{"id":2710,"date":"2025-01-24T20:11:48","date_gmt":"2025-01-24T19:11:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/?page_id=2710"},"modified":"2025-09-30T19:39:02","modified_gmt":"2025-09-30T17:39:02","slug":"rad-abfall-im-zuerisee","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/?page_id=2710","title":{"rendered":"Rad. Abfall im &#8222;Z\u00fcrisee&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Update 22.09.2025<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die zus\u00e4tzlichen Untersuchungen des Seegrundes lassen betreffs Radium und Uran viele Fragen offen:<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Vorgeschichte: <\/strong>Die Firma MARTI hatte 2021 begonnen den auch radioaktiv kontaminierten Seegrund vor der ehemaligen Chemie Uetikon abzusaugen, zu konditionieren und zu recykeln bzw endzulagern. Es war eine weitgehende Entfernung der giftigen Ablagerungen geplant. Da die Submissionsunterlagen betreffs der Radiumvorkommen nicht korrekt waren, geriet MARTI in Schwierigkeiten und es wurden an der \u00d6ffentlichkeit vorbei andere Sanierungsmethoden entwickelt. Noch w\u00e4hrend \u00f6ffentlich verk\u00fcndet wurde, man werde komplet alles absaugen, verf\u00fcgte das AWEL 2022 die \u00dcbersch\u00fcttung des noch nicht sanierten restlichen Gebietes. Gegen diese Projekt\u00e4nderung rekurrierte eine Gruppe aus Uetikon. Das Baurekursgericht hiess diesen Rekurs gut: Die verf\u00fcgte \u00dcbersch\u00fcttung sei zuwenig gut begr\u00fcndet; es wurden zus\u00e4tzliche Abkl\u00e4rungen angeordnet. Diese wurden noch vor Ablauf der Einsprachefrist durchgef\u00fchrt. Im folgenden Aufsatz werden Schwachpunkte der zus\u00e4tzlichen Untersuchungen, bez\u00fcglich der radioaktiven Stoffe in der Altlast, beleuchtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits der Entscheid des Baurekursgerichtes enthielt eine Passage welche aufhorchen liess:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden zwar vertiefte Abkl\u00e4rungen gefordert, aber ausgerechnet die zur Erfassung der Radiumvorkommen unerl\u00e4ssliche Gammaspektrometrie wurde ausgeklammert!\u00a0Radium ist der radioaktive Leit-Schadstoff der Phospatd\u00fcnger-Industrie. Radium sollte nach dem Willen des Gerichtes gar nicht gesucht und dokumentiert werden.\u00a0Zitat Baurekursgericht:<em>\u201eZusammenfassend erweist sich somit die im Zusammenhang mit dem Vorliegen radioaktiven Materials erhobene R\u00fcge als unbegr\u00fcndet, wobei auch keine Gr\u00fcnde daf\u00fcr bestehen, die (\u2026) zus\u00e4tzlich vorzunehmenden Beprobungen und Analysen auf gamma-spektrometrische Untersuchungen auf bestimmte Radionuklide auszudehnen<\/em>\u201c<em> <\/em>Die ungew\u00f6hnliche <strong>gerichtliche Empfehlung des Wegschauens<\/strong> schlug sich nieder im Konzept der zus\u00e4tzlichen Untersuchungen der Dr. Von Moos: Zum Erstellen von 12 Profilen der Schadstoffverteilung wurden 150 chemische Analysen geplant, welche auch Uran erfassen w\u00fcrden, aber nur 10 spektrometrische Analysen auf Radium und seine radioaktiven Folgeprodukte!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pikant:<\/strong> Die Dr.Von Moos erarbeitete bereits 2021 im Dienst der Zeochem den Bericht \u201eGef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung Situation August 2021, Auftraggeber: AWEL Kanton Z\u00fcrich, Zeochem AG, 8630 R\u00fcti,&nbsp; Altlastensanierung am Seegrund vor Uetikon\u201c.&nbsp;In diesem Bericht fehlt jeder Hinweis auf Radium!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Planung und Durchf\u00fchrung<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht auch aufgrund meiner vehementen Kritik an diesem einseitigen Konzept wurden schliesslich immerhin 24 gammaspektrometrische Analysen durchgef\u00fchrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bericht fehlt allerdings Blei 210 welches im Labor routinem\u00e4ssig mit-bestimmt wird und Aufschluss gibt \u00fcber Radonverfrachtungen und Gleichgewichtszust\u00e4nde in der Uranzerfallsreihe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zus\u00e4tzlichen Bohrungen mit kritikw\u00fcrdigem Konzept wurden vom AWEL verf\u00fcgt und noch vor Ablauf der Einsprachefrist begonnen! Damit wurde eine durchaus denkbare Mitsprache verhindert und nicht korrigierbare Fakten wurden geschaffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu den Messungen an den Bohrkernen:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es war laut Konzept VonMoos und gem\u00e4ss Empfehlungen des langj\u00e4hrigen Experten Dr. Surbeck geplant, mit einem empfindlichen Ger\u00e4t vom PSI die Kerne noch auf dem Ponton auf erh\u00f6hte Gammastrahlung (verursacht durch Radium) abzusuchen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Stark strahlende Kerne sollten erkannt, separat gelagert und auff\u00e4llige Kerne zur Entnahme von Probematerial markiert werden. Die Kerne sollten sp\u00e4ter noch ein zweites Mal durch den Strahlenschutz-beauftragten der ROTACS GmbH gemessen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Messprotokoll (Anhang 7 in dem ver\u00f6ffentlichten Bericht) offenbart schwere M\u00e4ngel:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zh.ch\/content\/dam\/zhweb\/bilder-dokumente\/themen\/planen-bauen\/raumplanung\/gebietsplanungen\/sonstige-gebietsplanungen\/chance_uetikon_zusatzuntersuchungen.pdf\">https:\/\/www.zh.ch\/content\/dam\/zhweb\/bilder-dokumente\/themen\/planen-bauen\/raumplanung\/gebietsplanungen\/sonstige-gebietsplanungen\/chance_uetikon_zusatzuntersuchungen.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><u>1<\/u><\/em><\/strong><strong>) <\/strong>Ohne dokumentierte Untergrundmessungen sind alle folgenden Messungen, sowohl auf dem Ponton als auch an Land, a priori unbrauchbar. Laut ROTACS habe \u201eauf dem Ponton kein stabiler Untergrund existiert\u201c. Erst recht ein Grund, regelm\u00e4ssig den Untergrund zu dokumentieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2) <\/strong>Zwischen jeweils erster und zweiter Messung am selben Kern- Abschnitt ist keine Beziehung ersichtlich. Oft ist die Zweitmessung tiefer, dann wieder ist sie h\u00f6her\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist nicht zu erkl\u00e4ren und unglaubw\u00fcrdig: Der Grund wird bei Punkt 4) ersichtlich!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcnf Beispiele, Messwerte in nanoSievert pro Stunde, nSv\/h:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kern B34, 1 bis 2 meter, Messung Ponton: 85 bis 95; Messung ROTACS&nbsp; 300<\/p>\n\n\n\n<p>Kern B34, 2 bis 3 meter, Messung Ponton: 35 bis 90; Messung ROTACS &nbsp;&nbsp; 33<\/p>\n\n\n\n<p>Kern B5, 1 bis 2 meter, Messung Ponton: 65 bis 110;&nbsp;&nbsp; Messung ROTACS&nbsp;&nbsp; 30<\/p>\n\n\n\n<p>Kern B5, 7 bis 8 meter, Messung Ponton: 40 bis 60;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Messung ROTACS &nbsp; 52<\/p>\n\n\n\n<p>Kern B24, 3 bis 4 meter, Messung Ponton: 30 bis 40;&nbsp;&nbsp; Messung ROTACS &nbsp; 63<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3)<\/strong> Es ist kein Zusammenhang zwischen den \u201egemessenen\u201c Dosisleistungen und den Analysenwerten des PSI ersichtlich! Zwei Beispiele: Am Kern B34 wurden 300 nSv\/h gemessen. Das PSI fand dort 810 Bq\/kg Radium.\u00a0Am Kern B2 wurden sehr niedrige 43 nSv\/h gemessen, das PSI fand aber einen sehr hohen Gehalt an Radium: 880 Bq\/kg Radium.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Der h\u00f6chste Radiumgehalt m\u00fcsste am Ort der h\u00f6chsten Dosisleistung zu finden sein!\u00a0Er findet sich im Rahmen dieser Untersuchungen aber am Kern B4 in rund 50cm Tiefe. Dosisleistung ROTACS: extrem niedrige 30nSv\/h. Radiumgehalt laut PSI: 1300Bq\/kg. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein sehr ernster Hinweis auf nicht-fachgem\u00e4sse Messungen an den Kernen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>4)<\/strong> <strong>Von den rund 230 Zweit-Messungen der Dosisleistung waren \u00fcber 99% unter 100 nSv\/h, das heisst: Mit dem Ger\u00e4t der ROTACS GmbH gar nicht messbar:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das eingesetzte Thermo RadEye B20 hat laut Datenblatt des Herstellers eine untere Messschwelle von 200 nSv\/h<\/strong>. <strong>Darunter werden auf dem Display durchaus Zahlen angezeigt, das sind aber keine belastbaren Messwerte. Eine hohe Genauigkeit wird nur vorget\u00e4uscht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bereits MARTI hatte 2021 bei Messungen an Kernen ein untaugliches Billigger\u00e4t eingesetzt, den Gammascout. Als ich das dem BAG meldete, antwortete die (immer noch) zust\u00e4ndige Kontaktperson f\u00fcr Bewilligungen und Aufsicht: <strong>\u201eDas h\u00e4tte ich nie toleriert!<\/strong>\u201c<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem wurde auch 2025 wieder mit untauglichem Werkzeug \u201egearbeitet\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Aufsicht oder Kontrolle amtlicherseits ist nach wie vor<\/strong> <strong>nicht ersichtlich!<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu den Messungen am PSI:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das PSI-Labor geniesst hohe Glaubw\u00fcrdigkeit; es kann aber Fehler des Auftraggebers nicht ungeschehen machen: Das Probenmaterial wurde so gemessen wie es angeliefert wurde, n\u00e4mlich umgehend und ohne das Einstellen des Gleichgewichtes innerhalb der Uranzerfallskette (im speziellen nach dem Radon) abzuwarten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine praktische Messvorschrift zum Bestimmen des Radiumgehaltes via Radonzerfallsprodukte besagt, dass die Probe vor dem Messen mindestens 20 Tage luftdicht abgeschlossen gelagert werden muss. Erst dann wird gemessen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man diese Regel nicht einh\u00e4lt, erh\u00e4lt man zu tiefe Radium-Werte!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der gegenw\u00e4rtige Strahlenschutz- Experte erkl\u00e4rte, warum er mindestens 48 Stunden nach den Messungen auf dem Ponton seine Zweitmessungen machte: \u201e<em>Die Wartezeit von mindestens 48 Stunden nach Entnahme des Bohrkerns wurde gew\u00e4hlt, um auszuschliessen, dass eine erh<\/em><em>\u00f6<\/em><em>hte Dosisleistung vom Radon ausgeht, welches sich im feuchten Bohrkern angesammelt hat.<\/em>\u201c Es ist r\u00e4tselhaft wie er zu diesem gelinde gesagt unkonventionellen Vorgehen kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Nachtrag zum Messger\u00e4t welches f\u00fcr die Zweitmessungen verwendet wurde: Kommentar von Dr. Surbeck, dem vormaligen Strahlenschutz-Experten f\u00fcr das AWEL: <em>\u201eIch bin 100 % mit Dir einverstanden, Marco, dass der RadEye B20 f\u00fcr diese Anwendung v<\/em><em>\u00f6<\/em><em>llig nutzlos ist. Was es daf\u00fcr mindestens braucht ist etwas, das der Countrate eines 1\u2033 <\/em><em>x 1<\/em><em>\u2033 NaI entspricht. Das Alles habe ich immer wieder meinen Kunden erkl\u00e4rt, ob sie es wissen wollten oder nicht.<\/em>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abschliessend noch zu NORM <\/strong>(<strong>N<\/strong>aturally <strong>O<\/strong>ccurring <strong>R<\/strong>adioactive <strong>M<\/strong>aterial)<\/p>\n\n\n\n<p>Dr.Surbeck erkl\u00e4rte 2014, angesichts der neuen Strahlenschutzverordnung welche 2018 grossz\u00fcgige sogenannte <strong>NORM-Befreiungsgrenzen<\/strong> zugunsten der Industrie einf\u00fchren w\u00fcrde:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eNoch nicht klar ist, ob auch f\u00fcr Material das mit Abf\u00e4llen aus der Phosphatd\u00fcnger- Produktion kontaminiert ist, die Freigrenzen nach Art. 3bis gelten werden. Die Praxis wird zeigen, ob die Beh<\/em><em>\u00f6<\/em><em>rden diese Materialien ebenfalls als <\/em>\u201c<em>nat\u00fcrlicherweise radioaktives Material, dessen Nuklidzusammensetzung nicht durch industrielle Prozesse ver\u00e4ndert wurde\u201d betrachten. Da das Uran und seine Tochterprodukte nicht absichtlich extrahiert wurden und die Isotopen-Zusammensetzungen der Elemente nicht ver\u00e4ndert wurden sollte das der Fall sein.