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Aktuell: 27. Oktober 2016

Beznau 1: Hält der Stahl des Reaktordruckbehälters?

Der Reaktordruckbehälter des AKW Beznau 1 hat eine Aluminiumoxid Verunreinigung
Reaktordruckbehälter des AKW Beznau 1

Die Einschlüsse im Reaktordruckbehälter des AKW Beznau 1 sind nicht wie erst vermutet Wasserstoffeinschlüsse ähnlich wie bei den belgischen Reaktoren Doel3 und Thiange2, sondern Aluminiumoxideinschlüsse. Aluminiumoxid gehört nicht ins Grundmaterial eines Reaktordruckbehälters, das zeigt die Materialspezifikation «ASME Boiler and Pressure Vessel Code». Wie schwächen die Aluminiumoxideinschlüsse den Beznau-Reaktor?

Fokus Anti-Atom ist dieser Frage nachgegangen: Lesen Sie:

2016_10_24-beznau_rpv.pdf

Aluminium hat im Stahl für Reaktordruckbehälter nichts zu suchen!


 


 

MÜHLEBERG AUF DER TAGESORDNUNG STEHT DIE SOFORTIGE AUSSERBETRIEBNAHME, NICHT EIN SPIEL AUF ZEIT


Fokus Anti-Atom wehrt sich entschieden gegen das Vorgehen der BKW, welche mit einer minimalen Nachrüstung auf Zeit spielt:


Das AKW Mühleberg hat keine Reserven. Schon gar nicht sind die Nachrüstungen von der Laufzeit bis 2019 abhängig, die kommuniziert werden. Es geht nicht um Alterungsprozesse, bei denen man gewisse Margen ausreizen kann, sondern um eine grundsätzlich falsche Bauweise des AKW Mühleberg. Deshalb ist es falsch, zu glauben, es brauche für 5 Jahre weniger Nachrüstungen als für 10 Jahre und mehr.

  • Das AKW Mühleberg ist das einzige AKW der Welt, welches sämtliche Notkühlpumpen im Keller („Ebene -11m“) direkt unter dem ringförmigen Wasserreservoir (Torus, 27 m Durchmesser!) für die Notkühlung aufgestellt hat.
  • Alle AKW des Mühleberg-Typs verfügen über separierte, brand- und überflutungsgeschützte Räume „Corner Rooms“, in welche die Pumpen untergebracht sind. Eine schlechtere Position kann man sich nicht vorstellen. Nur Ökonomische Gründe haben eine andere Platzierung verhindert.
  • Nicht nur ein Leck im Torus, auch etliche weitere Szenarien von Lecks und Rohrbrüchen, sogar ein Leck im Brennelementbecken auf der obersten Etage des AKW Mühleberg können zu einer Überflutung führen.
  • Dass Wassermassen direkt von der obersten in die unterste Etage einer Atomanlage gelangen und diese letzte überfluten können, legt ein weiteres Zeugnis vom katastrophalen Zustand von Mühleberg ab.
  • Die Pumpen sind nicht auf dem Stand der Technik, sie sind nicht gegen Spritzwasser von Sprinkleranlagen etc. geschützt.
  • Das Pumpsystem, welches die Überflutung auf der Ebene -11m verhindern soll, ist viermal zu klein dimensioniert, und die Halterungen taugen nicht gegen Erdbeben. Auch hier hat man jahr(zehnte)elang gespart.

Die ursprünglich vorgesehenen, weit über 100 Millionen Franken teure Nachrüstungen hätten die Baustruktur an die Grenzen belastet und neue, komplizierte Bohrungen erfordert; das mag auch ein Grund sein, weshalb dieses Projekt aufgegeben wurde.

Dass das ENSI diese Zustände geduldet und in den Verfahrensschriften vor dem Bundesgericht sogar mit Nachdruck auf unsere Kritik hin verteidigt hat, spricht Bände. Erst als 2011 bei Berechnungen zu hohe Wahrscheinlichkeitszahlen für eine Kernschmelze mit früher massiver Verseuchung der Umwelt herauskamen, wurde das ENSI aufgeschreckt.

Die in der Realisierung befindlichen Nachrüstungen mit dem prognostizierten Laufzeitende zeigen, dass der BKW und dem Überwacher ENSI die Sicherheit egal ist.


 

logoVerfahren20 Jahre lang bemühte sich die BKW um eine unbefristete Bewilligung für ihr AKW Mühleberg. Am 17. Dezember 2009 wurde sie vom UVEK erteilt. Dank dem neuen Kernenergiegesetz vom März 2003 war es möglich, gegen den Entscheid Beschwerde einzureichen. Diese Chance nutzte der Verein Mühleberg Ver-fahren.