\u00e4hrlich anstehende Revision abgeschaltet. F\u00fcr die Arbeiten w\u00e4hrend der Revision wurden rund 1000 externe Fachkr\u00e4fte aus \u00fcber 180 Firmen aus dem In- und Ausland eingesetzt, die die Mitarbeitenden&nbsp;des AKW G\u00f6sgen unterst\u00fctzten. Am 25. Juni 2025 meldete G\u00f6sgen, dass sich die Revision des AKW verl\u00e4ngere.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Aus der Medienmitteilung: &#8222;Grund daf\u00fcr ist die Erstellung und \u00dcberpr\u00fcfung von Nachweisen, die mit neuen Berechnungsmethoden f\u00fcr das Speisewassersystem erstellt wurden. Im Rahmen der technischen Modernisierung hat das KKG den Austausch von R\u00fcckschlagklappen im Speisewassersystem vorgesehen. Diese zeigten, dass im Lastfall eines Rohrbruchs in einzelnen Bereichen des Speisewasser-Rohrleitungssystems im nicht-nuklearen Teil der Anlage \u00dcberlastungen bzw. Druckspitzen auftreten k\u00f6nnen.&#8220;&nbsp;Am 22. August 2026 meldete sich G\u00f6sgen erneut zu Wort: &#8222;Es hat sich herausgestellt, dass die Nachweisf\u00fchrungen mehr Zeit in Anspruch nehmen und punktuelle Verst\u00e4rkungsmassnahmen im Speisewassersystem erforderlich sind.&nbsp;Die Arbeiten werden bis zu 6 Monate in Anspruch nehmen, so dass das AKW voraussichtlich Ende Februar 2026 wieder ans Netz gehen werde. Die Wiederaufnahme der Stromproduktion erfolgt erst nach Pr\u00fcfung und Freigabe durch das Ensi.&#8220;<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Mittlerweile war das AKW also 46 Jahre mit dieser Schwachstelle betrieben worden. Laut ENSI-News vom 27.08.2025<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a> &nbsp;wurde die Auslegungsschwachstelle dem ENSI bereits im M\u00e4rz 2025 gemeldet. Trotz dem Wissen um den Sicherheitsmangel hat G\u00f6sgen den Reaktor von M\u00e4rz bis April weiterbetrieben. Am 12.09.2025 meldete das ENSI erneut<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a>: Grunds\u00e4tzlich gibt es zwei M\u00f6glichkeiten, die genannten \u00dcberlastungen zu verhindern:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Rohrleitungshalterungen werden ausreichend robust ausgef\u00fchrt, um so den Druckstoss ohne Sch\u00e4den aufnehmen zu k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Ged\u00e4mpfte R\u00fcckschlagklappen, die durch eine Verz\u00f6gerung des Schliessvorgangs die H\u00f6he des Druckstosses abmildern, kommen zum Einsatz.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>In der Mitteilung entschuldigten sich das ENSI und G\u00f6sgen, indem darauf verwiesen wurde, dass erst neue Berechnungsmethoden den Sicherheitsmangel aufzeigten. Fakt bleibt jedoch: das AKW wurde \u00fcber Jahrzehnte mit einem Sicherheitsmangel betrieben.<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"375\" height=\"266\" src=\"\" alt=\"Ein Bild, das Screenshot, Text, Design, Darstellung enth\u00e4lt.\n\nKI-generierte Inhalte k\u00f6nnen fehlerhaft sein.\">Der Druckwasserreaktor in G\u00f6sgen wurde durch die KWU erbaut; dieser verf\u00fcgt \u00fcber 3 Dampferzeuger. Die Dampferzeuger \u00fcbertragen die Energie des Reaktorkreislaufs zum Frischdampf-Speisewasserkreislauf, welcher im Maschinenhaus die Turbinen zur Stromgewinnung antreibt; zugleich trennen sie die beiden Wasserkreisl\u00e4ufe. In der untenstehend schematischen Darstellung ist einer der Dampferzeuger abgebildet. Nahe dem Eintritt in den Dampferzeuger befinden sich die kritischen R\u00fcckschlagklappen (rot markiert).