\u201c&nbsp; <\/em>(T\u00e4terperspektive)<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Opferperspektive kann ja nicht ernsthaft ein Unterschied gemacht werden, ob die massiven radioaktiven Verschmutzungen des CU-Areals absichtlich oder unabsichtlich entstanden sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Strahlenschutzverordnung nennt noch ein zus\u00e4tzliches Kriterium f\u00fcr NORM, welches erf\u00fcllt sein muss:\u00a0 Die Zerfalls- oder Umwandlungs- produkte des Urans m\u00fcssen im <strong>Gleichgewicht <\/strong>sein.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dieses Kriterium wird von \u201eunseren\u201c \u00c4mtern geflissentlich \u00fcbergangen!&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gleichgewicht von allen Umwandlungsprodukten in der Zerfallsreihe ist in einem alten St\u00fcck Uranerz (Museum, Sammlung) zu finden, bevor es zB gemahlen und in S\u00e4ure aufgel\u00f6st wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Gleichgewicht ist in unserem Fall nicht mehr gegeben :&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mir liegen 48 amtliche Analysen von Material aus dem Seegrund oder vom Fabrikareal vor. Bei diesen kann die spezifische Aktivit\u00e4t von Radium und Uran verglichen werden. Das Verh\u00e4ltnis Radium zu Uran liegt im Bereich zwischen 0,01 und 3,13.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit anderen Worten: Die Radium-Aktivit\u00e4t \u00fcbersteigt diejenige von Uran bis zu dreifach oder ist nur zu einem Hundertstel der Uranaktivit\u00e4t in Proben vorhanden. Das kann man als Anreicherung oder Abreicherung bezeichnen; die industriefreundliche Auslegung der Strahlenschutzverordnung w\u00e4re somit nicht gesetzeskonform.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bisher bekanntes Uran-Maximum am Seegrund: 9100Bq\/kg. Radium-Maximum: 1300Bq\/kg.&nbsp;<\/strong>&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Nat\u00fcrliche Konzentrationen in Sedimenten ausserhalb des CU-Areals: Rund 12 Bq\/kg Uran und Radium, immer im Gleichgewicht, weil sie durch geologische Prozesse dorthin gelangt sind.<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erst wenn der \u201eFeststoff-Aktivit\u00e4<\/strong><strong>tsh<\/strong><strong>\u00f6<\/strong><strong>chstwert\u201c \u00fcberschritten wird, entsteht neuerdings Handlungsbedarf.<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wurde bisher als Kriterium zum Sanieren des radioaktiven Teils der Altlast die sogenannte <strong>NORM-Befreiungsgrenze von 1000 Bq\/kg<\/strong> angewandt, erscheint nun ein neuer Begriff: der&nbsp; <strong>Feststoff-Aktivit\u00e4<\/strong><strong>tsh<\/strong><strong>\u00f6<\/strong><strong>chstwert welcher 10x (Radium) bzw 15x (Uran) h<\/strong><strong>\u00f6<\/strong><strong>her <\/strong>angelegt ist als die bisherige NORM-Freigrenze. Dieser neue Begriff, welcher das \u201eEntsorgen\u201c der radioaktiven Stoffe ungemein erleichtert, wurde erst nach intensiver Diskussion in den urspr\u00fcnglichen Bericht aufgenommen. Vom AWEL hatte ich den Bericht sofort nach dem Ende der angeordneten zus\u00e4tzlichen Untersuchungen zugesagt bekommen. Als lange Zeit verstrich, forderte ich die Korrespondenz bez\u00fcglich einer m\u00f6glichen Redaktion des Berichtes an. Das AWEL verweigerte die Einsicht; sie sei irrelevant. Das BAG aber legte offen wie der urspr\u00fcngliche Bericht solange bearbeitet wurde, bis die W\u00fcnsche von Kanton und Industrie bestens ber\u00fccksichtigt wurden\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Siehe PDF \u201eVorschlag Kapitel 8 und 10_KorrMod.pdf<\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Vorschlag-Kapitel-8-und-10_KorrMod.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von Vorschlag Kapitel 8 und 10_KorrMod.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-72cd4441-56f7-4634-9e7b-c4ae06499b71\" href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Vorschlag-Kapitel-8-und-10_KorrMod.pdf\">Vorschlag Kapitel 8 und 10_KorrMod<\/a><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Vorschlag-Kapitel-8-und-10_KorrMod.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-72cd4441-56f7-4634-9e7b-c4ae06499b71\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>Pikant: nach einer neuen Wegleitung des BAG ist diese neue obere tolerierbare Grenze gleich hoch wie f\u00fcr Kalium-40, ein nat\u00fcrliches radioaktives Isotop des essentiellen Elementes Kalium. Da wir einerseits Kalium brauchen, andererseits inkorporierte Strahler sch\u00e4dlich sind, hat die Evolution eine geniale L\u00f6sung gefunden: Kalium ist im menschlichen K\u00f6rper immer in einem sogenannten Hom\u00f6ostatischen Gleichgewicht, dh Kalium welches nicht gebraucht wird, scheidet der K\u00f6rper aus und bleibt so immer bei der minimalen Belastung. F\u00fcr kein anderes Radionuklid ist biologisch ein \u00e4hnlicher Regelvorgang entwickelt worden. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich pl\u00e4diere f\u00fcr ein weitgehendes Absaugen \/ Abtragen der Altlast.<\/p>\n\n\n\n<p>Uetikon 22. September 2025&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Marco B\u00e4hler, Strahlenschutz dipl. Euratom 5B <a href=\"&#x6d;&#97;il&#x74;&#x6f;:m&#x63;&#x62;ae&#x68;&#x6c;&#101;r&#x40;&#x67;&#109;x&#x2e;&#x63;&#104;\">m&#99;&#x62;ae&#x68;&#x6c;er&#x40;&#x67;mx&#x2e;&#x63;h<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized is-style-default\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-9.png\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"696\" height=\"689\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-9.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2722\" style=\"width:362px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-9.png 696w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-9-300x297.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Sanierung der Altlast Chemie Uetikon landseitig<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Gedanken (radiologische Aspekte) zum anl\u00e4sslich der Planauflage \u201eChance Uetikon, Umnutzung Betriebsareal Chemie Uetikon\u201c aufgelegenen Berichtes der Friedlipartner AG:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201e<\/strong><strong>EVALUATION SANIERUNGSVARIANTEN STANDORT I.18-2 (LANDSEITIG)<\/strong><strong>\u201c <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Marco B\u00e4hler dipl. Euratom 5b, Uetikon &#8211; Update vom 19.Oktober 2024<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-10.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"514\" height=\"386\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-10.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2728\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-10.png 514w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-10-300x225.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 514px) 100vw, 514px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>1 Kritik am Verfahren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1.1 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Sanierung der Altlast seeseitig unterstand einer <strong>Umweltvertr\u00e4glichkeits-pr\u00fcfung UVP,<\/strong> eine solche muss laut&nbsp; Aarhus-konvention von der \u00d6ffentlichkeit begleitet und diskutiert werden k\u00f6nnen. <strong>An der Informationsveranstaltung des AWEL in Uetikon am 20. November 2023 wurde festgehalten: Seegrundsanierung, Arealentwicklung und Sanierung der Altlasten an Land m\u00fcssen aufeinander abgestimmt werden. <\/strong>(Bild rechts)<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann mit Fug und Recht eine UVP mit Diskussion<strong> jetzt <\/strong>auch f\u00fcr die landseitige Sanierung fordern und zwar nicht erst wenn AWEL in Harmonie mit CPH und Bauherrschaft die verh\u00e4ltnism\u00e4ssigste dh <strong>billigste L\u00f6sung als die Beste<\/strong> auserkoren haben!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.2<\/strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Grunds\u00e4tzlich stellt sich die Frage, warum Gemeinde und Kanton auf diese Art informieren. Kann man die vorliegende Evaluation nur kritisieren wenn man den Rechtsweg gegen das Bauvorhaben beschreitet, den Baurechtsentscheid anfordert und gleich zu Beginn willig ist, Geld auszugeben? Den Baurechtsentscheid habe ich angefordert; ich will nicht Karten aus der Hand geben bevor ich sie angeschaut habe. Akten zum Evaluationsverfahren sind angefordert\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong>Warum hat man den <strong>Entscheid Baurekursgericht<\/strong> nicht abgewartet ? Dieser Tage wird entschieden ob die in aller Heimlichkeit vom AWEL beschlossene Kehrtwende der Seegrund-Sanierungs-Methode (\u00dcbersch\u00fctten anstatt Herausholen) rechtm\u00e4ssig abgelaufen ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2 Kritik an Pr\u00e4missen der Sanierungskriterien<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>2.1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Seite 5 Sanierungsziel:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201e<\/em><em>Als \u00fcbergeordnetes Sanierungsziel f\u00fcr den Gesamtstandort wird definiert, dass die Schadstofffreisetzung durch <strong>Durchsickerung <\/strong>und der resultierende <strong>Schadstoffaustrag <\/strong>in den Z\u00fcrichsee zu <strong>minimieren <\/strong>sind, insbesondere f\u00fcr den sanierungsausl<\/em><em>\u00f6senden Parameter Arsen. Das vorliegenden Variantenstudium bezieht sich nur auf die Sanierung bzgl. Schutzgut Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser (Z\u00fcrichsee). <strong>Die Sanierung bzgl. Schutzgut Boden ist nicht Teil des vorliegenden Variantenstudiums.\u201c&nbsp; (<\/strong><\/em>Hervorhebungen immer MB)<\/p>\n\n\n\n<p>Unglaublich aber wahr: wie bereits bei der Sanierung Seegrund wird die billigste kurzlebigste \u201eL\u00f6sung\u201c favorisiert. Unter dem Teppich lassen &amp; Deckel drauf! Solches Negieren von langfristiger Verantwortung k\u00f6nnen wir nicht hinnehmen, das <strong>muss<\/strong> \u00f6ffentlich diskutiert werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Als frisch ausgebildeter Strahlensch\u00fctzer war ich mit meiner Studiengruppe in Huelva, Spanien. Dort Ist eine der gr\u00f6ssten S\u00e4ure- und D\u00fcngerfabriken Europas im Betrieb; mit massiven Umweltproblemen und der gr\u00f6ssten Lungenkrebsinzidenz Spaniens.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dieser Studienreise kenne ich die Radium und Uran-Problematik der Abf\u00e4lle und habe mich als B\u00fcrger von Uetikon f\u00fcr die ebenfalls problematische Situation vor Ort interessiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als Beispiel die prek\u00e4re Situation bei einer fast gleichen, stillgelegten Fabrik in Rum\u00e4nien.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bestandesaufnahme einer NATO-Studie:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/262259568_Maria_Toader_Chief_Scientific_Investigator_Radu_A_Vasilache_Senior_Physicist_MONITORING_OF_ENVIRONMENTAL_FACTORS_IN_A_RADIOACTIVE_POLLUTED_AREA_IN_ROMANIA\/link\/00463537231bfa9463000000\/download?