{"id":480,"date":"2011-05-25T23:47:37","date_gmt":"2011-05-25T21:47:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fokusantiatom.ch\/?p=480"},"modified":"2015-11-07T00:03:17","modified_gmt":"2015-11-06T23:03:17","slug":"fokus-anti-atom-zum-bundesratsentscheid-vom-25-05-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/?p=480","title":{"rendered":"Fokus Anti-Atom zum Bundesratsentscheid vom 25.05.2011"},"content":{"rendered":"<p><strong>Atomausstieg auf politisch <\/strong><\/p>\n<p>Fokus Anti-Atom begr\u00fcsst, dass der Bundesrat die Untragbarkeit des Atomrisikos anerkennt, wenn auch nur f\u00fcr die fernere Zukunft. Zudem wird das Sicherheitsgebot f\u00fcr bestehende Anlagen beschw\u00f6rt: \u201eSolange sie sicher sind, lassen wir sie laufen\u201c! Auffallend am Entscheid ist die erlaubte Laufzeit von 50 Jahren f\u00fcr die bestehenden Reaktoren. Dies w\u00fcrde bedeuten dass die maroden Reaktoren M\u00fchleberg und Beznau weitere 10 Jahre am Netz bleiben w\u00fcrden. Dies obwohl diese zu den 25 \u00e4ltesten der sich weltweit in Betrieb befindlichen 440 Reaktoren geh\u00f6ren. Nur gerade 2 Reaktoren sind \u00e4lter als Beznau I.<\/p>\n<p><strong>Erdbebengefahr bereits seit Jahren bekannt<\/strong><\/p>\n<p>Bereits bei der Erteilung der unbefristeten Betriebsbewilligung f\u00fcr das AKW Beznau II wurde durch das ENSI die mangelnde Erdbebenfestigkeit von 20 Betriebs- und Notstandsystemen aufgelistet. In einer Stellungnahme zur Sicherheit des AKW M\u00fchleberg 2007 wurden ebenfalls 17 Systeme aufgelistet. Darunter die Notstromversorgung, das Brennelemente-Lagerbecken, die Hochreservoir Einspeisung usw. Gleichzeitig wurde 2007 eine neue Erdbebenstudie PEGASOS ver\u00f6ffentlicht welche aufzeigte dass die Einsch\u00e4tzung der Erdbebengef\u00e4hrdung bis anhin weit untersch\u00e4tz wurde. Aufgrund der Fukushima-Ereignisse verf\u00fcgte das ENSI am 18. M\u00e4rz 2011 die \u00dcberpr\u00fcfung der Ausserbetriebnahmekriterien, die \u00dcberpr\u00fcfung der Auslegung bez\u00fcglich K\u00fchlwasserversorgung und Brennelementbecken, sowie der Umsetzung von Sofortmassnahmen im Bereich Notfallmanagement. \u00dcberpr\u00fcfungen welche anhand der vor Jahren aufgedeckten Erdbebenm\u00e4ngel seit langem erfolgt sein sollten. Am 31.8.2011 will das ENSI eine Stellungnahme zu den am 30.6.2011 von den AKW Betreibern eingereichten Hochwassersicherheitsnachweisen sowie der Massnahmen in den Bereichen K\u00fchlwasserversorgung und Brennelementbecken abgeben. Deutschland entschied sich unmittelbar nach den Fukushima Ereignissen dazu 7 Alt-Reaktoren abzuschalten, deren Unsicherheit zu untersuchen, diese zu beurteilen und erst dann \u00fcber den Weiterbetrieb zu entscheiden. Das ENSI wusste von der mangelnde Erdbebensicherheit, liess die AKW weiterlaufen und l\u00e4sst sich und den Betreibern nun grossz\u00fcgig Zeit f\u00fcr NeuBeurteilungen. Nach Aussage von Bundesr\u00e4tin Leuthard an der heutigen Medienkonferenz soll die laufende \u00dcberpr\u00fcfung der AKW durch das ENSI zeigen ob die &#8222;Sicherheit&#8220; der Schweizer AKW nachger\u00fcstet werden k\u00f6nne oder nicht. In der Zwischenzeit herrscht Blindflug. Kurz nach dem Super-GAU in Fukushima erstellte die deutsche Reaktorsicherheitskommission einen \u00dcberpr\u00fcfungskatalog1 , deren erste Resultate jetzt vorliegen. f\u00fcr die Deutschen AKW. Die Kriterien gingen anderen EU-Staaten zu weit, weshalb diese eigene Kriterien f\u00fcr die Europ\u00e4ischen Stresstests erliessen. Die Schweiz beschloss heute dass sich diesen Stresstests anschliessen will. Laut Bundesr\u00e4tin Leuthard obwohl die Kriterien der ENSI weit strenger seien.<\/p>\n<p><strong>Fokus Anti-Atom fordert,<\/strong> die sofortige vorsorgliche Stilllegung der gef\u00e4hrlichen Alt- Reaktoren M\u00fchleberg und Beznau. Zudem soll die Schweiz die weit strengeren \u00dcberpr\u00fcfungskriterien der deutschen Reaktorsicherheitskommission als Massstab \u00fcbernehmen und so das AKW-Risiko auf kritischerem Niveau untersuchen. Dies auch entsprechend der hohen Schweizerischen Bev\u00f6lkerungsdichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Medienmiteilung Fokus ANti-Atom:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.fokusantiatom.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/2011_05_25_MM_v2_FAA.pdf\">2011_05_25_MM_v2_FAA<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Atomausstieg auf politisch Fokus Anti-Atom begr\u00fcsst, dass der Bundesrat die<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[45,49,6],"tags":[36,37,38],"class_list":["post-480","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-beznau","category-leibstadt","category-muehleberg","tag-atomausstieg","tag-bundesrat","tag-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=480"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":484,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/480\/revisions\/484"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fokusantiatom.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}