<\/p>\n\n\n\n<p>In Realit\u00e4t besteht das Speisewassersystem jedoch aus diversen Leitungen, welche mit Ventilen, R\u00fcckschlagklappen und Pumpen versehen sind, im nachfolgenden Prinzipschema in Blau. Aus dem sogenannten Speisewassergef\u00e4ss wird das Speisewasser mit Pumpen in den Dampferzeuger gepumpt. Gem\u00e4ss Anfrage beim ENSI sind die Speisewasserleitungen beim Eintritt des Speisewassers in den Dampferzeuger durch die Schl\u00e4ge der R\u00fcckschlagklappen gef\u00e4hrdet. Schliessen die R\u00fcckschlagklappen, welche nahe dem Dampferzeuger installiert sind, bei einer Sicherheits- Schnellabschaltung des Reaktors kann ein Druckstoss entstehen, bei welchem die Leitungen im schlimmsten Fall abreissen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"328\" height=\"319\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-3002\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Bild: Speisewassersystem des AKW G\u00f6sgen (Prinzipschema)<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"156\" height=\"159\" src=\"\" alt=\"Ein Bild, das Zylinder enth\u00e4lt.\n\nKI-generierte Inhalte k\u00f6nnen fehlerhaft sein.\">Alle diese Leitungen sind mit Stossd\u00e4mpfern (Im nebenstehenden Bild in Orange) installiert. Diese nehmen Druckschl\u00e4ge in einem Rohrleitungssystem auf und sollen diese so weit reduzieren, dass die Rohrleitungen nicht aus ihren Halterungen gerissen werden oder gar reissen. Bei einem Schlag auf die Leitung im Beispiel G\u00f6sgen durch Schliessen einer R\u00fcckschlagklappe &#8211; nimmt der fl\u00fcssigkeitsgef\u00fcllte D\u00e4mpfer den Impuls auf. Erneute Berechnungen sollen nun das Funktionieren dieser D\u00e4mpfer nachweisen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/ensi.admin.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2011\/08\/psu_kkg.pdf\">https:\/\/ensi.admin.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2011\/08\/psu_kkg.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Eidgen\u00f6ssisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/ensi.admin.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2012\/08\/psue-kkg-2008-web.pdf\">https:\/\/ensi.admin.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2012\/08\/psue-kkg-2008-web.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.kkg.ch\/de\/uns\/medienmitteilungen\/jahresrevision-2025-verzoegertes-wiederanfahren.html\">https:\/\/www.kkg.ch\/de\/uns\/medienmitteilungen\/jahresrevision-2025-verzoegertes-wiederanfahren.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.kkg.ch\/de\/uns\/medienmitteilungen\/wiederanfahren-verzoegert-weitere-6-monate.html\">https:\/\/www.kkg.ch\/de\/uns\/medienmitteilungen\/wiederanfahren-verzoegert-weitere-6-monate.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> <a href=\"https:\/\/ensi.admin.ch\/de\/2025\/08\/27\/laengerer-betriebsunterbruch-beim-kkw-goesgen\/\">https:\/\/ensi.admin.ch\/de\/2025\/08\/27\/laengerer-betriebsunterbruch-beim-kkw-goesgen\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> <a href=\"https:\/\/ensi.admin.ch\/de\/2025\/09\/12\/beherrschung-von-bruechen-im-speisewassersystem-des-kkw-goesgen\/\">https:\/\/ensi.admin.ch\/de\/2025\/09\/12\/beherrschung-von-bruechen-im-speisewassersystem-des-kkw-goesgen\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=b-JV-Z3OiS8&amp;t=584s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=b-JV-Z3OiS8&amp;t=584s<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">2019. Aug. <strong>G\u00f6sgen AKW &#8211; Brandschutz ist Geheim!