_tp=eyJjb250ZXh0Ijp7ImZpcnN0UGFnZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIiwicGFnZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIn19\">MONITORING_OF_ENVIRONMENTAL_FACTORS_IN_A_RADIOACTIVE_POLLUTED_AREA_IN_ROMANIA<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Realit\u00e4tsverweigerung in Sachen Anreicherung.<\/strong> Unbestritten unter Fachleuten: Die Herstellung von Phosphors\u00e4ure und D\u00fcnger aus radioaktivem Phosphatgestein bewirkt zwingend die <strong>chemische Trennung und Anreicherungen von Radionukliden aus der Uran238- Zerfallsreihe in den Abfallstr\u00f6men.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>CU hat sich in dieser Hinsicht stets unwissend gegeben; das AWEL sekundierte zuverl\u00e4ssig.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOpfer\u201c dieser Realit\u00e4tsverweigerung des AWEL war zb MARTI, der sich leider nicht selbst\u00e4ndig informiert hatte. In den Submissionsunterlagen behauptete das AWEL: <em>\u201eDie radioaktive Aktivit\u00e4t wurde an 25 Proben gemessen und korreliert mit der Urankonzentration.\u201c<\/em> Im Laufe der Seegrund-sanierung realisierte MARTI: <strong>die Aussage des AWEL war<\/strong><strong> fundamental falsch<\/strong>. Es gibt keine Korrelation! AWEL-L\u00f6sung des Dilemmas: \u00dcbersch\u00fcttung der Abf\u00e4lle. <strong>Auch landseitig folgt die Radiumkonzentration NICHT der Urankonzentration.<\/strong> <strong># <\/strong>siehe Notiz am Ende dieses Textes<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Neufassung der Strahlenschutzverordnung StSV<\/strong> im Jahre 2018 kam CPH und AWEL sehr gelegen: Hier wird ein neuer Begriff eingef\u00fchrt: <strong>NORM.<\/strong>&nbsp; Das ist eine Abk\u00fcrzung aus dem englischen: <em>Naturally Occurring Radioactive Material <\/em>und bezeichnet erdgeschichtlich \u00fcberall in Spuren oder zuweilen auch gr\u00f6sseren Mengen vorkommendes radioaktives Material. Im zugrundeliegenden amerikanischen Gesetz gibt es aber zum Begriff des<strong> NORM<\/strong> auch noch die andere Kategorie <strong>TENORM, <\/strong>will heissen <em>Technologically Enhanced Radioactive Material.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Was wir hier in Uetikon geerbt haben ist eindeutig TENORM, n\u00e4mlich chemisch konzentriertes radioaktives Material! In der Tat w\u00e4re in den USA unsere Altlast als TENORM klassiert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLeider\u201c gibt es dieses chemisch konzentrierte hochtoxische Material aber auf Verordnungsebene nicht, sondern nur handfest auf dem Gel\u00e4nde der ehemaligen Fabrik, im See und in Deponien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es w\u00e4re zu pr\u00fcfen ob die Neufassung der StSV dem Strahlenschutzgesetz gen\u00fcgt!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Grossz\u00fcgige Freigrenzen<\/strong> gelten seither f\u00fcr den Umgang mit NORM: war in der alten StSV die Freigrenze f\u00fcr Uran238 bei 20Bq\/kg, f\u00fcr Radium226 bei 40Bq\/kg, liegt die Freigrenze neu bei pauschal 1000Bq\/kg, also 50 bzw 25 mal h\u00f6her!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bedingung f\u00fcr NORM: <\/strong>Als NORM darf ein radioaktives Stoffgemisch laut StSV nur dann bezeichnet werden, wenn alle Folgeprodukte (\u201eT\u00f6chter\u201c) einer Zerfallsreihe, in unserem Fall der Uran238 Zerfallsreihe,<strong> im Gleichgewicht<\/strong> vorliegen. Das ist bei der CU-Altlast in aller Regel nicht der Fall, siehe 2.2. <strong>Es ist frivol, den radioaktiven Teil der Altlast verharmlosend als NORM zu bezeichnen<\/strong>. Ein Strahlenschutz-Experte (ex Kader BAG) im Auftrag des AWEL, wies vor der Revision der StSV zu Recht darauf hin dass erst zuk\u00fcnftige Rechtspraxis zeigen werde ob die Einstufung als NORM korrekt sei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.6 Nat\u00fcrlicher Gehalt an Uran und Radium in den See-<\/strong><strong>Sedimenten<\/strong><strong>: ca 15 Bq\/kg.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Realit\u00e4tsverweigerung in Sachen \u201enutzungsbedingte Belastungen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Friedlipartner schreiben auf Seite 3 Ihrer Studie: \u201e<em>In den k\u00fcnstlichen Auff\u00fcllungen wurden sehr stark erh<\/em><em>\u00f6hte Schwermetall-Gehalte nachgewiesen, welche vermutlich aus abgelagertem Pyritabbrand stammen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es braucht keine Vermutungen: Die Fachliteratur zeigt klar dass die Herstellung von Schwefels\u00e4ure aus Pyrit zwangsl\u00e4ufig zu grossen Abfall-Mengen an Blei, Arsen, und anderen teils hochgiftigen Stoffen (zB Thallium) f\u00fchrt. <a href=\"https:\/\/digbib.bibliothek.kit.edu\/volltexte\/fzk\/6617\/6617.pdf\">https:\/\/digbib.bibliothek.kit.edu\/volltexte\/fzk\/6617\/6617.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Friedlipartner n\u00e4hrt auf Seite 3 das Narrativ, die Altlast sei haupts\u00e4chlich Pyritabbrand:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eEs ergaben sich jedoch <strong>keine Hinweise auf relevante nutzungsbedingte Belastungen<\/strong>. Die Untersuchung zeigte somit, dass die Verschmutzungen im Untergrund nicht durch Produktionsprozesse, sondern durch die k\u00fcnstliche Auff\u00fcllung des Areals verursacht wurde.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Eine <strong>nutzungsbedingte heisse Zone <\/strong>ist nach wie vor das Gebiet neben der teilsanierten Deponie Rotholz (ehemals KbS D.N1-3) wo radioaktives Material aus der Deponie unterirdisch nach Osten geflossen ist und zu Einbr\u00fcchen und Senkungen Im Terrain gef\u00fchrt hat. Dort lassen sich hohe Werte des giftigen Gases <strong>Radon <\/strong>messen. Bis zu 600Bq\/m3 in der Halle 257. In einem oberfl\u00e4chennahen Schacht gar bis <strong>3\u2019000Bq\/m3 (Referenzwert Sanierung ist 300Bq\/m3)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Auf Seite 14 wird behauptet: \u201c<em>Pyritabbrand mit max. 51&#8217;000 mg\/kg As, 41&#8217;000 mg\/kg Pb, 33&#8217;000 mg\/kg Zn und weitere Schwermetalle. Angrenzende Seesedimente teilweise auch <strong>leicht <\/strong>belastet.\u201c<\/em> <strong>Keine Rede von den langlebigen radioaktiven Altlasten aus der D\u00fcngerherstellung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>CU hatte, weil am billigsten, das hochradioaktive Rohphospat aus Marokko bevorzugt!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nutzungsbedingte Belastung nahe Rotholz:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-11.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"298\" height=\"482\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-11.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2729\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-11.png 298w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-11-185x300.png 185w\" sizes=\"auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Mai 2021 hatte Friedlipartner dem AWEL geschrieben:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIm Rahmen der Altlasten-Detailuntersuchung zeigte sich, dass der Perimeter des Standorts D.N1-3 im Vergleich zum KbS-Eintrag verkleinert werden sollte. Das Baufeld A1 w\u00fcrde den Standort D.N1-3 nicht mehr tangieren. Das AWEL schloss sich in der Besprechung vom 25. M\u00e4rz 2021 der Beurteilung der FRIEDLIPARTNER AG an und stellte in Aussicht den Eintrag im KbS anzupassen.\u201c&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Eintrag wurde tats\u00e4chlich angepasst; der vermutlich gr\u00f6sste Hot-Spot war damit beseitigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Neuerdings bzw seit 2016(?) besteht auf dem angeblich wegen Grundbruchgefahr nicht sanierten , zum Rotholz -Deponie-Areal geh\u00f6rigen Streifen A und Dwest eine sogenannte <strong>Dienstbarkeit:<\/strong> Der immer noch vergiftete Teil des Grundst\u00fcckes wird jetzt zu einem mit Bauverbot belegten schmalen Gel\u00e4ndespickel; eine sogenannt \u201enaturnahe Fl\u00e4che\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.8&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Realit\u00e4tsverweigerung in Sachen Hot-Spots<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Noch 2019 fanden sich auf dem Gel\u00e4nde gem\u00e4ss Dr. Von Moos Ag und Friedlipartner Hot-Spots. <em><br><\/em>Aber nun kommen Friedlipartner auf Seite 3 der aktuellen Studie \u00fcberraschend zur Erkenntnis:<br><em>\u201eDie Perimeter der <\/em><strong><em>Hot-Spots <\/em><\/strong><em>konnten mit der Untersuchung <strong>nicht abgegrenzt <\/strong>werden, da sich die Belastung innerhalb der Hot-Spots nicht grunds\u00e4tzlich von der Belastung im Umfeld unter-scheidet und der Pyritabbrand in weiten Teilen des Areals eingebracht wurde.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Fakt ist: Die produktionsbedingten (Phosphors\u00e4ure, D\u00fcnger) radioaktiven Anteile der Altlast sind v\u00f6llig anderer Art als der Pyritabbrand und lassen sich vor Ort mit geeignetem Ger\u00e4t nachweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>An mehreren Stellen auf dem Areal wurden in Bohrl\u00f6chern sehr hohe Dosisleistungen gemessen und\/oder vermittels Gammaspektrometrie an Kernen hohe spezifische Aktivit\u00e4ten an Radium festgestellt. Leider r\u00fccken bislang weder AWEL noch BAG die originalen Berichte der IM Sibold heraus, welche Bohrungen und Messungen &#8211; mit zT fragw\u00fcrdiger Qualit\u00e4t &#8211; ausf\u00fchrte. IM Sibold behauptet zB, man habe Bohrl\u00f6cher an drei verschiedenen Tagen gemessen. Mehrmals wurden Serien von absolut identischen Messwerten rapportiert: statistisch unm\u00f6glich und nur mit Copy-Paste erreichbar!&nbsp; Das m\u00fcsste auch dem uns nicht bekannten Auftraggeber oder einem Amt oder sp\u00e4testens Friedlipartner, welcher sich auf die Daten der IM Sibold abst\u00fctzt, aufgefallen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>IM Sibold hat die Gamma-Strahlung in den Bohrl\u00f6chern in 30-cm- Schritten bis zu 180cm Tiefe ausgemessen, das ist gut! &#8211; von den Kernen aber nur <strong>Mischproben<\/strong> aus zwei Meter langen Abschnitten gezogen um nuklidspezifisch zu messen. Das hingegen ist schlecht, obwohl vom AWEL als \u201egem\u00e4ss den Regeln\u201c bezeichnet. Warum ist das schlecht?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erstens:<\/strong> man verliert die hohe r\u00e4umliche Aufl\u00f6sung der Gammastrahlungs-messung (in welcher Schicht&nbsp; befindet sich das Problem?)<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sicheres Vorgehen um radioaktive Schichten zu finden: Man scant die aufgeschnittenen Bohrkerne mit dem Kontaminationsmonitor. Von den gefundenen aktiven Bereichen werden dann Proben genommen und analysiert. So erh\u00e4lt man folgende Informationen: Was genau liegt in welcher Tiefe? Wie dick ist die Schicht? Es gibt professionelle Messger\u00e4te mit welchen sehr tief in einem Bohrloch gemessen werden kann. Es gibt auch Bohrlochspektrometer mit denen man schon vor Ort erf\u00e4hrt <strong>welche<\/strong> Radionuklide <strong>wo <\/strong>in den durchbohrten Schichten liegen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zweitens:<\/strong> Eine Mischprobe aus zwei Meter Kern wird durch Verd\u00fcnnung der Daten eine zu niedrige Aktivit\u00e4t vort\u00e4uschen\u2026Das Verfahren ist beliebt, vor allem in grenzwertigen Bereichen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.8.1&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erstes Beispiel eines landseitigen HOT-SPOTS:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>unmittelbar unten am Hafen s\u00fcd\u00f6stlich des Geb\u00e4udes C5 (Verwaltung\/Labor?) n\u00f6rdlich von einem&nbsp; h\u00f6lzernen Bootsh\u00e4uschen wurde die Kernbohrung&nbsp; RKB 21-59 vorgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Resultat: 631 Bq\/kg Uran 238, 786 Bq\/kg Radium 226, 29 Bq\/kg Uran 235.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn man die Analyse des Kerns RBK 21-59 nur von der aktiven Schicht in rund 1,2 Metern Tiefe gemacht h\u00e4tte und nicht mit einer zwei Meter umfassenden Mischprobe w\u00e4re man mit gr\u00f6sster Sicherheit \u00fcber der famosen NORM- Grenze von 1000Bq\/kg.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-12.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"869\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-12-1024x869.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2730\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-12-1024x869.png 1024w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-12-300x255.png 300w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-12-768x652.png 768w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-12.png 1059w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Friedlipartner hat von 54 Bohrl\u00f6chern die Gammastrahlung abh\u00e4ngig von der Tiefe aufgetragen, hier die auff\u00e4lligsten Diagramme. Rote Markierungen und Gehalt Uran \/ Radium: MB<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich anschaulich, doch<strong>:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei genauerer Betrachtung f\u00e4llt auf, dass nicht alle x-Achsen den gleichen Masstab verwenden! Die schon besprochene Bohrung<strong> RKB 21-59<\/strong> zB wird mit anderem Massstab abgebildet als der Rest, optisch erscheinen dort die blauen Balken k\u00fcrzer als sie im Vergleich zu den anderen Balken wirklich w\u00e4ren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.8.2&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ein zweiter Hot-Spot RKB 21-63:<\/strong> Diese Bohrung befindet sich n\u00f6rdlich der Seestrasse,<\/p>\n\n\n\n<p>Nr 95a, dort wo die \u201eKl\u00e4ranlage\u201c ist. Hier ist wohl w\u00e4hrend langer Zeit radioaktive Fl\u00fcssigkeit nach unten versickert, mehrere meter tief<strong> in die Molasse hinein.<\/strong> Das ist eine \u201enutzungsbedingte Belastung\u201c, welche Friedlipartner nicht sehen will, nicht sehen darf?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.9&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Qualit\u00e4t der radiologischen Abkl\u00e4rungen <\/strong>ist fragw\u00fcrdig: Ende Juli\/Anfangs August 2024 unternahm Friedlipartner (F) eine bislang letzte Bohrkampagne entlang der Ufermauer. Der Bohrmeister erkl\u00e4rte, ein Geologe von F werde nach Abschluss der Arbeiten kommen und die fein s\u00e4uberlich aufgereihten und angeschriebenen Bohrkerne inspizieren. Ein Teil der Bohrkerne werde dann wohl direkt weggeworfen. Ich konnte das nicht glauben, aber er zeigte mir die Fotografie einer Abfallmulde voller Bohrkern-Material\u2026Ich stellte eine Anfrage an F, ob ich die anstehende Triage begleiten k\u00f6nne mit meinem Kontaminationsmonitor. Die Anfrage wurde abgelehnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter fand ich auf dem Gel\u00e4nde eine Abfall- Mulde mit viel Bohrkern-Material.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-13.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"494\" height=\"436\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-13.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2731\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-13.png 494w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-13-300x265.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 494px) 100vw, 494px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit dem Kontaminationsmonitor lokalisierte ich innert wenigen Minuten vier radioaktive Zonen von verschiedener Beschaffenheit, welche ich grob analysierte. Die zwei aktivsten Proben schickte ich dann nach Basel in ein Labor. Resultat links.<\/p>\n\n\n\n<p>Man sieht sofort: Uran 238 und die wichtigsten Folgeprodukte sind auch hier nicht im Gleich-gewicht, was Voraussetzung f\u00fcr das Label \u201eNORM\u201c ist. Leider habe ich keine Ahnung woher entlang der Ufermauer diese weggeworfenen Bohrkernfragmente stammen. Sie stammen von der letzten Bohrkampagne.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Probe \u201eweisses Material\u201c enth\u00e4lt viel Uran 238, weit \u00fcber der NORM-Befreiungsgrenze von 1000Bq\/kg.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Auf dem Plan welchen uns AWEL und Gemeinde im Herbst 2023 stolz pr\u00e4sentierten, siehe rechts, h\u00e4tte ein ein solcher Wert <strong>rot unterlegt <\/strong>werden m\u00fcssen!<\/p>\n\n\n\n<p>Das AWEL vertritt auf Anfrage den Standpunkt, Friedlipartner habe die letzten Messungen<strong> freiwillig <\/strong>gemacht, darum habe es auch keinen Zugriff auf Resultate. Das BAG ist erfahrungsgem\u00e4ss so desinteressiert, dass man es gar nicht erst anfragen muss.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es gibt also nach wie vor radioaktive HOT-SPOTS bzw Gebiete von sanierungsbed\u00fcrftig hoher Aktivit\u00e4t (zB im Westen wo Radon in untolerierbar hohen Konzentrationen gemessen werden kann).&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man muss sich fragen warum von gewissen Bohrkernen offiziell keine Radioaktivit\u00e4ts-Messwerte vorliegen; manche Kerne existieren nur als Nummern.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Frage : wie kommt es dass viele Meter an Bohrkernen weggeworfen wurden, bzw weggeworfen werden durften?<\/p>\n\n\n\n<p>Wo lagern all die nicht entsorgten Kerne? Gibt es eine Archivierungspflicht? Wer k\u00f6nnte einer unabh\u00e4ngigen Fachperson Messungen mit empfindlichen Ger\u00e4ten erm\u00f6glichen? Das AWEL stellte sich auf Anfrage quer und unsere Gemeindeverwaltung wollte mir sogar Gel\u00e4ndeverbot erteilen, als ich im westlichen Teil des Fabrikareales hohe Radonkonzentrationen messen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Standort D.N1.4 wurde auf Wunsch von Friedlipartner vom AWEL zur\u00fcckgestuft:&nbsp;&nbsp; \u201eNeu wird der gesamte Standort Nr. I.18-2 als sanierungsbed\u00fcrftigbeurteilt. Die Standorte D.N1-1, D.N1-3 und der \u00abBereich <strong>RKB20-21<\/strong>\u00bb (auch als D.N1-4 bezeichnet) werden <strong>gel<\/strong><strong>\u00f6scht bzw. in den Gesamtstandort I.18-2 \u00fcberf\u00fchrt.<\/strong>\u201c&nbsp; Es gibt jetzt im Altlastenkataster keine auff\u00e4lligen Regionen mehr. Das ganze Gebiet ist neu pauschal sanierungsbed\u00fcftig und \u201eVersiegeln\u201c scheint zu gen\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>RKB20-21<\/strong>: von dieser Bohrung gibt es laut AWEL keine Messung der Radioaktivit\u00e4t. Das erstaunt, liegt doch in diesem Gebiet, wo der <strong>Badezugang<\/strong> geplant ist, ein Maximum an Radium nahe der Oberfl\u00e4che im Seegrund, in der N\u00e4he &#8211; aber tiefer unter Wasser &#8211; findet sich auch sehr viel Uran.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>20 m \u00f6stlich von der PSI-Probe 88 mit&nbsp; dem <strong>Radium-maximum von 750Bq\/kg <\/strong>wurden im Kern<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>CU 14-27&nbsp; <strong>519mg Uran pro kg<\/strong> gemessen, das entspricht<strong> 6747Bq\/kg.<\/strong> Dieser Kern wurde in 9,1m Tiefe entnommen und war nur 56 cm lang, das Uran liegt nahe der Oberfl\u00e4che&nbsp; bei 16-35 cm!\u201c &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-14.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"372\" height=\"502\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-14.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2732\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-14.png 372w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-14-222x300.png 222w\" sizes=\"auto, (max-width: 372px) 100vw, 372px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stossend ist, dass&nbsp; im Anhang 6 Friedlipartner \u201e<em>Ergebnisse Feststoffanalytik (Abfallrechtliche Klassierung)\u201c <\/em>Messwerte f\u00fcr Radium konsequent fehlen und f\u00fcr Uran auch nur am Anfang der Tabelle sporadisch zu finden sind.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3<\/strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Auf Seite 55 der Studie<\/strong> finden sich Berechnungsmodelle welche die aufsummierten&nbsp; Betriebskosten des Unterhaltes der Sanierungsvariante \u201eAbdichtung mit Spundwand\u201c f\u00fcr 200 bzw 10\u2019000 Jahre in die Zukunft berechnen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Der Zeithorizont, w\u00e4hrend welchem die Sanierungsvariante betrieben werden muss, liegt prinzipiell in der Gr<\/em><em>\u00f6<\/em><em>ssenordnung 10&#8217;000 Jahre, da es bei den heutigen Austragungsraten in etwa so lange dauern w\u00fcrde, bis alles Arsen vom Standort ausgewaschen w\u00e4re (vgl. [10]). Realistischerweise ist aber mit einem Betrieb von maximal wenigen hundert Jahren zu rechnen (sp\u00e4ter neue Technologien, andere Gesetze etc.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u2026<\/em><em><br><\/em><em>Mit einer Betriebsdauer von 200 Jahren ergibt sich ein <strong>Barwert der Betriebskosten <\/strong>von <strong>ca. CHF 9 Mio<\/strong>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Mit einer Betriebsdauer von 10\u2019000 Jahren ergibt sich ein <strong>Barwert der Betriebskosten <\/strong>von <strong>ca. CHF 14 Mio.<\/strong><\/em><em><br><\/em><em>10 <\/em><em>Die Barwert-Berechnung wird oft auch als DCF-Methode bezeichnet (Discounted Cash Flow) und wird z.B. bei der Liegenschaftsbewertung angewendet, wobei die j\u00e4hrlichen Mietzinseinnahmen und Kosten eingesetzt werden. <\/em><em><br><\/em><em>11 <\/em><em>Die zuk\u00fcnftigen Kosten wurden unter Anwendung einer Diskontierungsrate von 1% abgezinst, gleichzeitig wurde eine Teuerungsrate von 0.5% ber\u00fccksichtigt. Bei der Wahl der Raten wurde die Rendite von Bundesobligationen als Diskontierungsrate und die Inflationsrate als Teuerungsrate ber\u00fccksichtigt: Durchschnittliche Rendite von 10-j\u00e4hrigen Bundesobligationen in den letzten 20 Jahren 1.046% (Datenquelle: SNB), durchschnittliche Inflation in demselben Zeitraum 0.5358% (Quelle: BFS). Die Gesamt-Diskontierungsrate betr\u00e4<\/em><em>gt somit ca. 0.5%. <\/em><em>\u201e<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gegen\u00fcber den vielleicht etwas spekulativen Betrachtungen zu Zeit und Geld eine physikalische Tatsache welche sich dem Schicksal der Uranabf\u00e4lle auf Gel\u00e4nde und Seegrund widmet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wise-uranium.org\/rup.html\">https:\/\/www.wise-uranium.org\/rup.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201e<\/em><em>Natural uranium (NU or Unat) refers to uranium with the same isotopic ratio as found in nature. It contains 0.711% uranium-235, 99.284% uranium-238, and a trace of uranium-234 by weight (0.0055%). Approximately 2.2% of its radioactivity comes from uranium-235, 48.6% from uranium-238, and 49.2% from uranium-234.<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Initially, it only contains the uranium isotopes. Within a few days, Th-231 (U-235 series), and within a few months, Th-234 and Pa-234m (U-238 series) grow in. The activity then remains stable for more than 10,000 years.