<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p>Das AKW G\u00f6sgen hat schwere M\u00e4ngel im Brandschutz! Tests im Jahre 2016 zeigten: Brandschutzklappen welche die Brand- und Rauchausbreitung im Ernstfall verhindern sollten sind undicht. Das ENSi verlangte einen Bericht welcher darstellen sollte wie die ALPIQ, die Besitzerin des AKW G\u00f6sgen gedenkt die rund 500 mangelhaften Brandschutzklappen im AKW G\u00f6sgen zu ersetzen. Der Bericht wurde erst Ende 2018 eingereicht und Anfang 2019 hat das ENSI den Bericht beurteilt. Nachforschungen von Fokus Anti-Atom haben ergeben: der Bericht der Alpiq ist geheim und auch die Stellungnahme des ENSi wird nicht ver\u00f6ffentlicht. Alles bleibt Geheim! Der k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte Aufsichtsbericht des ENSI l\u00e4sst aufschrecken: \u00abVon den 137 gepr\u00fcften Brandschutz-klappen schlossen neun bei der Pr\u00fcfung nicht vollst\u00e4ndig.\u00bb Wieder versagen Brandschutzklappen im AKW! Das ENSI verweist darauf dass die Klappen nach einer Wartung wieder funktionierten. Da sich aber das Vorkommnis wiederholte ist davon auszugehen dass sich in einem Brandfall mehrere Klappen nicht \u00f6ffnen. Dies kann dann zur Verrauchung von R\u00e4umen und zur Brandausbreitung in relevante R\u00e4ume f\u00fchren. Es bleibt zu hoffen, dass bis zum dereinstigen Ersatz der Brandschutzklappen im AKW G\u00f6sgen kein Brand ausbricht!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">2018. Sept. <strong>AKW G\u00f6sgen im \u00abBrenn\u00bb-punkt<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p>Das ENSI meldet relevante Vorkommnisse in AKW auf seiner Homepage, eine Meldung betrifft das AKW G\u00f6sgen: \u00abBefunde beim Brandschutzklappentest im Schaltanlagengeb\u00e4ude vom 15. Dezember 2016\u00bb. Den Sachverhalt erkl\u00e4rt das ENSI wie folgt: \u00abBei einem Test von Brandschutzklappen im Schaltanlagengeb\u00e4ude am 15. Dezember 2016 erreichten nicht alle Klappen exakt die vorgesehene Endstellung. Dies manifestierte sich in einer fehlenden R\u00fcckmeldung der Endschalter. Der Test wurde durchgef\u00fchrt, um in der L\u00fcftungsanlage die Druck- und Str\u00f6mungsbedingungen zu optimieren. Die betroffenen Klappen wurden einer Wartung unterzogen und anschliessend erfolgreich gepr\u00fcft. Als Ursachen f\u00fcr die Befunde erkannt wurden einerseits die Druck- und Str\u00f6mungsverh\u00e4ltnisse, andererseits aber auch erh\u00f6hte Reibung an den Klappenlagern sowie schwerg\u00e4ngige Endschalter.\u00bb Die Meldung mutet nicht spektakul\u00e4r an, dahinter verbirgt sich jedoch ein wesentliches Risiko!<\/p>\n\n\n\n<p>Brandschutzklappen m\u00fcssen die Brand- und Rauchausbreitung in den AKW R\u00e4umlichkeiten verhindern. Dabei m\u00fcssen Fluchtwege f\u00fcr Personen und Angriffswege f\u00fcr die Feuerwehr sichergestellt werden. Schliessen die Brandschutzklappen nicht zuverl\u00e4ssig entstehen Gefahren f\u00fcr Personen und Anlagenteile. Wie zum Beispiel 1971 als es im Maschinenhaus des AKW M\u00fchleberg zu einem Brand kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Bild: Das rechteckige Maschinenhaus im Vordergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Auszug aus dem Protokoll des damaligen Kraftwerkleiters Dr. H.R. Lutz:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00abDas Maschinenhaus war sofort nach Brandausbruch v\u00f6llig <strong>verqualmt<\/strong>; zudem fiel die gesamte Beleuchtung aus. Es war deshalb schwierig, den Brandherd zu lokalisieren. Nachdem von der Pforte her gemeldet wurde, dass eine Stichflamme aus dem Dach brannte, vermutete man vorerst einen Wasserstoffbrand. Diese Diagnose wurde noch gest\u00fctzt durch den Alarm &#8222;Wasserstoffdruck tief&#8220;, der sich allerdings sp\u00e4ter als einer der zahlreichen durch Feuereinwirkung ausgel\u00f6sten <strong>Fehlalarme<\/strong> erwies.