<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>After this time, Th-230 and all other decay products of the U-238 series, and Pa-231 and all other decay products of the U-235 series grow in.\u201c<\/em><\/strong><em>&nbsp; <\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-15.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"983\" height=\"558\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-15.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2733\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-15.png 983w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-15-300x170.png 300w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-15-768x436.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 983px) 100vw, 983px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Gemeint sind hier zehn weitere ebenfalls radioaktive Zerfallsprodukte, deren Aktivit\u00e4t sich zuk\u00fcnftig stetig zu derjenigen des Urans addieren wird. Die radioaktive Bedrohung durch die uranhaltigen Abf\u00e4lle der CU wird also w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Million Jahre zunehmen, um dann nach einer Milliarde Jahren langsam abzunehmen; die Halbwertszeit von U238 ist 4,5 Milliarden Jahre.&nbsp; Schliesslich, nach 45 Milliarden Jahren werden 999 Promille der wiederaufgebauten radioaktiven \u201eFamilie\u201c zu stabilem Blei 206 zerfallen sein. Die Zerfallsprodukte, besser Umwandlungsprodukte genannt, sind von unterschiedlicher Mobilit\u00e4t und Radiotoxizit\u00e4t. Polonium ist Kandidat als giftigstes Element auf unserem Planeten (Po210)<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden ist Uran &#8211; NORM im Gleichgewicht mit den Zerfallsprodukten &#8211; grunds\u00e4tzlich im Erdinnern am Besten aufgehoben und man sollte nicht chemisch oder physikalisch eingreifen um Phosphors\u00e4ure oder D\u00fcnger, um Bomben oder Strom herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist w\u00fcnschenswert, jetzt \u00f6ffentlich und ergebnisoffen zu diskutieren was mit der Altlast zu geschehen habe, ohne sich von egoistischen und kurzsichtigen Kosten\/Nutzen-\u00dcberlegungen leiten zu lassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Geburt eines Tabus, aus anonymer aber verl\u00e4sslicher Quelle:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eines Morgens vor rund zwanzig Jahren wurden Kader von Polizei, Politik, Feuerwehr und weitere F\u00fchrungskr\u00e4fte zu einem informellen Treffen aufs Gel\u00e4nde der Chemie Uetikon zitiert. Man er\u00f6ffnete ihnen, dass Uran gefunden worden sei. Es wurde vereinbart, dar\u00fcber Stillschweigen zu bewahren um die Bev\u00f6lkerung nicht zu beunruhigen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong># &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Noch im Fr\u00fchling 2023 schrieb ein renommierter Experte zuhanden des AWEL:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u201eObwohl das im Merkblatt von 2018 bereits klar erw\u00e4hnt wurde scheint es noch nicht \u00fcberall angekommen zu sein, dass die chemische Aufbereitung des Rohphosphats zu einem ausgepr\u00e4gten Ungleichgewicht in der Uranzerfallsreihe f\u00fchrt. U-238 dominiert in den Abf\u00e4llen aus der Phosphors\u00e4ure-Produktion gegen\u00fcber dem Ra-226. Bei den Phosphorgips Abf\u00e4llen ist es gerade umgekehrt.<\/em><\/strong><strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachtrag 22. Oktober 2024:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Z\u00fcrcher Baurekursgericht durchkreuzt (vorl\u00e4ufig) die Pl\u00e4ne des Kantons. Mit einer auf 163 Seiten begr\u00fcndeten Analyse kommt es zum Schluss, die Begr\u00fcndung f\u00fcr die (kosteng\u00fcnstigste) L\u00f6sung sei zu l\u00fcckenhaft und k\u00f6nne die angestrebte \u00dcbersch\u00fcttung nicht gen\u00fcgend rechtfertigen. Es wurden zus\u00e4tzliche Sondierungen angeordnet, allerdings explizit nur mit chemischen Analysen des Bohrgutes.So wird eine massgebliche Altlast aus der D\u00fcngerherstellung, n\u00e4mlich der Phosphogips NICHT erfasst! Dieser enth\u00e4lt grosse Mengen an Radium. Ist diese Auflage des Gerichtes ein angeordnetes Wegschauen ??<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachtrag Dezember 2024:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich wurde Zeuge als Friedlipartner (F) Ende Juli zus\u00e4tzliche Bohrungen in Ufern\u00e4he vornahm, siehe oben Punkt 2.9.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant ist, dass das AWEL bei Friedlipartner darum bat, die ufernahen Kerne analysieren zu lassen, weil:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Entlang der Ufermauer gibt es Bereiche mit l\u00fcckenhafter Kenntnis der Belastungssituation. Um die Kenntnisse hinsichtlich des Sanierungs-projekts zu erweitern, empfehlen wir, in diesen Bereichen chemische Analysen des Bohrguts vorzunehmen. Dies insbesondere bei \u2026 <strong>RKB10.<\/strong><\/em><strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das AWEL machte F auch darauf aufmerksam,dass zus\u00e4tzliche Bohrungen bewilligt werden m\u00fcssten. Die oben erw\u00e4hnte RKB 10 wurde aber nicht am projektierten und bewilligten Standort RKB10 durchgef\u00fchrt. Dieser ist von Brombeer-Gestr\u00fcpp \u00fcberwachsen und leicht erschwert zug\u00e4nglich. Gebohrt wurde 30 Meter westlich an einem gut erreichbaren Ort. Als ich etwas irritiert das AWEL nach der Bewilligung f\u00fcr diese Bohrung bat, erhielt ich folgende Antwort:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Es kommt immer wieder vor, dass eine Sondierung geringf\u00fcgig verschoben wird. Grund daf\u00fc<\/em><em>r k<\/em><em>\u00f6<\/em><em>nnen Zugang, Werkleitungen etc. sein. Die Koordinaten der ausgef\u00fchrten Bohrung werden korrekt erfasst und dies auf dem Bohrprofil vermerkt. Eine geringf\u00fcgige Verschiebung erfordert kein neues Bohrgesuch\/Bewilligung. Das ist g\u00e4ngige Praxis.\u201c<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich \u00fcberpr\u00fcfe nun, ob eine Verschiebung um 30m tats\u00e4chlich so geringf\u00fcgig ist wie mir das AWEL versichert. Unmittelbar beim bewilligten Standort konnte ich hohe Radon-Konzentrationen in der Luft messen,was ein untr\u00fcgliches Zeichen f\u00fcr viel Radium im Boden ist. Der tats\u00e4chlich ausgew\u00e4hlte Bohr-Standort liegt im bereits sanierten Teil Rotholz\u2026&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>16. Dezember Marco B\u00e4hler Uetikon<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Radioaktiver Abfall im &#8222;Z\u00fcrichsee&#8220; <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>(August 2024<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024_09_28_FAA_Info-19-1.pdf\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024_09_28_FAA_Info-19-1.pdf\">&#8222;Fokus Anti-Atom Info 19&#8220;<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Radioaktive Altlasten einer Chemiefabrik &#8211; fragw\u00fcrdige Sanierungspl\u00e4ne, die Verantwortlichen werden von den Beh\u00f6rden geschont.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"523\" height=\"309\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2714\" style=\"width:647px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-1.png 523w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-1-300x177.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 523px) 100vw, 523px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Abbildung 5: Der Seegrund vor der Fabrik, links die historische Rutschung von 1356.&nbsp; (Aus geologischer Sicht vorgestern\u2026)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Im See und an Land vor Uetikon an der Goldk\u00fcste<\/strong> liegen grosse Mengen an hochgiftigen Stoffen wie Blei, Arsen, Kadmium, Thallium etc. 2012 war vom PSI best\u00e4tigt worden, dass die Phosphatd\u00fcngerherstellung auch Radium- und Uran- Abf\u00e4lle erzeugte, mit hohen Konzentrationen auf dem Gel\u00e4nde und im Seegrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Chemie Uetikon (CU) hat den Betrieb in Uetikon eingestellt; Beh\u00f6rden auf allen Ebenen unterst\u00fctzen die ChemiePapierHolding CPH aktiv bei ihrem Bestreben, mit der angeordneten Sanierung m\u00f6glichst g\u00fcnstig davonzukommen: Die Kosten der Sanierung waren wichtigstes Kriterium bei der Ausschreibung der Sanierungsarbeiten. Die Interessen des finanzstarken Konzerns werden h\u00f6her gewichtet als die Gesundheit heutiger und zuk\u00fcnftiger Lebewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der \u00f6ffentlichen Ausschreibung der Sanierungsarbeiten verschwieg das Z\u00fcrcherische Umweltamt AWEL wichtige Fakten betreffs Radioaktivit\u00e4t &#8211; und der billigste Anbieter MARTI erhielt den Zuschlag f\u00fcr 16,5 Mio Fr.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Firma Eberhard hatte sich f\u00fcr die Sanierung beworben, betrieb aufw\u00e4ndige Nachforschungen und veranschlagte doppelt so hohe Sanierungskosten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>MARTI begann im Fr\u00fchjahr 2022 mit der Sanierung durch Absaugen der Kontamination.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde breit kommuniziert: <strong>\u201eAlles wird herausgeholt\u201c <\/strong>vor dem 750 Meter langen Fabrikgel\u00e4nde.<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Von langer Hand wurde hingegen eine andere L\u00f6sung vorbereitet:&nbsp; Im Januar 2022 <strong>verf\u00fcgte das AWEL die teilweise \u00dcbersch\u00fcttung <\/strong>mit 30\u2019000 Kubikmetern Kies! Diese Verf\u00fcgung wurde auch der Gemeinde Uetikon zugestellt, aber nicht publiziert.<strong> Noch bis im Januar 2023 wurde der Schein aufrechterhalten, man werde <\/strong>bis auf eine Zone unmittelbar anschliessend der Ufermauer <strong>alles Gift absaugen<\/strong>, konditionieren und in geeignete Deponien verbringen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"541\" height=\"834\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2715\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-2.png 541w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-2-195x300.png 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 541px) 100vw, 541px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Abbildung 6: Flugblatt (Vor- R\u00fcckseite)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Da \u00dcbersch\u00fcttungen im See eine Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung ben\u00f6tigen, mussten im Januar 2023 auf der Gemeinde Uetikon entsprechende Pl\u00e4ne aufgelegt werden. Das wurde von einem B\u00fcrger bemerkt, welcher sich schon vorher bei der Gemeinde um Unterlagen zur Sanierung bem\u00fcht hatte und abgewimmelt worden war.&nbsp; Zum Gl\u00fcck gibt es eine \u00fcberparteiliche Gruppe von kritischen Uetiker Menschen, an die er sich wandte:<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eLobby f\u00fcr Uetikon\u201c fokussierte den entstehenden Widerstand und sammelte mit einem Flugblatt Geld f\u00fcr eine Anwaltskanzlei, es kamen \u00fcber 30\u2019000 Fr zusammen!<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die \u201cLobby f\u00fcr Uetikon\u201c bei der Wahrnehmung ihrer B\u00fcrgerrechte vom Gemeinderat behindert und verunglimpft wurde, konnte im Juni 2023 der Rekurs gegen die laut BAFU-Richtlinien unzul\u00e4ssige Sanierungsmethode eine Klage beim Kantonalen Baurekursgericht eingereicht werden.&nbsp; Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kamen die radioaktiven Stoffe \u00fcberhaupt in die Altlast?