\u00bb Weiter heisst es im Protokoll:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00abF\u00fcr einige Minuten war nicht klar, wo sich der Maschinist befand, der den Brand zuerst gemeldet hatte. Er hatte das Aufbereitungsgeb\u00e4ude durch den Notausgang verlassen und meldete sich erst 21.40 im Kommandoraum. Im Maschinenhaus befanden sich bei Brandausbruch gl\u00fccklicherweise keine Leute.\u00bb<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Brand in einem AKW erregte weltweit grosse Aufmerksamkeit. Sp\u00e4ter entwickelte AKW achteten vor allem auf die r\u00e4umliche Trennung der Sicherheitssysteme nicht nur im Brandfall sondern auch bei interner \u00dcberflutung des AKW. Im AKW G\u00f6sgen welches erst nach dem Brand im AKW M\u00fchleberg geplant wurde sind einige dieser Konzepte umgesetzt worden. Die komplexen Brandschutzkonzepte umfassen eben auch die Brandschutzklappen welche laut Vorkommnis Bericht nicht mehr richtig schliessen. Nun zeigt sich aber das auch das \u00abj\u00fcngere\u00bb AKW Alterungssch\u00e4den aufweist immerhin sind die Brandschutzklappen bereits Mitte der 70er Jahre verbaut worden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was stimmt nicht mit den Brandschutzklappen in G\u00f6gsen? <\/strong>Einerseits haben Sie eine veraltete Mechanik, die Schmier\u00admittel sind nicht mehr zureichend, der Ausl\u00f6semechanismus erkennt Hitze aber nicht Rauch, die Klappen beinhalten krebserregendes Asbest. Zudem haben laut eines Informanten welcher Jahre f\u00fcr das AKW G\u00f6sgen gearbeitet hatte etliche der Klappen aufgrund ihres Alters anders als dies vorgeschrieben w\u00e4re kein Kennschild haben. Als einzige Alternative erscheint das Auswechseln der Klappen. Jedoch weisen alle Hersteller von Brandschutzklappen daraufhin das die Klappenantriebe auf die Klappen abgestimmt sein m\u00fcssen. Im AKW G\u00f6sgen gibt es hunderte Brandschutzklappen, welche veraltet sind und auf Ihre Funktion hin getestet werden m\u00fcssten. Im Sinne der vorbeugenden Sicherheitsvorkehrung m\u00fcssten Sie ersetzt werden. Hier kommt nun das ENSI ins Spiel, zum Vorkommnis im Jahr 2016 heisst es:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abMassnahmen des Betreibers: Die Pr\u00fcfung, Wartung und Instandhaltung der Brandschutzklappen werden erweitert. Ert\u00fcchtigung und Ersatz sind nach Bedarf vorgesehen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abMassnahmen des ENSI: Anl\u00e4sslich einer durch das Vorkommnis ausgel\u00f6sten Inspektion im April 2017 stellte das ENSI fest, dass die Brandschutzklappen des betroffenen Typs nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen und verlangte vom KKG, ein Konzept f\u00fcr deren Ersatz einzureichen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist bis heute geschehen, wir ahnen es. Papier wird zwischen G\u00f6sgen und ENSI hin- und herumgeschoben und Konzepte erarbeitet. Das sich in der Zwischenzeit ein Brand entwickeln k\u00f6nnte wird vernachl\u00e4ssigt, das AKW bleibt in Betrieb. Ein Hoffnungsschimmer bleibt, der Verband kantonaler Feuerversicherungen VKF<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> dieser erl\u00e4sst aufgrund seiner Erfahrungen Normen und Richtlinien f\u00fcr den Brandschutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Brandschutzrichtlinie 25-15 besagt:<\/p>\n\n\n\n<p>3.8 Brandschutzklappen und Absperrvorrichtungen<\/p>\n\n\n\n<p>3.8.1 Konstruktion und Funktion (siehe Anhang)<\/p>\n\n\n\n<p>1. Brandschutzklappen haben die Ausbreitung von Feuer und Rauch \u00fcber lufttechnische Anlagen zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Brandschutzklappen m\u00fcssen mindestens Feuerwiderstand EI 30-S aufweisen<\/p>\n\n\n\n<p>3. Brandschutzklappen sind gem\u00e4ss Leistungserkl\u00e4rung oder VKF-Technischen Auskunft und Herstellerangaben zu befestigen. Sie m\u00fcssen von aussen kontrollierbar und zug\u00e4nglich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Brandschutzklappen sind mit einem Antrieb und einer thermischen Ausl\u00f6sevorrichtung auszur\u00fcsten.