&nbsp;<\/strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>1) Warum sind radioaktive Stoffe in der Altlast?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zwei \u00abGenerationen\u00bb von Altlasten k\u00f6nnen unterschieden werden: Die \u00e4lteste, oft dickste Schicht geht auf die Herstellung von Schwefels\u00e4ure zur\u00fcck. Aus Pyrit (Schwefelkies) gewann man Schwefel. Der <strong>sogenannte Pyrit-Abbrand<\/strong> wurde zur Gewinnung von weiterem Bauland aufgesch\u00fcttet. Dass der Pyrit-Abbrand Gifte enthielt, war den Gr\u00fcnder- Generationen Schnorf wohl noch unbekannt. Sp\u00e4ter wusste man aber: in den Sch\u00fcttungen ist neben Arsen und Blei auch das starke Gift Thallium enthalten. <strong>DIESE Altlast ist Baugrund<\/strong> unter grossen Bereichen des Areals!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herstellung von Phosphors\u00e4ure und D\u00fcnger <\/strong>f\u00fchrte zur zweiten Generation Abfall: Das am billigsten aus Marokko erh\u00e4ltliche Rohphosphat- Gestein enthielt urspr\u00fcnglich 600 bis 3000 Becquerel <strong>Uran <\/strong>pro Kilogramm (Bq\/kg, siehe Anmerkung). Das Uran war im Gleichgewicht mit all seinen 14 radioaktiven Zerfallsprodukten, inklusive Radium, mit schliesslich stabilem Blei am Ende der Zerfallskette. Alles <strong>fest im Muttergestein eingeschlossen, biologisch nicht verf\u00fcgbar.<\/strong> Dieses Gestein wurde in Uetikon zermahlen, in Schwefels\u00e4ure aufgel\u00f6st und verarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>2) Konzentration von Uran<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Verarbeitung zu D\u00fcnger zB Superphosphat reicherte sich der Urangehalt bis auf 4000 Bq\/kg an, weil zwischen Phosphor und Uran eine hohe chemische Anziehungskraft besteht. (Chemische Anreicherung, nicht zu verwechseln mit der Isotopen-Anreicherung f\u00fcr Reaktor und Bombe.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>3) Konzentration von Radium<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Phosphogips wird Radium konzentriert, auf bis zu 5000 Bq\/kg.&nbsp;Neben D\u00fcnger wurde aus dem Rohphosphat auch Phosphors\u00e4ure hergestellt, dabei fiel radiumhaltiges Calciumsulfat an, auch Phosphogips genannt. Zun\u00e4chst konnte dieses, das noch mit Phosphaten verunreinigt war und intern <strong><em>\u00abSupergips\u00bb<\/em><\/strong>genannt wurde, der Landwirtschaft als schwacher D\u00fcnger verkauft werden. Mit zunehmender Produktionsmenge konnte auch der Supergips nicht mehr verwertet werden, er wurde auf Anordnung des AWEL, auch gegen den Willen der \u00f6rtlichen Beh\u00f6rde und der Bev\u00f6lkerung, in Deponien eingelagert. Die entstehenden Umweltprobleme wurden allerdings untersch\u00e4tzt: Die Phosphate wurden ausgewaschen und gelangten in die Gew\u00e4sser.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>4) Uran und Radium als NORM deklariert<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der Konzentrierung von Uran und Radium in Produkten und Abfall der Chemie Uetikon CU, profitieren CU, CPH und &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;AWEL von einer <strong><em>Neufassung der Strahlenschutz-Verordnung im Jahre 2018. So heisst der radioaktive Abfall neu \u00abNORM\u00bb, englisch f\u00fcr \u00abNaturally Occurring Radioactive Material\u00bb<\/em>. <\/strong>Das AWEL schrieb in den Submissionsunterlagen, das zu beseitigendes Material werde nat\u00fcrliches Uran enthalten, aber haupts\u00e4chlich in Konzentrationen von unter 1000 Bq\/kg. Solches Material w\u00fcrde sich als <strong><em>\u00abNORM\u00bb unproblematisch \u00abentsorgen\u00bb lassen. Nach der alten Verordnung w\u00e4re die Freigrenze f\u00fcr Radium bei 40 Bq\/kg gelegen; nicht bei 1000!<\/em><\/strong> Das AWEL schrieb weiter, die Radium-Konzentrationen (\u00abRadioaktivit\u00e4t\u00bb) w\u00fcrde den Uran-Konzentrationen folgen; obwohl bekannt war, dass dies NICHT der Fall ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"527\" height=\"223\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2716\" style=\"width:626px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-3.png 527w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-3-300x127.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 527px) 100vw, 527px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>5) Probleme mit dem radioaktiven Material<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das f\u00fchrte f\u00fcr MARTI zu unvorhergesehenen Problemen da <strong>Radium und seine Zerfallsprodukte<\/strong>, im Gegensatz zu Uran mit seinen unmittelbaren Zerfallsprodukten, <strong>sehr energiereiche durchdringende Gammastrahlen<\/strong> aussendet. \u00dcberdies zerf\u00e4llt Radium in das problematische radioaktive Gas Radon. Aus Erfahrungen bei der Sanierung Rotholz war intern bekannt, dass die \u00abEntsorgung\u00bb problematisch werden k\u00f6nnte, erschwerend kam dazu, dass die Umgangsbewilligung des BAG nur f\u00fcr Natur-Uran ausgestellt worden war; Export nicht erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zugang zu zwei Dokumenten welche hier eventuell mehr Klarheit schaffen k\u00f6nnten, wurde vom AWEL verz\u00f6gert und erschwert: <em>\u201eDa eine Anh\u00f6rung der ARGE Marti im Sinne von $ 26 Abs. 1 IDG n\u00f6tig war, wird die Bearbeitung des Gesuchs noch etwas Zeit beanspruchen. Wir sind momentan mit der Redaktion des Entscheids besch\u00e4ftigt. Zudem teilen wir Ihnen bereits zum jetzigen Zeitpunkt mit, dass f\u00fcr die Bearbeitung des Gesuchs Geb\u00fchren in H\u00f6he von einigen hundert Franken anfallen werden.\u201c&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em>Nachtrag: Inzwischen hat das Baurekursgericht das AWEL aufgefordert, die Dokumente unzensiert freizugeben und wir haben sie nach Monaten erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>6) Ist die Bezeichnung NORM korrekt?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht abschliessend gerichtlich gekl\u00e4rt, ob Uran und Radium auch als<strong> \u00abNORM\u00bb <\/strong>bezeichnet werden d\u00fcrfen, wenn sie in hohen Konzentrationen und nicht im nat\u00fcrlichen Gleichgewicht vorliegen. (Wie zB in einer Mineraliensammlung oder in einem St\u00fcck Uranerz) Ob die neue Strahlenschutzverordnung in dieser Hinsicht dem Strahlenschutzgesetz gen\u00fcgt, ist eine interessante Frage, war aber in diesem Rekurs kein Thema.<br>In den USA werden die Abfallprodukte der Phosphord\u00fcnger-Industrie laut der Umweltschutzbeh\u00f6rde EPA nicht als NORM bezeichnet, sondern als \u00abTENORM\u00bb. (technisch konzentriertes nat\u00fcrlich radioaktives Material) Das beschreibt genau die Situation der radioaktiven Stoffe in unserer Altlast!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>7) Vergleich nat\u00fcrliche \/ industrielle radioaktive Stoffe im Seegrund<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um die hohen <strong>Radium<\/strong>&#8211; und Urankonzentrationen in der Altlast besser zu verstehen: <strong><em>Der nat\u00fcrliche Untergrundpegel an Uran und Radium in Z\u00fcrichsee-Sedimenten betr\u00e4gt ca. 15 Bq\/kg.<\/em><\/strong> Gem\u00e4ss Analysen des Paul-Scherrer-Institut (PSI) vom Jahre 2012 wurde die <strong>h\u00f6chste Radium-Konzentration von 750 Bq\/kg <\/strong>im obersten Meter der Probe ZH 88 gemessen; unmittelbar vor den neu geplanten Terrassen mit Seezugang.<br>Man m\u00fcsste hier also nicht sehr tief abtragen um bereits eine hohe Wirkung zu erzielen. Nun soll dieser problematische Teil der Altlast aber durch \u00dcbersch\u00fcttungmit Kies \u00abunsch\u00e4dlich gemacht\u00bb werden. Man schafft sich so eine noch schwerer zu sanierende Neulast, welche abrutschgef\u00e4hrdet ist und das Trinkwasser verseuchen w\u00fcrde!<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Uran-<\/strong>Konzentrationen in den Ufernahen Zonen sind relativ gut bekannt, es existieren viele Messwerte. Hingegen wurden nur wenige Bohrkerne auf <strong>Radium<\/strong> analysiert. Das AWEL war der fragw\u00fcrdigen (von der CU \u00fcbernommenen?) Annahme, dass das Uran im Gleichgewicht mit seinen Zerfallsprodukten (z.B. Radium) vorliegen w\u00fcrde. Das ist aber nur beim unverarbeiteten <strong>Rohphosphat aus Marokko <\/strong>der Fall! Dieses enth\u00e4lt im Gegensatz zu Phosphat anderer Herkunft <strong>relativ viel Uran und seine radioaktiven Folgeprodukte<\/strong>. Im Seegrund hingegen korrelieren die Uran- und Radium-Konzentrationen nicht; MARTI war von falschen Voraussetzungen ausgegangen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>8) Wann wurde die Altlast radioaktiv?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcnschenswert w\u00e4re die Bestimmung des Alters der giftigen Schichten! Es gibt Marker in den Sediment-Schichten, wie z.B. Atombomben-Fallout und den Cs137- Fallout von Tschernobyl, eventuell hat auch Fukushima einen Marker hinterlassen. Es gibt wohl auch andere nicht-radioaktive Marker.<br>Dann k\u00f6nnte man wahrscheinlich in Erfahrung bringen, wann der letzte Eintrag von radiumhaltigen Abf\u00e4llen erfolgte\u2026Nachtrag: Inzwischen wurde bekannt, dass tats\u00e4chlich eine Schicht mit Chernobyl-C\u00e4sium gefunden wurde; eine zeitliche Zuordnung der Radium-Schichten wurde vers\u00e4umt.<\/p>\n\n\n\n<p>(Die Untersuchung eines Bohrkernes mit Autoradiografie und Kontaminationsmonitor durch Private lehnte das AWEL ab.)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>9) Prim\u00e4rliteratur, verf\u00fcgbar ETH-Bibliothek und \u201eLibrary Genesis\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>9a <\/strong>Literaturauszug&nbsp; \u201eMine wastes characterization, treatment and environmental impacts Lottermoser, Bernd G. Berlin: Springer, 2010\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Phosphogips<\/strong> wird in den meisten F\u00e4llen direkt neben den Produktionsanlagen f\u00fcr Phosphord\u00fcnger gelagert (Lottermoser, 2010). Wie erw\u00e4hnt treten potentielle Umweltsch\u00e4den meistens in der Umgebung der Minen und Produktionsst\u00e4tten auf. Phosphogips enth\u00e4lt oft Schwermetalle und radioaktive Elemente.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>F\u00fcr die Gefahr von Umweltsch\u00e4den ist besonders zentral, dass verschiedene Schwermetalle und Radionuklide im Phosphogips mobiler als in Gesteinsform sind. Ausserdem sind sie im Gegensatz zur Gesteinsform oft an organische Komplexe gebunden. Dadurch k\u00f6nnen diese Stoffe einfach ausgewaschen werden und sind \u00fcberdies bioverf\u00fcgbar, wodurch sie von Lebewesen aufgenommen werden k\u00f6nnen\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>9b <\/strong>R. P\u00e9rez-L\u00f3pez: \u00abChanges in mobility of toxic elements during the production of phosphoric acid in the fertilizer industry of Huelva (SW Spain) and environmental impact of phosphogypsum wastes\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>10) Auf \u00dcbersch\u00fcttung gewachsene Pflanzen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Expertengruppe von Greenpeace international besuchte nach der Strahlenschutzausbildung 2004 das oben erw\u00e4hnte <strong>HUELVA<\/strong>. Dort ist eine der weltgr\u00f6ssten chemischen Fabriken, welche auch D\u00fcnger herstellte. Eine riesige Deponie von Phosphogips ist <strong>mit einer \u00dcberdeckung von einem Meter Ton \u00abgesichert\u00bb; darauf wachsen Pflanzen. <\/strong>Eine dieser Pflanzen wurde analysiert: <strong>Die Pflanze war radioaktiv geworden!