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Brandschutzklappen m\u00fcssen beim Ausschalten der lufttechnischen Anlage, beim Ansprechen der thermischen Ausl\u00f6seeinrichtung sowie bei einem Ausfall des Antriebs selbstt\u00e4tig schliessen.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Brandschutzklappen d\u00fcrfen nicht als Regulierklappen verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>7. Absperrvorrichtungen k\u00f6nnen je nach Konstruktion und Funktion die Ausbreitung von Feuer und Rauch \u00fcber lufttechnische Anlagen verhindern. Sie verf\u00fcgen \u00fcber keinen Antrieb, welcher ein wiederholtes \u00d6ffnen und Schliessen des Absperrelementes erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Brandschutznorm 1-15 des VKF steht jedoch auch: \u00ab2. bestehende Bauten und Anlagen sind <strong>verh\u00e4ltnism\u00e4ssig<\/strong> an die Brandschutzvorschriften anzupassen\u2026\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Da haben wir das Wort wieder, die \u00abVerh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit\u00bb. Wird hier kein Druck aufgesetzt wird auch das AKW G\u00f6sgen mit M\u00e4ngeln weiterbetrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> https:\/\/www.bsvonline.ch\/de\/vorschriften\/<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1999 G\u00f6sgen: Gegen Flugzeugabsturz gesichert?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Auslegung des AKW G\u00f6sgen beruht auf veralteten Flugzeugtypen, neue Flugzeuge sind schwerer! Zudem muss heute von einem Terroranschalg ausgegangen werden, dabei w\u00fcrde ein Flugzeug nicht auf 370km\/h abbremsen sondern sein Ziel sicherlich schneller anfliegen!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Goesgen.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"814\" height=\"363\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Goesgen.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3001\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Goesgen.png 814w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Goesgen-300x134.png 300w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Goesgen-768x342.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 814px) 100vw, 814px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Obenstehender Textx stammt aus der Stellungnahme der HSK (heute ENSI) zur PS\u00dc des AKW G\u00f6sgen 1999<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Atomkraftwerk G\u00f6sgen&nbsp;KKG der Alpique (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin)&nbsp;liegt auf halbem Weg zwischen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":250,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-260","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/260","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=260"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/260\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3004,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/260\/revisions\/3004"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/250"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}