<\/strong> Sie hatte Blei 210 und Radium 226 durch die \u00dcberdeckung hindurch aus dem Deponiek\u00f6rper geholt.<\/p>\n\n\n\n<p>Pb210: 135+-26Bq\/kg, Ra226: 73+-5Bq\/kg. Die Radioaktivit\u00e4t dieser Pflanze w\u00e4re nach alter Strahlenschutzverordnung \u00fcber der Freigrenze!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>11) Rotholz: kann noch nicht als saniert gelten!<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Gemeinderat hatte nach einem Spendenaufruf die Lobby diffamiert und stellte mehrere unzutreffende Behauptungen auf, eine davon: \u00abDie ehemalige <strong>Deponie \u201eRotholz\u201c<\/strong>, auf dem Gemeindegebiet Meilen, ist vollst\u00e4ndig saniert worden.\u00bb<br>Tatsache ist: Das am h\u00f6chsten kontaminierte Erdmaterial der landseitigen Deponie wurde zwar entfernt, aber von den gesamt 24\u2019000 Tonnen des Aushubes sind immer noch 10\u2019000 Tonnen an einem unbekannten Ort zwischengelagert, weil auch dem AWEL unklar ist, wohin damit.<\/p>\n\n\n\n<p>Zitat AWEL: \u00abDas bei der Sanierung Rotholz angefallene Aushubmaterial wurde entsprechend der Belastung verschiedenen Entsorgungswegen zugef\u00fchrt. Insgesamt fielen rund 24\u2019080 Tonnen Material zur Entsorgung an.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp; 1570 t &nbsp;Thermische Verwertung<br>\u2022&nbsp; 3160 t &nbsp;Deponie Typ B<br>\u2022&nbsp; 4550 t &nbsp;Deponie Typ E<br>\u2022&nbsp; 4800 t &nbsp;Untertagedeponie Ausland<br>\u2022 10\u2019000 t genehmigtes Zwilag Entsorgung in Abkl\u00e4rung\u00bb (laut BAG sind dies sogar 12\u2019500 t)<\/p>\n\n\n\n<p>Im Dezember 2022 erkundigten wir uns beim AWEL nach dem Gehalt an Radium und Uran in den obengenannten Chargen. Das AWEL verwies ans BAG, welches schrieb:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00abGerne best\u00e4tigen wir Ihre Anfrage. Da uns die verlangten, vollst\u00e4ndigen Informationen aktuell nicht vorliegen, werden wir diese vom Bewilligungsinhaber der Sanierungsarbeiten (KIBAG) einfordern. Sobald uns die verlangten Resultate der Aktivit\u00e4tsbestimmungen vorliegen, werden wir Ihnen diese zustellen, vorausgesetzt dass der Inhaber der Weitergabe zustimmt. Falls diese Zustimmung nicht vorbehaltlos erteilt wird, m\u00fcssen wir den Bewilligungsinhaber vorerst dar\u00fcber informieren, dass wir ihn ansonsten im Rahmen des BG\u00d6-Verfahrens anh\u00f6ren werden und er sich dort \u00fcber die Herausgabe der Information \u00e4ussern kann.\u00bb <\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese im Rahmen von Einsichtsgesuchen ungew\u00f6hnlich schwierige Beschaffung von Daten bekr\u00e4ftigt den Anfangsverdacht vom letzten Herbst, dass die Sanierungs-Probleme und das \u00c4ndern der Methode mit den radioaktiven Stoffen in der Altlast zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist vor diesem Hintergrund irref\u00fchrend vom Gemeinderat, zu behaupten die Deponie Rotholz sei vollst\u00e4ndig saniert.<br>Ein Teil der \u00abSanierung\u00bb ist vorerst nur eine Umlagerung der Giftstoffe. <strong>Immerhin aber sind die Giftstoffe auf dem Trockenen und nicht im Trinkwasserreservoir.<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachtrag: Im Februar 2024 erhielten wir nach Intervention des Eidgen\u00f6ssischen \u00d6ffentlichkeitsbeauftragten ED\u00d6B schliesslich vom BAG das unzensurierte Triagejournal der KIBAG, welche wie MARTI ebenfalls keine ganz weisse Weste hat. Dazu sp\u00e4ter mehr. Der Seegrund vor der ehemaligen Deponie Rotholz ist immer noch nicht saniert, \u2013 und warum schliesslich der schmale Landstreifen zwischen der ehemaligen Deponie und dem zur Sanierung ausgezonten Seegrund NICHT saniert werden muss, ist unverst\u00e4ndlich: Wie soll denn das Gift in den See geraten sein?&nbsp;Laut Altlastenkataster des AWEL ist dieses St\u00fcck Seegrund belastet und sanierungsbed\u00fcrftig. Radium, Uran etc. werden im Kataster nicht erw\u00e4hnt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>12) Anmerkungen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-4.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"624\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-4-1024x624.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2717\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-4-1024x624.png 1024w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-4-300x183.png 300w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-4-768x468.png 768w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-4.png 1089w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Abbildung 7: Unterschiedliche Protokolle &#8211; gleiche Bilder!<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Einheit Becquerel, abgek\u00fcrzt Bq, ist die Mass-Einheit f\u00fcr die Aktivit\u00e4t an Kernumwandlungen (Zerf\u00e4lle) eines Stoffes. <strong>Die nat\u00fcrliche Aktivit\u00e4t an Radium226 im See-Sediment betr\u00e4gt 15Bq pro Kilogramm: 15Bq\/kg.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das heisst: jede Sekunde zerfallen in einem Kilogramm rezentem Sediment 15 Ra226 Atomkerne zu Radon 222, welche dann nach weiteren Kern-Umwandlungen zu stabilem Blei 206 werden. Nach 1600 Jahren w\u00fcrden im selben Kilogramm immer noch sieben bis acht Radium-Kernzerf\u00e4lle pro Sekunde stattfinden.<br><strong>K\u00f6nnte man die Aktivit\u00e4t von 15 Umwandlungen pro Sekunde h\u00f6ren, w\u00fcrde das einer Frequenz von 15 Hertz entsprechen. Das w\u00e4re ein fast unh\u00f6rbar tiefes Knattern.<\/strong><strong><br><\/strong><strong>Ein Kilogramm Seesediment aus der Probe ZH11-88 mit 750 Bq\/kg Radium, erhoben unmittelbar vor dem geplanten Seezugang, k\u00f6nnte man mit 750Hz pfeifen h\u00f6ren. Ein Fis, f\u00fcnf Oktaven h\u00f6her! <\/strong>Darum sollte man aus der Altlast keine Neulast machen, sondern sie soweit m\u00f6glich entfernen.<br>Am besten, solange \u201eZeochem\u201c bzw. CPH existiert.<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dass die lokale Beh\u00f6rde aus alter Tradition auch auf fragw\u00fcrdige Weise zu \u201eIhrer Chemie\u201c h\u00e4lt ist besch\u00e4mend, aber nachvollziehbar. Dass hingegen das kantonale Gesundheits- und Umweltamt AWEL sich derart schamlos hinter die Interessen der Chemie Uetikon und Ihrer Nachfolger stellt, ist ein Skandal. BAFU und BAG sind noch weiter weg\u2026.<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da mit der MARTI ein mit Umwelts\u00fcnden vorbelasteter Konzern gew\u00e4hlt wurde, h\u00e4tte das AWEL die Sanierungsarbeiten gr\u00fcndlich \u00fcberwacht, w\u00fcrde man annehnmen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weit gefehlt: Wir wurden im August 2022 zu einem Gespr\u00e4ch ins AWEL eingeladen, um die unserer Ansicht nach unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig schwierige Einsicht in Dokumente zu besprechen.&nbsp; Auf die Frage, wer f\u00fcr die Qualit\u00e4tskontrolle der Dokumentation der Sanierung zust\u00e4ndig sei, kam die Antwort, das sei MARTI.&nbsp;&nbsp; Also vertrauten wir der Juristin und der Leiterin der Sanierung an, dass die amtlich vorgeschriebenen Probenahme-Protokolle von MARTI, welche wir erhalten hatten, schludrig seien und besser \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcssten.&nbsp; Es erstaune sehr, dass wir scheinbar als erste auf diese M\u00e4ngel gestossen seien!<\/p>\n\n\n\n<p>Eine freundliche Bitte um bessere Aufsicht hatte beim AWEL keine Folgen: auch die n\u00e4chste Serie von Probenahmeproto-kollen, welche wir erhielten, wies mehrere identische Fotos auf. Zwar war jetzt immer eine Kastenposition eingetragen, aber weiterhin fehlende Containerbezeichnungen, ein absolutes NO-GO angesichts der Beteuerungen wie solide, vertrauensw\u00fcrdig und zuverl\u00e4ssig gearbeitet werde bei MARTI. (So jedenfalls, dass AWEL an einer Infoveranstaltung.) Ein Debakel angesichts der Pflicht zur Gew\u00e4hrleistung von R\u00fcckverfolgbarkeit der Altlasten-Chargen.&nbsp; Aus den Rapporten von MARTI ergibt sich auch, dass manchmal Mischproben von weit voneinander entfernten Kasten-Standorten gemacht wurden. So kann man \u201eelegant\u201c lokal kritisch hohe Werte im Durchschnitt \u201euntergehen lassen!\u201c&nbsp; (Die KIBAG benutzte sogar NEGATIVE Dosisleistungen f\u00fcr ihre \u201eBerechnungen\u201c)<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Autor an der Informationsveranstaltung des AWEL in Uetikon die schludrigen Protokolle thematisieren wollte, wurde ihm vom Gemeindepr\u00e4sident das Wort entzogen und als er den anwesenden MARTI- CEO pers\u00f6nlich mit den Papieren konfrontieren wollte, wurde er vom Co-CEO von GEOTEST abgedr\u00e4ngt. Frustriert verliess er den Saal.<\/p>\n\n\n\n<p>Der stellvertretende Amtsleiter des AWEL, Balthasar Thalmann, nannte die Sanierung der Ewigkeits- Altlast im Trinkwasserreservoir Z\u00fcrichsee ein \u201esch\u00f6nes Projekt\u201c, ein <strong>Pionierprojekt.<\/strong> Das ist an Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung nicht zu \u00fcberbieten, denkt man an die verschiedenen gut dokumentierten Rutschungen des ufernahen Seegrundes, auch unmittelbar neben dem Chemiestandort. Bei einer Rutschung im Jahre 1955 war sogar Material unter einem Teil der Ufermauer in die Tiefe durchgerutscht. Diese Mauer ist sanierungsbed\u00fcrftig, sie steht auf Holzpf\u00e4hlen, hat vielerorts Risse oder baucht sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Das AWEL will aber den ufernahen Bereich, wo z.B. Radium oberfl\u00e4chennah beim geplanten Seezugang liegt, nicht wie vorgesehen sanieren, indem das Gift entfernt wird, sondern <strong>\u00fcbersch\u00fctten<\/strong>, angeblich um die Mauer nicht zu gef\u00e4hrden.&nbsp; Man vergegenw\u00e4rtige sich, dass Radium sich kontinuierlich in radioaktives Radon, Polonium, Wismut und Blei wandelt\u2026 Halbwertszeit 1600 Jahre\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das <strong>BAG<\/strong> schliesslich r\u00fcckte <strong>erst nach einer Schlichtungsverhandlung <\/strong>beim eidgen\u00f6ssischen \u00d6ffentlichkeits-Beauftragten ED\u00d6B die vollst\u00e4ndigen Triageunterlagen der KIBAG, welche landseitig die Deponie Rotholz \u201esaniert\u201c hatte, heraus.&nbsp; Dabei erfuhr man, dass die <strong>Aufsichtsbeh\u00f6rde<\/strong> dieses amtlich verlangte Dokument erst nach Abschluss der Sanierungsarbeiten erhalten und n\u00e4her angeschaut hatte! Darum konnte der zust\u00e4ndige leitende BAG-Fachmann auch die auff\u00e4llige H\u00e4ufung der \u201eFeldmessungen\u201c 99 bzw 999 (ohne Einheit, wahrscheinlich nano-Sievert pro Stunde) nicht erkl\u00e4ren. Siehe Spalte M im Ausschnitt des umfangreichen Dokumentes, welches erst auf Intervention des ED\u00d6B \u00fcberhaupt zug\u00e4nglich wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Kein funktionierendes Dosisleistungs-Messger\u00e4t gibt wiederholt \u201e999\u201c aus, die Messwerte schwanken statistisch; so etwas kann nur COPY-PASTE! (Grafik unten)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-5.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"313\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-5-1024x313.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2718\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-5-1024x313.png 1024w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-5-300x92.png 300w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-5-768x235.png 768w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-5.png 1089w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Abbildung 8; Protokolle mit Copy &#8211; Paste<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Man kann diesen amtlich beglaubigten Unsinn kaum fassen, wird aber belehrt, dass das <strong>BAG <\/strong>sehr viele Baustellen beaufsichtige und auf der Basis von <strong>VERTRAUEN <\/strong>arbeiten m\u00fcsse. Im \u00dcbrigen: das Amt m\u00fcsse die Dokumente laut Gesetz auch nicht erkl\u00e4ren, bloss zug\u00e4nglich machen. Diskussion abgeschlossen, auch der ED\u00d6B konnte mit Bedauern nicht weiterhelfen\u2026 weitere Fragen solle man der <strong>KIBAG<\/strong> stellen, welche in Folge weitere Ausk\u00fcnfte verweigerte. Wen wunderts, wird das nur teilweise sanierte Rotholz-Gel\u00e4nde von \u00fcber 5000m2 doch seit kurzem als \u201eBauland-Bijou\u201c zum Verkauf angepriesen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deponiepl\u00e4tze sind rar, <\/strong>besonders f\u00fcr hochgiftige oder gar radioaktive Abf\u00e4lle. Aber diese mit Kies \u00fcberdeckt im<strong> Trinkwasser-Reservoir Z\u00fcrichsee<\/strong> zu lassen scheint im Lichte der zunehmenden geologischen und klimatologischen Unsicherheit kein Pionierprojekt, so sehr es sich Million\u00e4re, Aktion\u00e4re, Funktion\u00e4re und Weichk\u00f6pfe auch w\u00fcnschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Herbst 2023 er\u00f6ffnete das AWEL, dass auch landseitig die Situation neuerdings \u201eschwieriger sei als bislang angenommen\u201c,<\/strong> es sei aufgrund von ca. 70 Sondierbohrungen 2020 und 2021 klar geworden, dass viel mehr Arsen im Boden sei, welches in untolerierbarem Mass in den See ausgewaschen werde. Auch in radiologischer Hinsicht hat man Proben und Bohrl\u00f6cher analysiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin ist diesmal angegeben um welche Mess-Einheit es sich handelt, im gleichen Sondier-Loch wurde sogar an drei verschiedenen Tagen gemessen! Am 25. Januar 2021 hat man im Bohrloch RKB 21-1 sicherheitshalber nochmals gemessen und alle Messwerte mit Ausnahme des Untergrundpegels waren identisch. <strong>Auch diese \u201eMesswerte\u201c sind in Wirklichkeit eine nur durch <\/strong><strong>COPY-PASTE <\/strong><strong>erkl\u00e4rbare und von der \u00d6ffentlichkeit bezahlte Schummelei.<\/strong> &nbsp;(Untenstehende Grafik)<\/p>\n\n\n\n<p>Notabene im Loch RKB 21-10 dasselbe Ph\u00e4nomen mit fingierten Messwerten. (Siehe Bild unten)<\/p>\n\n\n\n<p>Das Loch RKB21-1 ist zug\u00e4nglich auf dem Gel\u00e4nde, und noch nicht zugesch\u00fcttet. Wir haben dort Gammadosisleistungs-Messungen gemacht und konnten gr\u00f6ssenordnungsm\u00e4ssig die Messungen der IM Sibold best\u00e4tigen. Zus\u00e4tzlich wurde im Bohrloch ein Gammaspektrum aufgenommen welches Radium 226 und Folgeprodukte best\u00e4tigte.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Radon 222 wurde Im Bohrloch und in der Umgebung gemessen:<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Radonmessungen konnten oft wiederholt werden; die Konzentrationen liegen regelm\u00e4ssig \u00fcber dem schweizerischen Referenzwert von 300 Bq\/m3. (Es gibt auch Regelwerke mit tieferen Schwellwerten, siehe Screenshot auf gegen\u00fcberliegender Seite)<\/p>\n\n\n\n<p>Nebenstehend ein Messwert im Bohrloch, in der Halle 257 wurde mit \u00fcber 600Bq\/m3 das Doppelte des Referenzwertes gemessen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>AWEL und BAG machen bis heute Anfangs Juli Schwierigkeiten, uns die vollst\u00e4ndigen Unterlagen der oben erw\u00e4hnten IM Sibold auszuh\u00e4ndigen. Das AWEL erhielt von uns zur Aufmunterung einen Text der NZZ von 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bundesgericht-Korrespondentin berichtete darin von einem Urteil \u00fcber die zu gew\u00e4hrende \u00d6ffentlichkeit der AKW-Emissionen: <strong><em>\u201eEs hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden\u2026 anstelle des Grundsatzes, dass amtliche Dokumente geheim zu halten seien, gilt nun der Grundsatz des freien Zugangs\u2026 dieses Einsichtsrecht ist laut den Richtern sehr weit gefasst und soll eine \u00f6ffentliche Diskussion\u2026erm\u00f6glichen. <\/em><\/strong><strong><em>Eine \u201ePopularaufsicht\u201c \u2026muss auch da m\u00f6glich sein wo es der Verwaltung\u2026<\/em><\/strong><strong><em> <\/em><\/strong><strong><em>nicht angenehm ist\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-6.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"602\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-6-1024x602.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2719\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-6-1024x602.png 1024w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-6-300x176.png 300w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-6-768x452.png 768w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-6.png 1112w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-7.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"521\" height=\"642\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-7.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2720\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-7.png 521w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-7-243x300.png 243w\" sizes=\"auto, (max-width: 521px) 100vw, 521px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Der AWEL-Jurist liess sich zwei Wochen Zeit und antwortete:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Nachdem wir Ihnen in den letzten 1.5 Jahren wohl \u00fcber 100 Dokumente \u00fcbermittelt haben und daf\u00fcr einen <strong>\u00e4usserst erheblichen Zeitaufwand<\/strong> betrieben haben, <\/em><em>ist mir nicht klar, was Sie mir mit dem Zeitungsartikel sagen m\u00f6chten. <\/em><em>Selbstverst\u00e4ndlich gilt das \u00d6ffentlichkeitsprinzip auch im Kanton Z\u00fcrich, auch wenn das von Ihnen erw\u00e4hnte BG\u00d6 f\u00fcr kantonale Stellen nicht direkt anwendbar ist. Trotzdem k\u00f6nnen wir Ihnen nicht immer alle gew\u00fcnschten Dokumente ohne Weiteres zustellen, was einerseits mit unseren knappen Ressourcen (siehe \u00a7 25 Abs. 2 IDG) und andererseits mit eindeutigen rechtlichen Vorgaben (u.a. \u00a7 26 IDG) zu tun hat.\u201c <\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>D<\/em>as AWEL reagiert h\u00e4ufig lange nicht, bzw. nur bei Wiederholen der Anfrage, wenn man Dokumente anfordert. Zudem hat das AWEL anf\u00e4nglich, bevor wir einen \u201eStatus\u201c als Rekurrenten hatten, hohe Preise f\u00fcr Einsicht veranschlagt, was oft abschreckte. Sp\u00e4ter durfte man nur noch via unsere Juristin mit dem Amt kommunizieren, was unnat\u00fcrlich Mehrkosten verursachte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrmals waren Dokumente \u00fcber die rechtlichen Vorgaben hinaus eingeschw\u00e4rzt oder unleserlich. Bei Pl\u00e4nen wurde die Legende gel\u00f6scht oder \u00fcberdeckt et cetera.&nbsp;&nbsp; Zensur verursacht \u201e<em>erheblichen Zeitaufwand\u201c <\/em>aber wir finden es unfair, wenn uns das zum Vorwurf gemacht wird\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das ehemalige Fabrik-Gel\u00e4nde<\/strong> ist im westlichen Teil, wo ein Grossinvestor sich mit Wohnungsbau verwirklichen m\u00f6chte, uneben, es hat Spalten und <strong>Hohlr\u00e4ume unter dem Betondeckel<\/strong>. Man sieht, dass der schlammige Untergrund arbeitet und vielleicht \u201e<strong>in den See abrutschen<\/strong>\u201c m\u00f6chte, was er aber vorl\u00e4ufig nicht tut, weil die auf Stelzen stehende Ufermauer und der Blockwurf noch etwas Widerstand bieten. Man sieht immer wieder neue Zementflicken\u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-8.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"522\" height=\"372\" src=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-8.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2721\" srcset=\"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-8.png 522w, https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/image-8-300x214.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 522px) 100vw, 522px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Draussen im See, vor der ehemaligen Deponie Rotholz ist im Altlastenkataster der noch nicht fertig sanierte Seegrund als kleines Quadrat eingetragen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Belasteter Standort gilt als \u00abNatur\u00bb<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt hoffnungsvoll bunte Pl\u00e4ne f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Seepark Uetikon.&nbsp; Laut diesen soll in dem nach wie vor kontaminierten westlichen Uferabschnitt folgendes entstehen: \u201e<strong>Natur am See, Pionierfeld, Ruderalvegetation und Pioniergeb\u00fcsch\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1967 wollte sich der damalige Fabrikdirektor Dr. Sigg angrenzend zum Rotholz eine Villa bauen lassen und liess sich durch das \u00fcberwucherte Deponiegel\u00e4nde eine Schneise hauen, auf dass er freie Sicht auf die Berge habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 1967 stand am Zugang zum Rotholz eine Tafel, welche vor dem Betreten der Zone warnte:<\/p>\n\n\n\n<p>Wer aus der Geschichte nichts lernt, ist dazu verdammt sie zu wiederholen.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcrzlich wurde von der Gemeinde telefonisch mitgeteilt, dass Messungen durch Private auf dem Gel\u00e4nde nicht erw\u00fcnscht seien, auf eine Schriftlichkeit wurde bisher verzichtet. Andernfalls w\u00e4re auch ein Arealverbot denkbar; es k\u00f6nne doch nicht jedermann mit Messger\u00e4ten auf dem Gel\u00e4nde herumschleichen!&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><em>Uetikon, Juli 2024, MB dipl. Euratom 5B<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.nau.ch\/news\/schweiz\/in-uetikon-zh-aus-zurichsee-werden-chemie-altlasten-gepumpt-66236983\">https:\/\/www.nau.ch\/news\/schweiz\/in-uetikon-zh-aus-zurichsee-werden-chemie-altlasten-gepumpt-66236983<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.toponline.ch\/news\/zuerich\/detail\/news\/seegrund-bei-uetikon-am-see-wird-saniert-00183230\">https:\/\/www.toponline.ch\/news\/zuerich\/detail\/news\/seegrund-bei-uetikon-am-see-wird-saniert-00183230<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/cph.ch\/de\/cph-gruppe\/im-fokus\/2022\/05\/16\/seegrund-vor-ehemaligem-chemiestandort-wird-saniert\">https:\/\/cph.ch\/de\/cph-gruppe\/im-fokus\/2022\/05\/16\/seegrund-vor-ehemaligem-chemiestandort-wird-saniert<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.blick.ch\/news\/streit-um-giftige-altlasten-im-zuerichsee-gemeinde-uetikon-verbreitet-falsche-informationen-id18732398.html\">https:\/\/www.blick.ch\/news\/streit-um-giftige-altlasten-im-zuerichsee-gemeinde-uetikon-verbreitet-falsche-informationen-id18732398.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/lobby-fuer-uetikon.org\/2023\/07\/05\/rekurs-eingereicht\/comment-page-1\/%2523comment-1329\">https:\/\/lobby-fuer-uetikon.org\/2023\/07\/05\/rekurs-eingereicht\/comment-page-1\/#comment-1329<\/a>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Update 22.09.2025 Die zus\u00e4tzlichen Untersuchungen des Seegrundes lassen betreffs Radium<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2880,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2710","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2710","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2710"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2710\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2881,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2710\/revisions\/2881"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2880"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}